Meist ist etwas passiert, wenn Angela Merkel zu Gast in der Talkshow von Anne Will ist. Weil ja die Kanzlerin traditionell immer dann kommt, wenn es einen Umbruch zu erläutern, zu verkaufen, zu kitten gibt. So hat sie in den vergangenen Jahren in Solo-Interviews bereits zwei Mal ihre Flüchtlingspolitik verteidigt sowie ihre neuerliche Kanzlerkandidatur begründet Eine Generalturbulenz war es diesmal, die Merkel offenkundig quälte und in die ARD-Sendung nachgerade getrieben hat – direkt nach ihrer Rückkehr vom gescheiterten G7-Gipfel:
Von der Polizei wurden 2017 eintausend vierhundert und dreiundfünfzig antisemitische Straftaten registriert. Obgleichl zwar über 90 Prozent davon Rechtsextreme ihre Hand im Spiel hatten, existiert Antisemitismus aber in allen Teilen der Gesellschaft. Vor allem die Relativierung des Holocaust und der Israel-bezogene Antisemitismus gewinnen an Bedeutung.
Sommer 2014: Dass auf Deutschlands Straßen ein Mob wieder antijüdische Hetzparolen grölt – fast 70 Jahre nach dem Ende des Holocaust – das war lange Zeit undenkbar. 2014 aber war die Zeit des Gazakrieges. Überall gingen palästinensische Organisationen auf die Straße und so wurden die Schmährufe als Israel-Kritik abgetan, die öffentliche Empörung über derartigen Protest war überschaubar. Es blieb nicht der einzige Vorfall:






