Ein neues Gesetz gestattet die Arbeit ab dem zehnten Lebensjahr „unter außerordentlichen Umständen“. Sonst dürfen erst 14-Jährige arbeiten.Gerade hat die bolivianische Regierung Kinderarbeit ab 10 Jahren grundsätzlich erlaubt. Am Donnerstag (28. Mai) wurde ein Gesetz zum Schutz der Rechte der Kindheit erlassen, das „unter außerordentlichen Umständen“ die selbstständige Arbeit ab dem zehnten Lebensjahr erlaubt. Sonst dürfen erst 14-Jährige arbeiten.
Wer bislang geglaubt hat, Akten zu lesen sei eine eher langweilige Angelegenheit, wird durch Hubert Wolfs Buch über das römische Kloster Sant’Ambrogio eines Besseren belehrt. Was der Kirchenhistoriker in den vatikanischen Archiven aufgespürt hat, birgt jede Menge Sex’n’Drugs und religiösen Wahn. Daneben bietet das Buch aber auch einen profunden Einblick in die Auseinandersetzungen in der nach-aufklärerischen katholischen Kirche. Die Geschichte findet in der Mitte des 19. Jahrhunderts statt: Aus Prozessakten rekonstruiert Wolf die Zustände in dem Kloster Sant’Ambrogio. Wir erfahren von Nonnen, die sich als Heilige verehren lassen, die mit ihrem Beichtvater ins Bett steigen und Kritikerinnen innerhalb des eigenen Ordens mittels Giftmord aus dem Weg räumen. Und wir lernen hohe Geistliche kennen, die dem Treiben begeistert zusehen, weil es ihre Vorstellungen von mystischer Frömmigkeit bedient. (Dass sie, obwohl die Sache ein schlechtes Ende nimmt, weder im Prozess belangt werden noch ihre Karriere beeinträchtigt wird, sollte niemanden wundern.)
Zum internationale Tag gegen Rassismus luden am Freitag deutschlandweit Muslima und Muslime zu ihren Freitagsgebeten ein. Auch die muslimische Gemeinde der DITIB-Moschee Heidelberg sowie der „Verein für Muslime in Heidelberg e. V.“ hatten alle Bürger zum Austausch gebeten.
Ein bemalter Teller der Maya, die Trommel eines lappländischen Schamanen oder ein hölzerner Hauspfosten aus Kamerun – die Religionen der Welt, ihre Riten und Mythen finden sich in den unterschiedlichsten Gegenständen wieder. In seinem neuen Band stellt Claudius Müller 26 solcher beeindruckender Objekte vor und beleuchtet anhand dieser Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Glaubensrichtungen.
„‘Charlie Hebdo‘ hat auch Kopenhagen getroffen“, zeigt sich Tom Høyem, Direktor der Europäischen Schule Karlsruhe (ESK), der gebürtiger Däne ist, über die Terroranschläge in der Hauptstadt Dänemarks erschüttert.
Die neue Qualität nach den Pariser Massakern liegt darin, dass Redakteure und Intellektuelle die Selbstzensur nunmehr aktiv und ungeniert verfechten. Zur Kritik an den Zeichnungen von Charlie Hebdo.
Wenn eine der feministischen Theologie eher geneigte Wissenschaftlerin (Elisabeth Gössmann) befürchtet, daß die gesamte feministische Theologie durch die in großen Teilen nicht gelungene Neue Bibelübersetzung „Bibel in gerechter Sprache“ in Misskredit gebracht werde, darf man auf starken Tobak gefaßt sein. Hier hat der Leser es mit einer (stark gewöhnungsbedürftigen) Bibelauslegung und keiner Bibel zu tun. (mehr …)
Religion ist ideologieverdächtig, und sie ist ideologieanfällig. Sie kann, wie man heute – nicht nur in Anbetracht des Islamismus – lieber sagt, fundamentalistisch werden: unduldsam, intolerant, doktrinär und indoktrinierend, streit- und herrschsüchtig, auf politische Macht erpicht, gewalttätig. (mehr …)
Obgleich als weltweites Problem mittlerweile erkannt und bekämpft, scheint der Jihad-Terrorismus an Fahrt zu gewinnen. Anschläge wie jene von Paris tragen dazu bei, dass der Rhetorik mahnender Politiker zum Trotz ist die allgemeine Entwicklung eher auf Clash eingestimmt ist.
Es war ja und es ist ja nicht nur das Land gespalten, es zieht sich der Spalt auch durch die Hirne der Bewohner und derweil auch hierzulande die große Politik Kurs auf Europa nahm, kam das Wort „Vaterland“ wieder in Mode. Politiker, gewohnt noch den letzten Abfall in Energie für ihre Ziele umzusetzen, begannen immer beschwörender vom „Europa der Vaterländer“ zu schwadronieren. Womit sich der anwachsende neue Nationalismus zwar bagatellisieren, nicht aber bereits benutzen ließ.

