Von ihren früheren Unworten und Untaten reden die Achtundsechziger nicht gerne. Stattdessen verstecken sie sich hinter dem Terror der RAF, dem „durchgeknallten“ Andreas Baader, der „kalten“ Gudrun Ensslin oder der „verzweifelten“ Ulrike Meinhof. Nach derselben Methode verfuhren die Deutschen 1945. (mehr …)
Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, mit dem sie eine Verschärfung des sogenannten „Gotteslästerungsparagraphen“ §166 StGB erreichen will (Drucksache 14/4558). Wie u.a. der Fall des in den neunziger Jahren verbotenen Musiktheaterstücks von Frank Zappa „Das Maria-Syndrom“ gezeigt hat, gefährdet der Paragraph bereits in seiner jetzigen Fassung die verfassungsrechtlich garantierte Meinungs- und Kunstfreiheit. Mit einer weiteren Verschärfung des Paragraphen könnte missliebige, aber berechtigte Kritik in Zukunft noch willkürlicher als bisher verhindert werden. (mehr …)

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte einst erklärt, zum Regieren brauche er nur Bild, BamS und die Glotze. Als aber die Bild-Zeitung zum Regieren auch noch die Glotze wollte, brauchte sie – beziehungsweise der Springer-Verlag als Eigentümer – die Zustimmung des Bundeskartellamts. Die Behörde prüfte daraufhin zum Jahreswechsel 2005/2006 einige Wochen lang die Übernahme der Fernseh-Gruppe ProSiebenSat.1 durch den Verlag. Und sagte : Nein !
„Mut“ ist zum Markenzeichen eines Amtes geworden, das in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag feiert:
Die Zuwanderung von Menschen aus verschiedenen angrenzenden und weit entfernten Regionen und die Zusammenarbeit mit ihnen waren und sind zentral für die Entwicklung Deutschlands. Menschen mit Migrationshintergrund auf ihren Bezug zu einer bestimmten Ethnie zu reduzieren, ist falsch. Sie sind Teil der Kultur in Deutschland. (mehr …)
Ein Ministerpräsident, der Anstandsregeln in der Bild-Zeitung veröffentlicht, gibt zu erkennen, dass er anstandslos, nämlich brutalstmöglich um den Machterhalt kämpfen will. (mehr …)
Ein Fremdwort macht Karriere, unaufhaltsam vermehrt es seine Zuständigkeiten, greift von einzelnen Branchen und Sektoren der Wirtschaft auf neue Technologien und Kapitalmärkte über, steckt Buchhandel, Fitnesscenter und Ausstellungswesen an, um endlich, nach anderthalb Jahrzehnten emsiger Expansion, bis in die entlegenen Gefilde des Geistes, bis zu Literatur und Philosophie vorzudringen. (mehr …)
Mit ihrer Erziehungsoffensive – soweit eigentlich schön und gut – hat unsere Familienministerin beträchtliches Aufsehen erregt. Auf der Bundespressekonferenz erschien Frau von der Leyen, um die Gründung eines „Bündnisses für Erziehung“ anzukündigen, aber statt -wie zu erwarten – in Begleitung der Bundesbildungsministerin, mit einem Kardinal und einer Bischöfin. Diese merkwürdige Besetzung wurde so erklärt: Die Kirchen seien bei der Wertevermittlung besonders gefragt, denn unsere Kultur gründe auf christlichen Werten, und im Übrigen stellten sie die meisten Kindergartenplätze; so böten sie die Chance der größten Breitenwirkung bei der moralischen Erziehung im besonders wichtigen frühkindlichen Alter. Der Ausschluss der anderen Religionsgemeinschaften sowie der nichtkirchlichen Trägerschaften in diesem Bereich rechtfertigte man pragmatisch; sie alle könnten später hinzustoßen. Zunächst jedoch handle es sich um ein Bündnis „auf der Basis christlicher Werte“. (mehr …)
Der Kulturunterausschuss der Landesstiftung Baden-Württemberg hat in seiner jüngsten Sitzung die Förderung von 18 Kulturprojekten im Land beschlossen. Die Landesstiftung stellt damit über 800.000 Euro für Kunst- und Kulturprojekte zur Verfügung. Mit dabei sind Projekte aus den Städten Mannheim, Heidelberg, Stuttgart, Karlsruhe, Ulm, Brigachtal, Trossingen, Donaueschingen, Konstanz, Freiburg, Friedrichshafen und Tübingen. (mehr …)
sch – Das Buch des Scheiterns – über den Moment, in dem nur noch geheult werden will. Über verpasste Chancen, geplatzte Träume, verlorene Lieben und den Schritt zurück. Aber vor allem ein Buch zum Wunden lecken, Weitermachen, Durchstarten: gegen den Einheitsbrei der Resignierten, solidarisch mit denen, die mutig scheitern.
Interviews, Gedichte, interaktive Spiele, Scheiterbögen, wissenschaftliche Texte, Fotostrecken, Reportagen: (mehr …)