Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.

Hermann Hesse

Apr. 2017 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

coverJahrhundertelang wurde Frankreich vorgehalten, es ruiniere durch Amoral und Freizügigkeit, die es aus der Aufklärung erbte, seine Gesundheit. Während sich die Länder ringsum unter frommen Gedanken vermehrten, senkte sich im frivolen Hexagon die demografische Kurve. Drei Kriege, darunter zwei – dem hohen angelsächsischen, russischen und afrikanischen Blutzoll sei dank – gerade eben noch gewonnene Weltkriege, erschienen wie eine Anklage gegen Voltaire und die Freidenker: Rächte sich der Himmel?
Dergleichen Reden waren keinen Pfifferling wert, das Frankreich von heute verzeichnet die stärkste Geburtenrate in Europa, und dabei ist der Anteil seiner Ungläubigen nicht gesunken, sondern seine Nachbarn haben es eingeholt.
Die einst so unfromme Nation war nicht krank, sie erwies sich lediglich als ihrer Zeit voraus.

 

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Apr. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

is-3Die Zeit von Illusionen ist vorbei: Trotz massiver Proteste und Interventionen prominenter Autoren hat der ungarische Präsident János Ader am 10. April ein Gesetz unterzeichnet, das es der Regierung Orban erlaubt, die von George Soros gegründete Central European University zu schließen – mehr dazu etwa in der NZZ oder bei politico.eu.

Gerade hatten noch 80.000 Ungarn gegen die Schließung demonstriert, die Proteste gehen weiter.

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Apr. 2017 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude | Kommentieren

Konrad

Das „Antwortschreiben“ György Konrads an den Ministerpräsidenten Ungarns“, ein Dokument des kalten Zorns auf den „schädlichsten ungarischen Politiker“ seit der Wende, der sich erfrecht, die Central European University zu schließen, und sich nicht scheut, aus dem Phrasenarsenal des politischen Antisemitismus zu schöpfen;
Lesen sie hier die deutsche Überstzung des Schreibens:

 

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Apr. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Politik, Sapere aude | Kommentieren

coverUnsere gesamte Wirtschaftsordnung baut auf ewigem Wachstum auf – aber nun brauchen wir einen anderen Motor, sagt Tim Jackson. In seinem Standardwerk zur Wachstumsdebatte fordert der britische Ökonom nicht weniger als eine neue Wirtschaftsordnung, die auf einem anderen Wohlstandsbegriff beruht. »Dabei entzaubert er nicht nur den Mythos vom unbegrenzten Wachstum, er stellt ihm vielmehr das Konzept eines politischen Rahmenprogramms mit konkreten Reformvorschlägen gegenüber.
Ab dem 18. April 2017 ist Tim Jacksons vollständig überarbeitete Neuausgabe seines Klassikers „Wohlstand ohne Wachstum – das Update“ online auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung und des oekom-Verlages erhältlich. Mit diesem Buch, das im oekom-Verlag erscheint und von der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben wird, hat Tim Jackson eindrucksvoll nachgelegt:

 

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Apr. 2017 | Allgemein, Buchempfehlungen, Politik, Wirtschaft, Save the date | Kommentieren

Kitsch / PostkartenAlle stehn um dich herum:
Fotograf und Mutti
und ein Kasten, schwarz und stumm,
Felix, Tante Putti …
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
„Baby, lach mal!“ ruft Mama.
„Guck“, ruft Tante, „eiala!“
Aber du, mein kleiner Mann,
siehst dir die Gesellschaft an …
Na, und dann – was meinste?
Weinste.

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Apr. 2017 | Heidelberg, Allgemein, Junge Rundschau, Politik | Kommentieren

ProzessmodellMit den Zusammenhängen und Wechselwirkungen zwischen sozialen Prozessen und psychischer Gesundheit wird sich auf Einladung der Universität Heidelberg eine Gruppe herausragender junger Forscher in der Diskussion mit international renommierten Wissenschaftlern aus Latein- und Nordamerika sowie verschiedenen europäischen Ländern auseinandersetzen. Die 20 Doktorandinnen und Doktoranden sind Teilnehmer der Santander International Summer School mit dem Titel „Social Processes and Mental Health“, die die Ruperto Carola mit Förderung von Santander Universities veranstaltet. Kooperationspartner ist die Pontificia Universidad de Chile.

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Apr. 2017 | Heidelberg, Allgemein, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren
Marcus Pretzell und Frauke Petry haben einen Kollegen weniger. Michael Klonovsky (ganz weit rechts) bricht mit den beiden AfD-Politikern.

Marcus Pretzell und Frauke Petry haben einen Kollegen weniger. Michael Klonovsky (rechts) bricht mit den beiden AfD-Politikern.

AfD-Chefin Frauke Petry und ihr Medienberater Michael Klonovsky trennen sich. Der frühere „Focus“-Redakteur Klonovsky fordert die AfD-Mitglieder auf, Petry nicht länger zu unterstützen. Ihr Ehemann Marcus Pretzell sei „eine Hochstaplerfigur, ein unseriöser Mensch mit krankhaftem Drang zur Intrige“. Pretzell wolle die AfD mit Petry als Werkzeug erobern, Petry lasse sich blenden, behauptet der gescheiterte Spin-Doctor.

 

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Apr. 2017 | Allgemein | Kommentieren
PD Dr. Thomas Röske und Dr. Ingrid von Beyme (stellv. Leiterin) führen in die Geschichte der Sammlung ein.

PD Dr. Thomas Röske und Dr. Ingrid von Beyme (stellv. Leiterin) führen in die Geschichte der Sammlung ein.

„Etwas Besonderes von herausragender Qualität“ wollte Baden-Württembergs Kunst- und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer Staatssekretärin Petra Olschoswki in ihrer Heimatstadt Heidelberg zeigen. Ihr Weg führte sie am Mittwoch (12.4.2017) in die Sammlung Prinzhorn am Universitätsklinikum Heidelberg. Dort besichtigten sie die Ausstellung „Geistesfrische – Alfred Kubin und die Sammlung Prinzhorn“ und informierten sich über die Pläne zur Erweiterung der berühmten Sammlung am Universitätsklinikum. Beide waren begeistert von der Kunst Psychiatrie-Erfahrener und würden es begrüßen, wenn die Sammlung künftig ganzjährig ohne Umbaupausen öffnen und eine Dauerausstellung präsentieren kann.

 

 

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Apr. 2017 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

werner-pieper_krause-haare_frontcover_fin_Neugier war schon immer sein Motor. Und der Mut, Dinge anders zu machen, sein Motoröl. So absolvierte der 1948 geborene Werner Pieper zwar mit Bravour seine Kochlehre, merkte aber schnell, dass draußen ein ganz anderer Wind von Nöten war. Die ersten Festivals, die ersten psychedelischen Reisen, die Beschäftigung mit dem eigenen Bewusstsein, mit Umwelt und Ernährung, all das waren Themen, mit denen er sich auseinandersetzte und die er nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zugänglich machen wollte. Und weil es dazu keine Literatur gab, kümmerte er sich selbst darum. Das ist bis heute so geblieben: Wenn Werner Pieper eine Frage umtreibt, auf die der Vielleser keine befriedigende Antwort findet, trägt er selbst die Antworten dazu zusammen und macht ein Buch daraus. Als Verleger. Aus Autor. Als Herausgeber. Als Übersetzer. Seit gut fünf Jahrzehnten gibt es nun schon Werner Pieper and the Grüne Kraft.

 

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Apr. 2017 | Heidelberg, Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

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