Erfolgreicher als die alten Parteien generieren die Rechtsausleger ihre Fans in sozialen Netzwerken. Sie setzen auf Angst und Wut. Manche meinen, der Wahlkampf sei langweilig gewesen. Johannes Hillje, der Autor des gerade  erschienenen Buches „PROPAGANDA 4.0 – Wie rechte Proaganda Politik macht“ (Dietz 2017, 14,90 Euro) hält das für kurzsichtig.

Denn der Wahlkampf tobt nicht nur in den Leitmedien, sondern auch in digitalen Parallelwelten. In den sozialen Netzwerken hat sich die AfD ihr eigenes Wahlvolk gezüchtet. Dieses Wahlvolk ist das Ergebnis einer gezielten Spaltung der Öffentlichkeit. Seine Mitglieder (haben) den Wahlausgang – in manchen Fällen zum ersten Mal – erheblich mit beeinflusst. Entscheidend nämlich für den Erfolg in sozialen Netzwerken sind nicht nur die reinen Fan- und Follower-Zahlen.

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Sep. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, €uropa | Kommentieren

Hannah Arendt lernte Walter Benjamin, den Cousin ihres ersten Ehemannes, in den Jahren der Emigration in Paris kennen und teilte als enge Freundin seine letzten Lebensjahre. Sie wurde Zeugin seiner unablässigen Arbeit, seiner Verzweiflung über seine finanzielle Lage und über seine Abhängigkeit vom Institut für Sozialforschung, das ihn von New York aus zu unterhalten suchte.

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Sep. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

coverDass Sergeant PJ Collins nicht dick ist, das stimmt; er ist nämlich fett. PJ gerät schnell ins Schwitzen und noch schneller aus der Puste, er hat in dem verschlafenen Kaff Duneen aber zum Glück auch nicht viel zu tun.  Das ändert sich, als bei Schachtarbeiten menschliche Überreste gefunden werden.

Im Dorf ahnen alle gleich, wessen Knochen das sein müssen: Tommy Burke, verschwunden vor zwanzig Jahren, genau an dem Tag, an dem sich seine Verlobte und seine Geliebte auf dem Marktplatz prügelten.
PJ geht daran, die Frauen zu befragen – beide immer noch unglücklich und ungeliebt.
Und begeht dabei einige schwer verzeihliche Fehler. Der aus Cork angereiste Detective Superintendant hält den Dorfsheriff sowieso für eine Niete.
Doch da irrt er sich.

 

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Aug. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

coverAuf eine spannende Zeitreise in Bildern entführt die neue Sonderveröffentlichung des Heidelberger Stadtarchivs mit dem Titel „„Heidelberg – Einst & Jetzt““ (Sutton Verlag, 2017). Für den neuen Bildband hat der Kunsthistoriker Dr. Christmut Präger aus dem 60.000 Aufnahmen umfassenden Archivbestand 55 historischer Aufnahmen ausgewählt, denen er aktuelle Farbfotos gegenüberstellt. Sie spiegeln die Veränderungen im Stadtbild und im Alltag der Bewohner wider. „Dass Heidelberg im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont wurde, heißt nicht, dass das Stadtbild über die Jahrzehnte unverändert blieb“, erklärt der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Peter Blum.

Die Gegenüberstellung der alten und neuen Aufnahmen dokumentiert gravierende städtebauliche Veränderungen, etwa am Bismarckplatz, am Adenauerplatz oder im Bereich der heutigen Bergbahn-Station.

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Aug. 2017 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren | Kommentieren

  Nida-Rümelin1 2Ob sich Julian Nida-Rümelin zu den Skandalen der Autobranche äußern möchte, darüber muss er –  der Ex-Minister, Philosoph und VW-Aktionär – nicht lange nachdenken.

Er erklärt, wie die Autobranche in den Ethik-GAU rutschte. Und warum er ihr beim Reinigungsbad helfen möchte:
„Passt thematisch bestens in die Zeit“. Im Gespräch wird schnell klar, warum.

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Juli 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Politik, Wirtschaft | Kommentieren

image001Voraussichtlich im Spätherbst  2017 erscheint  beim Stuttgarter VERRAI-Verlag das Büchlein
All Tags Tücken, Miseren und letzte Dinge – Eine Phänomenologie in Anekdoten

Aus der Feder des Heidelberger Kurztextschreibers Fritz Feder

Fritz Feder

Juli 2017 | Buchempfehlungen, Junge Rundschau, Senioren, Kurz-Text-Arena | Kommentieren

coverIn den Nachtstunden, sehr spät nach Abschluss des Tagwerks des Zeichners, Objektkünstlers und Malers Christian Adam, sind diese frechen, witzigen, erschreckenden und frivolen Handzeichnungen entstanden.

Es sind Karikaturen, Albtraumbilder, Skizzen voller erotischem Esprit, die mit übermütigem Schwung den Weg aufs Papier gefunden haben. Bevor der Sandmann zweimal klingelt, lässt der Künstler hier seinem lockeren Stift freien Lauf und hält die rasanten Ideen am Rockzipfel fest.

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Juli 2017 | Heidelberg, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

9783608983074-1Der mit 10.000 Euro dotierte Clemens Brentano Preis für Literatur der Stadt Heidelberg geht an Jan Snela. Er erhält den Preis für seinen Erzählband „Milchgesicht. Ein Bestiarium der Liebe“ (Klett-Cotta Verlag, 2016).

Der Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ist einer der wichtigen deutschen Literaturpreise.
Er wird seit 1993 jährlich im Wechsel in den Sparten Erzählung, Essay, Roman und Lyrik an deutschsprachige Autoren vergeben, die mit ihren Erstlingswerken bereits die Aufmerksamkeit der Kritiker und des Lesepublikums auf sich gelenkt haben.

Deutschlandweit einmalig ist, dass die Jury sowohl mit professionellen Literaturkritikern, als auch mit Studenten des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg besetzt ist.

 

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Juli 2017 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

coverNoch die traurigste Musik tröstet: Du bist nicht allein. Einer ist da, der sie spielt; eine leuchtende Geschichte vom Altwerden und Jungsein, vom Spiel und vom Ernst und von der Suche nach einem eigenen Ton: Für Marten ist der Friedhof der richtige Ort: Friedhöfe sind ruhig, gut ausgeschildert und bieten ausreichend Schatten. Schon als Kind hat er die Befürchtung, nicht in diese Welt zu passen – und als sich die Möglichkeit auf ein Dasein frei von Unwägbarkeiten bietet, greift er zu: Er wird Beerdigungstrompeter auf dem Nordfriedhof in München und spielt den Toten das letzte Lied. Als Marten die Bankkarte seines soeben zu Grabe getragenen Klassenkameraden Wilhelm findet, beginnt eine groteske Irrfahrt. Ohne eigenes Zutun wird er in einen Strudel merkwürdiger Ereignisse gezogen und lernt all das kennen, wovon er sich Zeit seines Lebens so mühsam ferngehalten hat: andere Menschen, Geld, Abenteuer, die Liebe.
Ein komischer und aber zugleich anrührender Roman über einen wundersamen Lebensverweigerer, der binnen eines Sommers das Abenteuer seines Lebens besteht.

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Juli 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

coverIngeborg Puppes Studienbuch führt kurz und prägnant
in die klassische und die moderne juristische Methodenlehre ein.

Es schult in der Kunst juristischer Argumentation,
indem es die korrekte Anwendung der Methoden auf konkrete Einzelfälle einübt.

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Juli 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Wissenschaft | Kommentieren

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