recht_als_hort_coverDer Ethnologe Hermann Amborn rüttelt an westlichen Gewissheiten: Er meint, der Rechtsstaat sei kein Garant für Ordnung und Demokratie. Anarchie könne Ordnung produzieren. Er ruft dazu auf, von anarchischen Gesellschaften am Horn von Afrika zu lernen. („Das Recht als Hort der Anarchie“ von Hermann Amborn – Matthes & Seitz Berlin). Eigentlich scheint es ganz eindeutig zu sein: Das Recht und die Rechtlichkeit ist das bewunderungswürdige Ergebnis der europäischen Geschichte. Das Recht ist ein Hort der Ordnung und spielt für jede funktionierende Demokratie eine grundlegende Rolle.

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Aug. 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Sapere aude | Kommentieren

coverDie Herausgeber des Sammelbands haben sich zum Ziel gesetzt, die Grundlagenforschung zur Skandalberichterstattung sowohl in Form von theoretischen Überlegungen als auch von empirischen Befunden darzulegen. Darüber hinaus wollen sie mit ihrem Buch eine erweiterte Reflexion über die Skandalberichterstattung als Diskursaufhänger für Missstände, Werte- und Normverletzungen, aber auch über ihre negativen Effekte auf Einzelpersonen und Gesellschaft ermöglichen. Gemeinsam mit zehn weiteren Autoren wollen die Kölner Medienwissenschaftler mit dem Reader aber auch grundlegendes Verständnis um die Bedeutung der Skandale unserer Zeit schaffen.

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Aug. 2016 | Buchempfehlungen, Feuilleton, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

lehrer lämpel 1Geht auch bei Ihnen noch was – auf Latein? Mit Sicherheit, denn die vermeintlich tote Sprache sprießt, wächst und gedeiht überall – auch dort, wo wir sie nicht vermuten. Latein in der (berühmt-berüchtigt) Küche, im Terminkalender, im Supermarkt, auf dem Fußballplatz… Mit seinem neuen Buch »Latein – da geht noch was!« macht Karl-Wilhelm Weeber klar: Wer Latein als tote Sprache bezeichnet, hat keine Ahnung – aber das lässt sich durch die Lektüre schnell ändern. Denn Weeber klärt endlich die Fragen, warum uns unsere Lateinlehrer ohne Erbarmen mit Vokabeln und Übersetzungen gequält haben, warum Schüler das auch heute noch ertragen müssen – und auch unbedingt sollen – und was all diejenigen verpasst haben, die keinen Lateinunterricht hatten. Sein Buch erscheint am 12. September im Theiss Verlag.

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Aug. 2016 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

schluss_mit_psychospielchen-9783423261159Es reicht!Psychospielchen werden täglich gespielt. Was sich zunächst wie ganz normaler Alltagsärger anfühlt, ist in Wirklichkeit Manipulation.
Wie man diese miesen Spiele durchschaut, zeigen die erfahrenen Coaches Cornelia und Stephan Schwarz. In ›Schluss mit Psychospielchen‹ führen sie buddhistisches Know-how und psychologische Coachingtechniken zusammen.

Wer Manipulationsspiele begreift, kann sich entziehen.

Die häufigsten Szenarien:
Verfolgerspiele: Ich bin okay, die anderen sind es nicht.
Retterspiele: Ich bin okay, die anderen brauchen mich, um auch okay zu sein
Opferspiele: Ich bin nicht okay, die anderen sind okay

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Juli 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau | Kommentieren

Mandelstam_160623_KORREKTUR_2.pdfEinen einzigartigen, kommentierten Überblick über Leben und Werk des 1938 im Gulag umgekommenen Dichters Ossip Mandelstam bietet die deutsch- und spanischsprachige Publikation „Ossip Mandelstam. Wort und Schicksal“. Das 320 Seiten starke Werk ist im Heidelberger Wunderhorn-Verlag erschienen. Herausgeber sind das Staatliche Literaturmuseum Moskau und die UNESCO-Literaturstädte Heidelberg und Granada.
Die Publikation wurde am 15. Juli in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Anwesenheit von Herausgebern, Verleger und Autoren vorgestellt. Das Buch zur gleichnamigen Ausstellung „Ossip Mandelstam. Wort und Schicksal“ ist das Ergebnis des ersten großen internationalen Kooperationsprojekts der beiden UNESCO-Literaturstädte mit dem Staatlichen Literaturmuseum Moskau anlässlich des 125. Geburtstages des russischen Dichters.

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Juli 2016 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

mensch_denk_malSeit ca. 200 Jahren gelten Denkmäler nicht mehr ausschließlich Herrschern, sondern zunehmend auch gefallenen Soldaten. Hier findet sich die Geschichte der Krieger- und Kriegs-Denkmäler, unter besonderer Berücksichtigung des letzten von Deutschland gewonnenen Kriegs von 1870/71 bis zu den offensiven Denkmälern aus dem 3. Reich und was aus ihnen wurde.

Brauchen wir diese Monumente, die Agressoren, die millionenfachen Tod über Europa brachten, als Helden ehren, noch? Die kosten nicht nur, sondern verletzen die Ehre der (Nachkommen jener) Menschen, die von den Nazis überfallen, verfolgt, gefoltert und getötet wurden; auch wenn den dt. Kriegs-Verlierern unser Dank gehören könnte: Stell Dir vor, sie hätten gewonnen. Und: Ist es nicht an der Zeit, Denkmäler dieser totbringenden Fremdenfeindlichkeiten aus der Vergangenheit zu lösen, und sie – wie z. B. am Trafalgar Square in London – zukunftsschwangeren Themen zu widmen?

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Juli 2016 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Sapere aude | Kommentieren

ins_lichtJedes Licht braucht die Dunkelheit, um aus ihr zu entspringen, so wie ein Laut erst hörbar wird durch die Stille der Welt. Und das Gleiche gilt für das Leben, die menschliche Existenz überhaupt:

Die Nacht ist es, die alles werden lässt. Ernst Peter Fischer erzählt nun die Geschichte dieser »Gegenzeit«, eine faszinierende Reise durch die dunklen Gefilde unseres Lebens.
„Die Dunkelheit, aus der ich stamme“ – Rainer Maria Rilke

 

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Juli 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

coverAlexandre Jollien leidet an Kinderlähmung und hat 17 Jahre in einem Internat für Behinderte verbracht. Temperamentvoll zeigt er, wie einem die Philosophie in schwierigen Situationen Trost und Lebensfreude spenden kann. „Liebe Philosophie, kannst du mir helfen?“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, die Philosophie ernst zu nehmen und ihre Anwendung auch als Seelentherapie zu verstehen. In Briefen an Boëthius’ „Dame Philosophie“, an Schopenhauer und den Tod erzählt Jollien von seinem Leidensweg und entwickelt nebenbei das große Thema der Lebensphilosophie: Wie führe ich ein glückliches Leben?

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Juli 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau | Kommentieren
Thilo Krause Um die Dinge ganz zu lassen Gedichte 96 Seiten, 17.80 Euro ISBN 978-3-940691-62-0 gebundene Ausgabe poetenladen Verlag

Thilo Krause
Um die Dinge ganz zu lassen
Gedichte
96 Seiten, 17.80 Euro
ISBN 978-3-940691-62-0
gebundene Ausgabe
poetenladen Verlag

Für seinen Gedichtband „Um die Dinge ganz zu lassen“ hat Thilo Krause den mit 10.000 Euro dotierten Clemens-Brentano-Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg erhalten.
Der Lyriker nahm die Auszeichnung am 28. Juni 2016 im Rahmen einer Konzert-Lesung aus den Händen von Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner im Palais Prinz Carl in Heidelberg entgegen. Krause nannte die Auszeichnung eine große Ermutigung, auf dem Weg weiterzugehen, den er eingeschlagen habe.

 

Sprach- und Klangbilder von großer Tiefenschärfe

Dass Krauses ruhig gehende Verse einen Kontrapunkt in das mediale Rauschen setzten, hatte die Jury bei ihrer Entscheidung im Februar 2016 hervorgehoben: „Mit wenigen Worten und unprätentiöser Sprache fängt dieser genaue Beobachter Stimmungen und Lebenssituationen ein und verwandelt sie in Sprach- und Klangbilder von großer Tiefenschärfe. Das Gedicht wird hier zum Ort, ‘um die Dinge ganz zu lassen‘.“

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Juni 2016 | Heidelberg, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau | Kommentieren

KL von Nikolaus Wachsmann„Alle Systeme, die auf die natürliche Gutherzigkeit des Menschen gegründet sind, werden für alle Zeiten davon erschüttert sein.“ Das schrieb der französische Autor Francois Mauriac in den späten 1950er-Jahren. Gemeint war die Geschichte einer unermesslichen Desillusionierung durch unermessliche Gewalt; die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Man findet Mauriacs Satz in einem Buch, das sich dieser Geschichte widmet – in einer Weise, die es so noch nicht gab. Der aus München stammende, in England lehrende Historiker Nikolaus Wachsmann erzählt in seinem immensen Werk „KL“, was in den deutschen Lagern geschah.

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Juni 2016 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Sapere aude | Kommentieren

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