Die traurigen Zahlen sprechen für sich: Jeder 18. Flüchtling ist nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zwischen Januar und Juli 2018 auf der zentralen Mittelmeerroute ums Leben gekommen oder wird vermisst. Im Jahr 2018 sind bislang im Mittelmeer insgesamt mindestens 1.540 Personen verstorben oder verschollen, die Dunkelziffer dürfte diese Zahl noch deutlich erhöhen. Die Kapazitäten zur Rettung sind da: Europäische NGOs, darunter auch viele deutsche wie „Sea-Watch“ und „Sea-Eye“, harren im Mittelmeer aus, um endlich wieder ihren Rettungsaktivitäten nachgehen zu können. Dies wird verhindert von Politikern aus Italien, Malta, Deutschland und weiteren EU-Staaten. Bilder: Daniel Kubinski
Martin Kaul, Redakteur bei der taz, hat die Ereignisse in Chemnitz und nun in Köthen begleitet.
Seine neuesten Video-Reportagen bei Twitter haben knapp 100.000 Abrufe.
Der Reporter hat sich in diesem Feld als eigene Marke etabliert.
Im Interview spricht er über seine Erfahrungen in Sachsen-Anhalt
und warum Journalisten in diesen
Zeiten besonders
wenige Fehler machen sollten.
Die Regulierung der Finanzmärkte durch die EU war nur halbherzig – und wird unter Lobbydruck teilweise schon wieder aufgeweicht. Zehn Jahre nach dem Crash hat sich nicht viel geändert. Noch immer sind die Banken zu groß und zu vernetzt. Global stieg die Anzahl der systemrelevanten Banken von 29 auf 30 (hier). Fast drei Viertel der Gesamtvermögen (banking total assets) werden von den 35 größten Banken Europas gehalten (hier). Und 13 europäische Banken halten mehr als ein Viertel des Vermögens anderer Banken (hier) („cross holdings of assets between banks globally“). Entsprechend hoch ist die Ansteckungsgefahr zwischen den Banken.
Im Büro des Innenministers. Ein runder Tisch, Kaffeetassen, neben dem Schreibtisch des Ministers die deutsche und die EU-Flagge. Wir sprachen über die Sicherheitslage, über die Bedrohung durch islamistische Terroristen und Rechtsextremisten, über Migration und die AfD. Der Minister hörte unseren Fragen aufmerksam zu, antwortete differenziert und kenntnisreich, korrigierte sich, wenn er sich im ersten Moment bei einer Antwort nicht ganz sicher war, konnte ausführlich aus Berichten des Verfassungsschutzes und des Bundeskriminalamts zitieren, warf sich in die Bresche für alle Menschen, die die Sicherheit der Bürger jeden Tag verteidigen. Zwar verschwieg er kein Problem, aber er lamentierte auch nicht. (mehr …)
Die Lage hat viele Verursacher; sind es die Jobverlagerer, die ihre eigene Haut retten wollen, die Regierung, der es an handwerklicher Sorgfalt beim Formulieren der Gesetzestexte gebrach, oder (und) die Krisenverschärfer, in deren Augen Deutschland bereits Schauplatz einer gewaltigen Gerechtigkeitskatastrophe geworden ist, das Opfer der kapitalistischen Entzivilisierung?
Am heutigen Dienstag (4. September) haben Sahra Wagenknecht, Ludger Volmer (Grüne) und Simone Lange (SPD) die Bewegung „Aufstehen der Öffentlichkeit“ präsentiert. Mit dieser Bewegung wollen sie diejenigen sammeln, die sich von der Politik nicht mehr wahrgenommen fühlen und dem Land wieder „ein soziales Gesicht“ geben, wie es Wagenknecht nannte. Gleichzeitig wurde ein Gründungsaufruf publik gemacht (hier). Damit legt die Bewegung eine erste Problemanalyse vor und stellt erste Forderungen.
Der deutsche Journalismus muss sich entwickeln, fordert US-Forscher Jay Rosen. In der FAZ hat er die hiesige Presse kritisiert und mehrere Handlungsempfehlungen gegeben, wie deutsche Redaktionen die aktuelle Vertrauenskrise meistern können. Wir haben bei deutschen Online-Redaktionen nachgefragt, was sie von den Ratschlägen halten. Jay Rosens “Brief an deutsche Journalisten” geht auf 53 Interviews zurück, die er mit Journalisten hierzulande geführt hat. Dazu gehören neben Chefredakteuren, Reportern und Wissenschaftlern auch Institutionen wie der Presserat in Berlin oder das Aufsichtsgremium des Rundfunks Berlin-Brandenburg.
Soziale Medien beeinflussen das Weltgeschehen. Pro Minute entstehen 500 Stunden Videomaterial auf YouTube, 450.000 neue Tweets auf Twitter, 2,5 Millionen Posts auf Facebook. Doch wer entscheidet, was die Welt zu sehen bekommt? Auf den Philippinen arbeiten Zehntausende Content-Moderatoren, die Unmengen an Bildern sichten. Ihre Arbeit wirft Fragen von Zensur auf.
Es gibt eine gigantische Schattenindustrie digitaler Zensur in Manila, dem weltweit größten Standort für Content-Moderation. Dort löschen Zehntausende Menschen im Auftrag der großen Silicon-Valley-Konzerne belastende Fotos und Videos auf Facebook, YouTube, Twitter & Co. Komplexe Entscheidungen über Zensur oder Sichtbarkeit von Inhalten werden an die Content-Moderatoren abgegeben.
Avaaz.org hat sich zum Ziel gesetzt, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. („Avaaz“ bedeutet „Stimme“ oder „Lied“ in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.
Gerade hat Avaaz die langfristige Erneuerung der Glyphosat-Lizenz verhindert, Monsoanto schießt mit geballtem Dollareinsatz zurück. Wir möchten Ihnen die an uns gesendete Mail, diesen Hilferuf von Avaaz hier im Original zur Kenntnis geben:



