12248234_932033340204287_8840442195749435105_oJohn Roberts ist ein international renommierter Autor, Kritiker und Kurator. Nach seinem Abschluss in Englisch und Kunstgeschichte an der MiddlesexPolytechnic unterrichtete er an verschiedenen internationalen Hochschulen und kuratierte Projekte in London, Venedig, Hamburg und Liverpool. Derzeit ist Roberts Professor für Kunst und Ästhetik an der Universität von Wolverhampton. Roberts ist Autor zahlreicher Bücher, darunter The Intangibilitiesof Form: Skill and Deskilling in Art after the Readymade (Verso, 2007), Photography and its Violations (Columbia University Press, 2014)

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Dez. 2015 | Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Kuss_des_judasDer ungewöhnliche Blick auf Judas ist die wohl kühnste Position, die Oz in diesem Roman entwirft. Er füttert diese mit vielen Argumenten, etwa damit, dass Jesus gar nicht hätte durch seinen Kuss verraten werden müssen, weil ihn doch ohnehin jeder kannte. Auch die 30 Silberlinge als Belohnung für Judas, der keineswegs arm war, waren für ihn – ausnahmsweise mal neudeutsch – peanuts. Und sein Selbstmord leuchtet auch kaum mehr als garnicht ein.
Aber, damit lässt Oz im Roman zwei Erzählstränge zusammenfinden, die von Judas Ischariot und von Schealtiel Abrabanel. Ihre Schicksale berühren Amoz Oz persönlich. Er selbst, sagte er im vergangenen November bei der Entgegennahme des erstmals vergebenen Siegfried-Lenz-Preises, sei oft als Verräter gescholten worden. Auch dafür, dass er einen (gewiss schmerzhaften) Kompromiss zwischen Israel und

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Nov. 2015 | Allgemein, Buchempfehlungen, Gesundheit | Kommentieren
Mit einem Nachwort von Klaus Bittermann Critica Diabolis 225 Broschur, 464 Seiten, 24.- Euro ISBN: 978-3-89320-197-6

Mit einem Nachwort von Klaus Bittermann
Critica Diabolis 225
Broschur, 464 Seiten,
24.- Euro
ISBN: 978-3-89320-197-6

»Some of my best friends are German«, machte sich Eike Geisel gerne über das antisemitische Stereotyp lustig, demzufolge einige Juden zu den besten Freunden zählen. Eike Geisel war aber nicht nur ein unnachgiebiger Kritiker des deutsch-jüdischen Verbrüderungskitsches und der Entsorgung deutscher Vergangenheit, sondern machte als Historiker mit seinen Arbeiten u.a. über den jüdischen Kulturbund und das Berliner Scheunenviertel aufmerksam. Dieser Band versammelt Geisels große essayistische Arbeiten wie über den Antisemitismus des »anderen Deutschland« und den Mythos vom Widerstand des 20. Juli.

»Die Deutschen haben sich nie als Bürger dieser Welt, sondern immer als Verdammte dieser Erde gesehen. Auch die Wiedervereinigung hat daran nichts geändert. Gab es vor dem Fall der Mauer 60 Millionen Opfer, so hat sich deren Zahl nun um 17 Millionen Insassen einer Einrichtung erhöht, die nicht nur der Kanzler schon vor 1989 als Konzentrationslager bezeichnet hatte.«
Eike Geisel

Leseprobe

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Nov. 2015 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau | Kommentieren

332_55204_129472_xlEine polemische Abrechnung mit unserer Erinnerungskultur – Rundschau zum 9. November

Die Deutschen leiden an Hitler wie andere an Schuppenflechte. Aus dem Versuch, sich gegen die eigene Geschichte zu immunisieren, ist eine Autoimmunerkrankung geworden.

Ob es um den Einsatz in Jugoslawien oder in Afghanistan geht, um Atom- oder Gentechnik, Stammzellen, Sterbehilfe – immer steht das Nazi-Menetekel an der Wand und fordert seinen Tribut. Sehen Sie diesen Film (ARTE) ich habe geweint.

Das ritualisierte Gedenken verschafft keine Erleichterung, es ist nicht mehr als eine leere Geste, eine Ablenkung von der Gegenwart – oder noch Schlimmeres.

Das Interview mit Henryk M. Broder:

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Nov. 2015 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau | 4 Kommentare

978-3-525-35120-8Im Ostberliner Bezirk Hohenschönhausen befand sich von 1951 bis 1989 das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Die Geheimpolizei ermittelte an diesem bis 1990 streng geheimen Ort gegen rund 11 000 politische Gegner und andere Personen, die für das SED-Regime von außerordentlicher Bedeutung waren. In Hohenschönhausen bündelten sich Verfahren gegen in Ungnade gefallene Politiker, Dissidenten und Bürgerrechtler. Daneben wurden hier auch zahlreiche NS-Täter und straffällige MfS-Mitarbeiter in Untersuchungshaft gehalten.

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Nov. 2015 | Allgemein, Buchempfehlungen | Kommentieren

vbb_Kreidolf_U1_300Der Kunsthistoriker Wilhelm Fraenger (1890–1964) verfolgte nach Studium und Assistentenzeit in Heidelberg keine klassische Universitätskarriere und wurde dennoch für Generationen von Kulturwissenschaftlern prägend – nicht nur durch sein wissenschaftliches Werk, sondern auch mit seinem Engagement bei der Bildung von Gesprächskreisen und Freundesnetzwerken. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er in Heidelberg „Die Gemeinschaft“, der unter anderen Carl Zuckmayer, Carlo Mierendorff und Theodor Haubach angehörten.

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Nov. 2015 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

image002-2Am Donnerstag, 5. November 2015, um 20 Uhr eröffnet Prof. Dr. Heribert Prantl in der Neuen Aula der Universität Heidelberg mit einer Benefizlesung aus seinem neuen Buch „Im Namen der Menschlichkeit“ (Ullstein Verlag) die „Heidelberger Flüchtlingsgespräche“.

In seinem Buch fordert Heribert Prantl einen kompletten Richtungswechsel in der europäischen Flüchtlingspolitik: Es sei an der Zeit „die Globalisierung der Gleichgültigkeit zu beenden“.

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Nov. 2015 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau | Kommentieren

Verdeckter Bürgerkrieg und Klassenkampf in Italien II
Die sechziger Jahre: Revolte und Strategie der Spannung

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Okt. 2015 | Buchempfehlungen | Kommentieren

1160007893»Der Kohlhof ist oberhalb Heidelbergs ein wunderbares Ausflugsziel. Die Fahrt hinauf durch den Wald ist aufregend schön. An dieser Natur und der Schönheit der Farben könnte ich mich betrinken. Das Grün und das Blau – einfach wunderbar.« Aus dem Vorwort zum Buch von Hilde Domin.

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Okt. 2015 | Heidelberg, Buchempfehlungen, InfoTicker aktuell, Senioren | Kommentieren
 Eberth, Michael EINHEIT Berliner Theatertagebücher 1991–96 344 Seiten 13,0 x 21,0 cm 2015 gebunden, Fadenheftung ISBN 978-3-89581-374-0 24,90 € / eBook 14,99 €


Michael Eberth
EINHEIT
Berliner Theatertagebücher 1991–96
344 Seiten
13,0 x 21,0 cm
2015
gebunden, Fadenheftung
ISBN 978-3-89581-374-0
24,90 € / eBook 14,99 €

Michael Eberth folgt 1990 dem Ruf Thomas Langhoffs als Chefdramaturg an das Berliner Deutsche Theater, das ehemalige Staatstheater der DDR. Langhoff, mit dem Eberth eine langjährige Arbeitsbeziehung verbindet, will einen Westdramaturgen an seinem Theater haben. Eberth ist gespannt auf das Neue – und stößt auf ihm menschlich, organisatorisch und vor allem künstlerisch fremde Strukturen, die ihn an den Rand der Verzweiflung treiben.

Bevor er das Theater verlässt, setzt er den Regiestudenten Thomas Ostermeier als Leiter der neuen Spielstätte »Baracke« ein und verfolgt mit Genugtuung, wie der junge Künstler sie in anderthalb Spielzeiten zum »Theater des Jahres« macht.

Eberths Tagebücher sind Dokument eines Verständigungsversuchs am Rande des Scheiterns, sind theatergeschichtliches Zeitzeugnis, geben teils haarsträubende Einblicke hinter die Kulissen des von Eitelkeiten und Wahn durchdrungenen Kunst- und Politikbetriebs der neuen Hauptstadt – und sind leidenschaftliches Plädoyer für eine alte und vermeintlich unzeitgemäße Kunst.

Der Sozialismus glaubte, für das Drama der Existenz Lösungen anbieten zu können. Das führte zu einer Schauspielerei, die sich im Besitz solcher Lösungen wähnte.

Okt. 2015 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

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