Spätestens seit dem Auftreten der “Scharia-Polizei” in Wuppertal und dem Bekanntwerden der Tätigkeit von islamischen “Friedensrichtern” ist der Begriff “Paralleljustiz” weithin bekannt. Weit weniger bekannt ist, dass dieser Tatbestand nicht auf den islamischen Kulturkreis beschränkt ist. Im Alltag der christlichen – insbesondere der katholischen – Kirche wurde längst ein alternativer Justizapparat etabliert, der am weltlichen und demokratisch legitimierten Rechtsstaat vorbei selbst schwerwiegende Delikte behandeln kann.
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Das Wort war Fleisch geworden? Heute ist das Wort kommerzialisiert! Seit es ihn gibt, hat der Monotheismus ein Medienproblem:
„Wie kann ein Gott, der kein Ding in der Welt, vielmehr der Schöpfer aller Ding und der mystische Hintergrund des Seins ist, präsent gemacht werden“?
Die Frage nach dem Medium des Monotheismus wird durch die aktuelle Konfrontation von Christentum und Islam gerade mal wieder neu angeschärft. Die Antwort heißt Weihnachten.
Nach vorläufiger Einschätzung der Datenschutz- und Grundrechteorganisation Digitalcourage und ihres Anwalts Meinhard Starostik bedeutet das heutige Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union das Aus für das deutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung.
Der Europäische Gerichtshof hat mit diesem Urteil Gesetze von EU-Mitgliedstaaten zur anlasslosen und massenhaften Speicherung von Kommunikations- und Bewegungsdaten für europarechtswidrig erklärt. Das betrifft auch das im Oktober 2015 beschlossene deutsche Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung. (mehr …)
Liebe Heidelberger,
2016 war ein Jahr des Wandels – weltweit, deutschlandweit aber auch für uns in Heidelberg (Foto – Rathaus: Philipp Rothe). Vieles ist in Bewegung geraten. Manchmal mit schrecklichen Folgen wie bei den Anschlägen in München und im Krieg in Syrien. Oft aber auch viel leiser und mit gutem Ausgang. So ist es uns in Heidelberg gelungen, eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen auf den Weg zu bringen – mit viel Zustimmung aus der Bürgerschaft. Menschen suchen bei uns Schutz, weil sie in ihrer Heimat von Krieg, politischer Willkür oder Hunger bedroht sind.
Ein Anschlag an einem öffentlichen Platz, ein Dutzend Tote und Verletzte: Der Neujahrs-„Tatort“ erinnert an die Ereignisse von Berlin. Die ARD hält bislang an der Ausstrahlung fest. Es lässt sich an dieser Stelle nicht vermeiden, das Ende eines noch nicht gesendeten „Tatort“ zu verraten. In der Folge „Sturm“ aus Dortmund, dessen Ausstrahlung für den Neujahrssonntag geplant ist, gibt es ein Finale, das im Nachklang des Berliner Anschlags besonders verstörend wirkt:
Das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo thematisiert in seiner vierten deutschen Ausgabe den Terroranschlag in Berlin. Auf der Titelseite tanzen zwei Lebkuchen-Figuren um ein mit Herzen verziertes Lebkuchenhaus, aus dessen Fenstern Gewehrläufe herausragen. Dazu die deutliche Ansage: „Sie werden unsere Art zu leben nicht verändern.“ Nicht ganz so offensichtlich haben die Satiriker auf der Titelseite noch eine weitere Spitze versteckt. Im Themenüberblick am oberen Rand steht: „Berlin wieder angesagt: Nach den Hipstern jetzt die Terroristen.“

Monitor-Hack: Manipulierte Bildschirme könnten an bestimmten Stellen ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. (Grafik: Red Balloon Security)
Für die Sicherheit unserer Computer tun wir so einiges. Jetzt haben Sicherheitsexperten im Rahmen der Def-Con-Konferenz gezeigt, dass wir dabei aber auch eines unserer wichtigsten Peripheriegeräte nicht übersehen sollten: den Monitor. Unter der Führung von Dr. Ang Cui hat ein Team der Firma Red Balloon Security nachgewiesen, dass sich unsere Bildschirme zum Spionieren und zur Manipulation der angezeigten Informationen nutzen lassen. Und zwar ganz ohne Zugriff auf den eigentlichen Rechner.
Wenn es darum geht, brisante und zum Teil als geheim eingestufte Informationen öffentlich zu diskutieren, stehen nicht nur Journalisten, sondern auch ihre Hinweisgeber immer stärker unter Druck. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren ging der General-bundesanwalt im Sommer 2015 wieder gegen Journalisten vor. Wegen des Verdachts auf Landesverrat ermittelte er gegen die Betreiber des Blogs netzpolitik.org, Markus Beckedahl und Andre Meister.
Es sind vor allem Körperstereotypen, die bis heute das Bild vom Juden prägen. Nicht nur im 19. und frühen 20. Jahrhundert dominierte die Ansicht, dass sich der Jude körperlich und geistig von seiner Umwelt unterschied. Bestimmte, meist negativ besetzte körperliche Eigenschaften und Charakterzüge, die man den Juden zuschrieb, haben als anti-jüdische Stereotypen eine lange Tradition. Sie reichen zum Teil bis ins späte Mittelalter zurück und erfahren ihre Ausprägung in der Frühen Neuzeit.
