Was können Worte gegen Gewalt ausrichten? Haben sie überhaupt eine Chance? Frank Westerman rekonstruiert in seinem neuen Buch terroristisch motivierte Geiselnahmen – Anschläge der südmolukkischen Minderheit in den Niederlanden, direkt in seiner Nachbarschaft, die Entführung Hanns Martin Schleyers durch die RAF, die grausamen Geiselaktionen tschetschenischer Rebellen in Russland, die er als Korrespondent miterlebte, bis hin zum Charlie Hebdo-Attentat in Paris. Er beleuchtet sie aus der Perspektive von Tätern, Opfern und der Staatsmacht, der die schwierige Aufgabe zukommt, mit Terroristen zu verhandeln, um Menschenleben zu retten.
Einst lag die Zukunft in Gottes Hand, heute leben ganze Industriezweige von ihrer Berechenbarkeit. Den Startschuss gab ein Briefwechsel im 17. Jahrhundert. Eine Reise – eingängig geführt vom Mathematikprofessor Keith Devlin.
Nehmen wir Matti und seine Kinder: Er hat davon zwei. Eins ist ein Mädchen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Peter zwei Mädchen hat?
Ich sage mal 50 Prozent – und gehöre mit dieser Vermutung zur Mehrheit der Personen, denen man den Fall vorträgt, und liege falsch. Der Mathematikprofessor und Wissenschaftsjournalist Keith Devlin tröstet mich.
Das Beispiel stammt aus seinem Buch Pascal, Fermat und die Berechnung des Glücks (Leseprobe: Verlag C.H.Beck), und selbst der geniale Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal, so Devlin, sei in seinem Briefwechsel über abgebrochene Glücksspiele mit dem (noch genialeren) Mathematiker Pierre Fermat einem ganz ähnlichen Denkfehler unterlegen.
Im Sommer berichteten die Medien, dass die katholischen Bischöfe in Deutschland „Dotationen“ erhalten, also direkt vom Staat bezahlt werden, und die Begründung dafür sich vor zweihundert Jahren abgespielt haben soll. Im Jahr waren das 442 Millionen €, die die Bundesländer aus Steuergeldern als „Personalzuschüsse“ an die Kirchen überwiesen. Dies war weitestgehend unbekannt. Und, wie jetzt?
Die Kirchen gehören zur Kultur in Deutschland und die ist Ländersache. Bildung ist ebenso Ländersache und so werden die akademischen Nachwuchskräfte der beiden Kirchen an den Theologischen Fakultäten der Universitäten und an Hochschulen ausgebildet. Für die Kirchen kostenlos, denn der Steuerzahler finanziert die dafür notwendigen 650 Millionen €.
Das alles ist vertraglich vereinbart und kein Politiker ist mit körperlicher Gewalt dazu gezwungen worden, diesen Verträgen zuzustimmen.
Die multimediale Ausstellung „Einstein inside – 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie“ mit Exponaten zum Ausprobieren macht von Ende September bis Anfang November Station in Heidelberg. Auf Initiative der Fakultät für Physik und Astronomie und des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) wird sie auf dem Campus Im Neuenheimer Feld zu sehen sein. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, mit den interaktiven Ausstellungsobjekten auf eine
Erkundungsreise zu gehen und sich den komplexen Themen rund um die Relativitätstheorie auf unterhaltsame und spielerische Art und Weise zu nähern.
Der Heidelberger Bergfriedhof ist der größte Friedhof in Heidelberg und zählt weithin zu den schönsten Ruhestätten. Zahlreiche Grabmäler bedeutender Persönlichkeiten liegen auf verschlungenen Wegen inmitten alter Bäume – ein einzigartiges Landschaftsbild. Der neue Bildband von Peter Born „Der Heidelberger Bergfriedhof. Harmonie von Natur und Kultur“ fängt diese besondere Atmosphäre des 170 Jahre alten Friedhofs in ausdrucksstarken Fotos ein. Es zeigt den einmaligen Parkcharakter des Friedhofs im Wandel der Jahreszeiten und motiviert dazu, das 23 Kilometer lange Wegenetz des Friedhofs selbst zu erkunden.
„Auch Dummheit ist eine Gabe Gottes, die man nicht ungestraft missbrauchen kann.“
Durch dieses Motto wurde 1951 der junge Psychiater Manfred in der Beeck auf den eigenwilligen Humor von Erich Spiessbach (1901–1956) aufmerksam.
Mit einem Illustrationsauftrag entfesselte der Arzt die Kreativität seines Patienten für eine kurze, sehr intensive Zeit von wenigen Monaten.
20 Werke voller Humor und Sarkasmus geben im Kabinett der Sammlung Prinzhorn einen Einblick in das Werk Spiessbachs, von dem mehr als 300 Zeichnungen als Dauerleihgabe in der Heidelberger Sammlung Prinzhorn bewahrt werden.
Eine in die Jahre gekommene Fünferbande, drei Männer, zwei Frauen, stellt bei einer Bonner Institution den Antrag auf Förderung des Projekts „Zwischen Biologie und Humanwissenschaften: Zum Problem der Entfaltung luxurierender weiblicher Sexualität auf dem Weg von den Hominiden-Weibchen zu den Homo-sapiens-Frauen aus evolutionstheoretischer Sicht mit ständiger Rücksicht auf die Naturphilosophie des Deutschen Idealismus“. Peer Sloterdijk skizziert das Unternehmen in Form eines klassischen Briefes, worauf die Mitstreiter per E-Mail antworten und auf diese Weise einen regen Austausch untereinander von mehr oder weniger intimen Überzeugungen und Geständnissen in Gang setzen. (Man begegnet sich persönlich nur kurz in Bonn und Karlsruhe nach dem erwartbaren Ablehnungsbescheid, und dabei kommt es zu unerwarteten Gemengelagen). Die (kulturellen und erotischen) Abenteuer der angeblich nur auf das Projekt konzentrierten Runde präsentieren sich als subjektiv gefärbte Erzählungen, die geprägt sind durch die (intimen) Lehrjahre der Zeit nach 1968: (mehr …)
Das Festival heißt WeinLese. Eine der schönsten Kulturlandschaften in Europa bildet sein Ambiente. Und mit dem Beginn der Weinlese entfaltet der Rheingau seine besten Seiten. Das Festival will mehr sein, als eine Präsentation guter Bücher und ihrer Autoren, will mit dem einmaligen Charme der Landschaft, mit den grandiosen Veranstaltungsorten und dem wunderbaren Wein Bündnisse schließen. Es tut es! Wir wissen es …
Hinter den Klostermauern in den Vatikanischen Gärten lebt Joseph Ratzinger als Papst emeritus Benedikt XVI. Seit er vor drei Jahren sein Amt niedergelegt hat, war es ruhig um ihn geworden. Für sein neues Buch „Letzte Gespräche“ hat Joseph Ratzinger sein Schweigen gebrochen und übt Kritik an der Kirche seines Heimatlandes. Es ist (mal wieder) eine Sensation: Benedikt XVI. bricht sein Schweigen. Erstmals in der 2000-jährigen Geschichte des Christentums zieht ein Papst die Bilanz seiner Amtszeit. Der Journalist Peter Seewald hat mit Benedikt XVI. kurz vor und nach dessen Rücktritt eine Vielzahl von Interviews geführt, die heute, am 9. September 2016 unter dem Titel Benedikt XVI. Letzte Gespräche bei Droemer erschienen sind.
Ein Bewerber dürfe keine Lücken im Beschäftigungsverlauf haben und die einzelnen Stationen müssten akribisch mit Angabe von Start- und Enddatum aufgelistet werden. Zeiten ohne Anstellung oder sehr kurze Stationen gälten immer noch als großer Mythos bei Bewerbungen, hier dürfe es keine Lücken im Beschäftigungsverlauf geben und die einzelnen Stationen müssten akribisch mit Angabe von Start- und Enddatum aufgelistet werden.
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