
Ziel war, herauszufinden, wie viel die Menschen in Deutschland überhaupt noch bereit sind, für Qualitäts – journalismus zu zahlen.
Das Ergebnis ist für Medienhäuser ernüchternd.
Die Initiative Nachrichtaufklärung (INA) hat ihre Top 10 der vergessenen Nachrichten 2018 vorgestellt: Darin finden sich Geschichten, die Medien laut INA (wir haben recherchiert, dem ist so) vernachlässigt haben, aber dennoch besonders relevant sind. Auf dem ersten Platz ist das Thema „Inklusion in der Arbeitswelt“ gelandet. Außerdem in der Auswahl: Portugal überwindet Finanzkrise und die humanitäre Krise im Tschad.


Blick vom „Stelenfeld“ auf Höckes Haus. Ihn stört sowohl dieser Blick von Neugierigen auf sein Haus – wie aber halt auch der Blick von seinem Haus nach dort …
Das „Zentrum für politische Schönheit“ hat in der Nähe des Wohnhauses des AfD-Politikers Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal nachgebaut. Die Aktion wird als Kunst gefeiert, er-lebt aber auch von einigen Seiten Kritik.
Durch Gewalt und eine Flut von Klagen sollte das Mahnmal in Bornhagen im Nachbargarten des AfD-Rechtsaußens Björn Höcke verschwinden. Bislang vergeblich. Was die Bornhagener nicht ahnen: Die Finanzierung des Stelenfelds ist für sieben Jahre gesichert.
Und einen nicht anfechtbaren Mietvertrag für den Garten gibt es auch. Chapeau für diese Aktion!
Liebe und Ehe sind ein kompliziertes Geschäft. Die Bilanz ist oft nur mittelmäßig. Muss man es einfach nur häufiger versuchen? Oder gleichzeitig? Oder besser über die eigene Mutter nachdenken? Steckt in der „Ehefrau“ nicht von Anfang an die „Ehemalige“, das einzig authentische Überbleibsel jeder Ehe?
Wilhelm Genazino erzählt von einem philosophischen Helden, der beim verschärften Nachdenken jede Sicherheit verliert. Vielleicht muss der Mann die Probe aufs Exempel machen mit allen Frauen, die er im Leben kannte, und die Vergangenheit handfest bewältigen. Die Gelegenheit wird sich bieten.
Hintergrund der Freilassung ist offenbar, dass die Staatsanwaltschaft nun eine Anklageschrift gegen Yücel erhoben hat.
In der Anklage fordert die Behörde – so die Nachrichtenagentur Anadolu – 18 Jahre Haft. Das Gericht – so die Nachrichtenagentur weiter – habe die Anklageschrift angenommen und Yücel dann aus der Untersuchungshaft entlassen.
Zur Tagesordnung darf nun freilich nicht übergegangen werden!
Deniz Yücel sitzt heute seit genau einem Jahr ohne Anklageschrift in einem türkischen Gefängnis.
Während die „WELT“ zu diesem „Jahres -Tag“ (14. Februar) Mut machende Worte für ihren Korrespondenten, auf einer Doppelseite politische Gefangene „verschiedener Zeiten und Länder“, erzählen läßt, wie sie ihre Haft „erlebt und überlebt“ haben, setzt (à la bonne heure) das „Mediemagazin DWDL“ – siehe Erklärung links – heute die Berichterstattung aus.
Wir hingegen nehmen dies zum Anlaß, unseren Lesern seine in der „WELT“ am bereits veröffentlichte Rede zur Verleihung eines an ihn verliehenen Medienpreises im Wortlaut auch zur Kenntnis zu bringen; die Auszeichnung nahm seine Schwester Ilkay in Leipzig entgegen, die auch seine im türkischen Knast geschriebene Rede vortrug.
Derweil einige Bürger als Volk verkleidet die Karnevalstage feierten, spielte sich ein spannendes politisches Dramolet in Berlin ab. Richtig lustig hätte das Stück sein können, das Problem aber war und ist, dass wir alle von diesem Schmieren – Theater betroffen sind.
Und, sowohl wie aber: Ein Happy-End, das war nicht vorgesehen.
Schaun wir mal!
Meinungsbildung? Meinungsmache ?
Kritischer Journalismus !
Für uns ist das Ungehorsam,
ist Emanzipation und
Mündigkeit zugleich.
Erst einmal gelernt (jaja, ich habe auch ne Weile gebraucht), den Mund aufzutun, wird Diktat durch Diskurs blamiert. Kritischer Journalismus ist der Tod von Dogmen und ihren Verwaltungen; die Devisen der Aufklärung (und die der Rundschau) „sapere aude“ – „wage zu wissen“ und „de omnibus dubium est“ – „es ist alles in Zweifel zu ziehen“, haben – wunderbar – die Welt auf den Kopf gestellt.

Machen wir uns mal auf einiges gefaßt – Wie man Lügenpresse schreibt, das haben sie ja schon mal gelernt …
Die Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland will ab April ihre Kommunikation im Wesentlichen über einen eigenen „Newsroom“ steuern. Die Arbeitsweise des „Newsrooms“ werde der in journalistischen Redaktionen ähneln.
Die Rundschau wird da mal sehr genau hinhören und hinschauen. Versprochen!
AfD-Fraktionschefin Alice Weidel bezeichnete das Vorhaben „Selber Schreiben“ als „eine innovative Zeitenwende in der Bundesrepublik“.
Auf den, aber nur den ersten Blick, wirkt das Papier, als ob es nur völlig Selbstverständliches vorschlage. Es stammt vom Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung (ECTR), einer einflussreichen Nichtregierungsorganisation unter dem Vorsitz von Tony Blair, die praktische Empfehlungen für Regierungen und Organisationen in Fragen der Toleranz abgibt. Sie berät auch die Europäische Kommission und hat gerade die Endfassung eines Papiers vorgelegt, das ursprünglich gut gemeint hätte gewesen sein können. Bei genauerem Hinsehen jedoch beinhaltet es einen Toleranz-Zwang (wir hingegen empfehlen die Lektüre des Titels links im Bild), der das Ende jeglicher offen geäußerter Kritik bedeuten würde, sollte die Europäische Kommission eine darauf basierende Gesetzesvorlage einbringen, und diese vom EU-Parlament sowie vom Rat beschlossen werden:
Sogar Laien können unter zuhilfenahme einer App Gesichter von nicht nur Prominenten in Hardcore-Pornos zu montieren. Das erschreckend perfekte Ergebnis erschüttert die Glaubwürdigkeit von Bildern und Videos, womit das Jahr 2017 als Jahr der großen Lüge in die Geschichte eingegangen ist, eingegangen als das Jahr, in dem Alternativen zur Wirklichkeit von präsidialer Seite hoffähig gemacht wurden.