Der Zeichner, Autor und Gründer der Satirezeitschrift „Titanic“, Robert Gernhardt, hatte damals, kurz vor seinem Tod – er starb 68jährig am 30. Juni 2006 –  nach dem Beginn des sogenannten Karikaturenstreits) „seit einer Woche ein Déjà-vu“: Der Karikaturenstreit erinnerte ihn fatal an die 60er Jahre, als die Kirchen sich mit heftigen Protesten gegen das zeitgenössische Kino wandten. Im Gespräch sagt Gernhardt, worin sich die Situationen damals und heute unterscheiden – und warum es keine Debatte über Karikaturen geben kann, in der man das Objekt des Streits nicht zeigt. Nicht zuletzt, weil wir das hier wieder tun, Gernhardts  immer noch aktuelle Gedanken dazu: (mehr …)

Jan. 2010 | Allgemein, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Durch die Zustimmung von Derek Cofie-Nunoo von der Fraktionsgemeinschaft Grüne / gen.hd (der – nota bene – auch dem Verkauf des Emmertsgrundes an einen dubiosen Investor zugestimmt hat  – (das muß immer mal wieder ins Bewußtsein gerückt werden) –  hat mit Hilfe einer Enthaltung der GAL die Entscheidung mitgetragen, die Heidelberg auf Jahre hinaus an eine Unterstützung des Formel 1-Rennens auf dem Hockenheim-Ring bindet. Das liest sich dann so:

generation.hd weist die Vorwürfe der SPD – Fraktion in ihrer Stellungnahme auf das schärfste als
inhaltlich falsch und unsachlich zurück – (mehr …)

Dez. 2009 | Heidelberg, Allgemein, Sapere aude | 3 Kommentare

Die „68er-Generation“ ante portas des Altenheims … (mehr …)

Nov. 2009 | Heidelberg, Allgemein, Sapere aude, Zeitgeschehen | 2 Kommentare

Diesen nachstehenden Zustandsbericht und eine Prognose über den Heidelberger Gemeinderat habe ich am 17. November 2009 veröffentlicht zu einer Zeit, da ich für den Mannheimer Morgen und die Rundschau Veranstaltungen dieses Gremiums abgesessen habe. Auch als Journalist habe ich nie geschafft und auch nicht gewollt, weg zu sehen, sondern bin seit vielen Jahren gegen oft von mir aufgedeckte Missstände dann in der Tat auch vorgegangen.  Nun erst mal mehr oder weniger viel Spaß beim Lesen dieser vor Wahrheit triefenden Polemik – die Wirklichkeit jedenfalls hat diesen Kommentar längst überholt:

(mehr …)

Nov. 2009 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | 17 Kommentare

Die Methoden der NPD bei insgesamt derzeit 15 Wahlen unter ihrem Motto „Sozial geht nur national“ in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen, werden immer widerwärtiger, diese braune Brut hat sich nicht gescheut, im Wahlkampf gegen einen «Quotenneger» zu agieren. Und hat damit gepunktet! Was sagt uns das? Rassistisch, provozierend, auf dem Weg ins Parlament: Die rechtsextreme NPD betreibt Wahlkampf nicht wie andere Parteien. Sie setzt auf Einschüchterung, auf junge Wähler und Musik, auf regionale Schwerpunkte. Eine Analyse der rechten Wahlkampfmethoden. (mehr …)

Sep. 2009 | Allgemein, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Als die Zeitungen (und auch wir) vor vier Wochen über die Fatwa gegen Salman Rushdie vor 20 Jahren und ihre Folgen bis heute nachdachten, kamen alle selbstverständlich auch auf den Karikaturenstreit vor drei Jahren zu sprechen. (mehr …)

Sep. 2009 | Allgemein, Kirche & Bodenpersonal, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Der französische Staatsrat hat als oberstes Verwaltungsgericht einer Burka-Trägerin die Einbürgerung verweigert. Die 32-Jährige könne die Staatsbürgerschaft nicht erlangen, weil sie im Namen einer radikalen Religionspraxis ein Verhalten zeige, das mit den Werten der französischen Gesellschaft nicht vereinbar sei. (mehr …)

Aug. 2009 | Allgemein, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Zu Anfang des 16. Jahrhunderts verhalf der technologische Fortschritt, die Verbreitung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, den religiösen Loslösungsbestrebungen von Rom, die schon seit fast zwei Jahrhunderten gärten, zu neuer Durchschlagsqualität. (mehr …)

Juli 2009 | Allgemein, Feuilleton, Kirche & Bodenpersonal, Sapere aude, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

„Am Pfingsttag (am Ende der sieben Osterwochen) vollendet sich das Pascha Christi in der Ausgießung des Heiligen Geistes. Dieser wird als göttliche Person offenbar, gegeben und mitgeteilt. Christus der Herr spendet den Geist in Überfülle.  (Apg 2,33.).
An diesem Tag wird die heiligste Dreifaltigkeit voll und ganz geoffenbart. Seither steht das von Christus angekündigte Reich allen offen, die an ihn glauben“
– sagen uns Theologen,  wir hingegen meinen:
Ekklesia semper reformanda –  (lat. „die immer der Reform bedürftige Kirche“): und geben einer der Kernaussagen des  Zweiten Vatikanischen Konzils recht, wonach die Kirche „stets der Reinigung bedürftig“ sei, weil sie „aus menschlichem und göttlichem Element zusammenwächst“ und deshalb „Sünder in ihrem eigenen Schoße“ umfasst. Ja, da schau her, das klingt ja gerade so, als ob damit (allein, mir fehlt der Glaube) gemeint wäre, was Sie jetzt hier lesen werden. (mehr …)

Juni 2009 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Sapere aude, Wirtschaft | Kommentieren

„Religion ist nicht Privatsache“: In Berlin wollten Fundamentalchristen den Religionsunterricht per Volksentscheid aufwerten. Berlin war Vorreiter. Als die Hauptstadt den verbindlichen Ethikunterricht für alle einführte, war das die längst überfällige Angleichung an die im aufgeklärten Westen üblichen Modelle, der Abschied vom Deutschen Sonderweg der engen Verknüpfung von Staat und Kirche. (mehr …)

Juni 2009 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

« Vorherige SeiteNächste Seite »