Vor dem Hintergrund der Gründung des Koordinierungsrats der Muslime
(KRM) kritisieren wir die Vorstellung, eine Allianz zwischen
politisch-islamischen Interessenverbänden – fälschlich als
Religionsgemeinschaften deklariert – und deutschem Staat könne zur
Lösung von Integrationsproblemen beitragen. Stattdessen halten wir eine
strikte Trennung von Staat und Religion für geboten. (mehr …)
Unsere Beschäftigung mit Arisierungsgewinnlern in Heidelberg, die da die Universität Heidelberg, die Stadt Heidelberg und natürlich Privatleute waren und (Julius Schoeps: „Arisierung nach 1945“) immer noch sind, zwingt uns in Niederungen, in denen wir uns nur sehr ungern tummeln. Will ja auch keiner mehr was von wissen oder gar hören. Niemand kann oder will Sie zwingen, sich mit den Sachverhalten zu beschäftigen, die erst (nichts hören, nichts sehen) möglich gemacht haben, dass Situationen entstanden sind, dass Dinge passiert sind, von denen wir heute lieber meinen wollten, sie k ö n n t e n doch so gar nicht passiert sein. Flankierend zu unseren Recherchen in Sachen Portheim-Stiftung hier der Einführungsvortrag zur Tagung „Medien im Nationalsozialismus“, Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main, am 24. und 25. September 2007. (mehr …)
Der Jurist Prof. Dr. Martin Sattler wurde vor drei Jahren von OBin Beate Weber gebeten, „in Sachen Portheimstiftung“ Licht in das Dunkel während der Heidelberger Nazi- und der Nachnazizeit zu bringen. Gerade hat der Rektor der Ruperto Carola – nach immerhin 70 Jahren – eingeräumt, dass die Unibibliothek wertvolle Inkunabeln aus dem Bestand der Portheimstiftung im „Besitz“ habe, die nun (auch?!) künftig als „Dauerleihgabe“ weiterhin von der Portheimstiftung der Unibibliothek zur Verfügung gestellt worden seien. Aha. (mehr …)
Nehmen wir dem Leben und dem Tod das „metaphysische“, denken wir nicht an Hölle, nicht an Teufel, die Erbsünde oder das Paradies. Nehmen wir Tod wie Leben als diesseitiges, als irdisches Geschehen. Nehmen wir beides als Geschenk! Verzichten wir, was den Tod angeht, getrost auf alle antiken oder vulgärbiologischen Tröstungen einer „Rückkehr in die Natur“. Das menschliche Leben – dieses menschliche Leben – hört auf.
Unser memento mori gilt dem diesseitigen Leben, nicht aber dem Seelenheil. Gibt es nämlich keine Zukunft jenseits des Sterbens, gibt es auch keine Gründe, die Gegenwart wegzuwerfen; und weil der Tod das gewusste Ende ist, hat auch die Sparsamkeit – an Lust, an Liebe, an Genuss – nur begrenzt Sinn.
Sinnstiftend gründeten wir also – nicht zuletzt natürlich nicht nur aber auch der zu erwartenden jedenfalls erhofften Steueranteile wegen (die wir natürlich einzuklagen bereits sind, andere bekommen das schließlich auch) die:
Religionsgemeinschaft Veritanische Akademie Heidelbergensis
Da wird uns alleweil und allüberall das „Hohe Lied der Arbeit“ gesungen, einer Arbeit, die angeblich unverzichtbar zur Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit gehört. Der veritanisch disponierte Mensch, also einer im Vorstadium seines wissenschaftlichen Studiums an der „Veritanischen Akademie zu Heidelberg“ (Kontakt: gottschling@rundschau-hd.de) begegnet solchen Ideologien mit grundsätzlichem Unbehagen und tiefem Misstrauen. Durch unsere Institution wird der Adept theologisch davon unterrichtet, daß nach Genesis 2,8 Gott einen Garten Eden pflanzte und Adam, den Menschen, mitten hineinsetzte, in ein Paradies also, in dem dieser Mensch ein müheloses und sorgenfreies Leben hätte führen können. Es sollte sich dann aber das Mysterium des Sündenfalls (Gen 3,17) begeben und Gott sprach: „In Kummer sollst du essen alle Tage deines Lebens und du sollst vom Kraut des Feldes leben … Im Schweiß deines Angesichts sollst du dein Brot essen“. Das wurde zweifellos von Vegetariern, Müslifreaks und Vollkornaposteln zu wörtlich genommen. Wie auch immer schwitzen die Menschen nun nicht nur bei der Arbeit, die ja im Paradies eigentlich gar nicht vorgesehen war, sondern auch beim Essen von Sauerkraut und Sauerbraten, bei Schlachtplatten, Hummerschwänzen und allerlei Patisserie.
Jedoch ist der Mensch ursprünglich zweifellos zur Muße geschaffen! Unsere Religionsgemeinschaft jedenfalls hat das zu ihrem Credo gemacht …
Bereits die klugen Griechen wußten das. Sie pflegten die Muße in der Weise, als sie sich auf philosophische Gespräche einließen, und erörterten auf diese angenehme Art mathematische, geometrische, politische und astronomische Probleme. Das alles nannten sie „skolé“ und spazierten dabei im Schatten von Pinien und Zypressen. „Skolé“ bedeutet aber nicht Schule, sondern Muße. Für Schule gab es ein anderes Wort, nämlich „didaskaleion“, was soviel wie Lehranstalt heißt. Erst die Römer machten aus „skolé“ ihre „schola“ – wer über all dies auch nur ein ganz bisschen mehr als gar nicht nachdenkt, wird leicht erkennen, daß unsere Schule im eigentlich griechischen Sinn ein komplettes Mißverständnis ist.
An der veritanischen Akademie zu Heidelberg hingegen wird gelehrt, es gehöre zur Mittelmäßigkeit, sein Selbstwertgefühl vorwiegend aus der Arbeit zu stabilisieren und die Freizeit totzuschlagen, statt sie in Muße zu genießen. Der Veritologe wird nach der Erkenntnis leben, daß der Fleiß Mittelmäßiger mehr Schaden anrichtet als die Faulheit der Begabten. Deshalb wird er auch nicht müde (man verlasse sich darauf), das Mittelmaß und die mit ihm verbundene Selbstgerechtigkeit bloßzustellen.
Nun ist es aber eine Form – auch – der Arroganz, Mittelmaß und Mittelmäßigkeit entlarven zu wollen, wenn die Einsicht fehlt, daß man selbst dazu gehört. Die Herausforderung an den Veritologen besteht nun darin, diesen Zustand zu reflektieren und damit zu transzendieren. Er weiß, daß ein Mensch, der keine Dummheit macht, auch nichts Gescheites zuwege bringt. Doch er wird sich auch nicht mit der Feststellung begnügen, daß gesellschaftlich kaum etwas so erfolgreich sei wie die Dummheit, wobei das Recht auf Dummheit schließlich sogar von der Verfassung geschützt ist; es gehört zur Garantie für freie Entfaltung der Persönlichkeit. Es darf nun aber andererseits der Klügere unter den Mittelmäßigen, also der Veritologe, nicht, wie das geflügelte Sprichwort nahelegt, Volkesmundes wegen nachgeben. Würde doch so die Weltherrschaft der Dummen gefestigt.
Wir, wer wüßte das besser als Jürgen Gottschling, schaffen uns keine Freunde unter jenen,
die wir (auch künftig!) mit veritologischem Florett attackieren.Dabei halten wir es mit Jean Paul Sartre, der wusste, dass, „wer die Dummköpfe gegen sich hat, Vertrauen verdient“. Lasset uns denn also – auf dass das auch das Finanzamt mitbekommt – beten. Und (im Vertrauen auf uns) dereinst fröhlich sterben! Katharsis – die emotionale und psychische Reinigung – ist angesagt. Anderswo wie auch und gerade jetzt und hier! Staat, tu was für uns. Und, ZDF gib uns Raum für unser Wort des „Frei-Tags“- drei mal drei ist neune, ihr wißt schon, wie ichs meine …
Die NPD-Wähler sind mehrheitlich keine Protestwähler mehr. Sie sind NPD-Wähler. Es ist ihnen ganz gleichgültig, (mehr …)
Im Frühjahr 2006, während der Streit um die Mohammed-Karikaturen tobte und europäische Regierungen, Unternehmen und Medien sich um die verletzten Gefühle der Muslime sorgten und den Dialog der Kulturen beschworen, hielt Ayaan Hirsi Ali in Berlin eine außergewöhnliche Rede über das „Recht, zu beleidigen“. Die deutsche Presse hat kaum darauf reagiert, und niemand druckte die Rede ab. (mehr …)
Nein, diese kindergartigen Sitzungen müssen Bürger nicht absitzen müssen, um sich ein Bild darüber machen zu können, wem und warum sie zur nächsten Wahl ihre Stimme geben oder wem nicht. Das ist Sache der Journalisten, das so rüberzubringen, daß man weiß … (mehr …)
Mit einer «erklärenden Note» hat die vatikanische Glaubenskongregation letzte Woche die theologischen Ansichten des in El Salvador wirkenden Jesuiten Jon Sobrino kritisiert. Es handelt sich um die erste Abmahnung eines mißliebigen Theologen seit dem Amtsantritt des neuen Papstes. – Wird das Klima in der katholischen Kirche wieder rauer? Wie steht es um den theologischen Pluralismus im Vatikan? Diese und andere Fragen berührt folgender Text, mit dem zwei katholische Theologen zu der Strafaktion Stellung nehmen. (mehr …)
Der junge Bertolt Brecht war, auch mit Blick auf den Sport, ein bedenkenloser Bewunderer von Höchstleistungen. Darüber, wie sie erzielt werden, machte er sich keine Illusionen: „Selbstverständlich ist Sport, nämlich wirklich passionierter Sport, riskanter Sport, nicht gesund. Da, wo er wirklich etwas mit Kampf, Rekord und Risiko zu tun hat, bedarf es sogar außerordentlicher Anstrengungen des ihn Ausübenden, seine Gesundheit einigermaßen auf der Höhe zu halten.“ (mehr …)
Von den Deportationsopfern, vor allem aber von den Kindern und Jugendlichen gibt es bisher nur wenige Fotos und Dokumente. Bitte suchen Sie in Heidelberg nach Lebenszeugnissen der Verschollenen. (mehr …)