Massenhafte Veröffentlichung angeblich von Politikern und Journalisten stammende Daten, sorgt für Aufregung. Betroffen seien alle im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD.
Auch Daten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Jan Böhmermann oder Musikstars wie dem Rapper Materia, der Band KIZ oder von Sido sind offenbar in dem Leak zu finden.
Der Hintergrund ist derzeit noch unklar.

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Jan. 2019 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Zeitgeschehen | Kommentieren

Steht – wie von vielen Besserwissern derzeit behauptet – der Fall Relotius wirklich für zynischen Journalismus, ist das journalistische Fehlverhalten eines jungen Mannes, welches dieser Tage aufgedeckt wurde, wirklich jene alleinstehende Einzeltat, als die sie jetzt dargestellt wird, das ist auch immer noch alles andere, als geklärt. „Erschüttert“ seien sie, so lamentieren seine früheren Förderer. Damit sollten es aber weder „Der Spiegel“ – noch „der Journalismus im Allgemeinen“ – bewenden lassen. Der Vorfall sollte, nein muß – wie immer mal wieder – Anlass sein, grundsätzlich über die Wirkungsweise und die Macht des Journalismus nachzudenken.
Lassen wir den Neurowissenschaftler, Psychiater und Sachbuchautor (Bild) Prof. Dr. Joachim Bauer zu Wort kommen:

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Jan. 2019 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

Der Papiercontainer wartet schon …

Journalisten sollten keine Geschichten nach Hause bringen, die – wie „im Fall Claas Relotius“ –
larger than life seien:
Zu allererst nämlich haben Journalisten keine Künstler zu sein, sondern eher ordentliche Handwerker.
Zweitens: Sie müssen der Wahrheit dienen und nicht dem eigenen Ruhm.
Drittens: Sie haben eine Aufgabe. Sie sind die von Karl Kraus sogenannten ‚Kehrichtsammler der Tatsachenwelt‘, die dokumentieren, nachfragen und zweifeln. Daraus entstehen dann zwar keine Texte wie Discokugeln, die nach allen Seiten glitzern. Aber dem Ansehen des Journalismus und der Aufgabe, die er in der Gesellschaft hat, hilft die solide Geschichte mehr als Texte, die zu schön sind, um wahr zu sein. Aufgerollt und aufgelesen: (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen, Was sonst noch geschah | 1 Kommentar

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das aus der unbefleckten Maria entsprungene Jesulein in den Stall und aus dem Stall in unsere Wohnzimmer. Im weiteren Verlauf geben  (in allen Dritten Glotzenprogrammen)  uns die Ehre: Miss Sophie und James. Sylvester allemal lieber ohne anderes Knallzeug, denn ohne diese Beiden … Wie immer wird James sie mit der vollendeten Höflichkeit eines in ihren Diensten alt gewordenen Butlers zu Tische geleiten. Wie immmer wird Miss Sophie ihre abwesenden, aber von James galant vertretenen alten Freunde – Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und vor allem ihren «sehr lieben» Mr. Winterbottom – zu ihrer Tafelrunde begrüssen. James serviert und leert stellvertretend für das Quartett deren Gläser und wie in den vergangenen Jahren wird er Mal für Mal über den ausgestopften Tigerkopf stolpern. (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Zeitgeschehen, Was sonst noch geschah, €uropa | 2 Kommentare

Helmut Gollwitzer (links) im Gespräch mit dem Berliner Bürgermeister Heinrich Albertz (November 1967)

Helmut Gollwitzer wäre heute, am 29. Dezember 2018, hundertundzehn Jahre alt geworden. Ich habe ihn – 20jährig – 1963 auf dem Hohen Meißner kennengelernt – seine Rede auf diesem jugendbewegten Treffen im Anschluss an Erinnerungen …
Kann ein Christ Kommunist sein? Entschieden nein, sagte (1951) Helmut Gollwitzer. Der evangelische Pfarrer war zwei Jahre zuvor aus Russland zurückgekehrt, Hunderttausende Leser ließen sich von seinem Buch „… und führen, wohin du nicht willst“, in dem er die Erfahrungen seiner Kriegsgefangenschaft zusammenfasste, berühren. Jahre später begann sein messerscharfes Urteil zu wanken. Gollwitzer, nach einer Zwischenstation in Bonn seit 1957 Professor für Systematische Theologie an der Freien Universität (FU) Berlin, unterstützte in den unruhigen Jahren nach 1968 die Pfarrer und Vikare, die sich für die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und deren „Friedenspolitik“ engagierten.

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Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren, Zeitgeschehen, €uropa | Kommentieren

Islamisten in Bangladesch verbrennen die Puppe eines Bloggers während eines Generalstreiks im Februar

Sie glauben nicht an Gott oder Allah und wollen frei von religiösen Vorschriften leben: atheistische Asylbewerber. Nicht nur in ihrer Heimat werden sie bedroht und ermordet. Auch hierzulande sind sie vor Verfolgung nicht sicher.“Neulich habe ich auf meiner Facebook-Seite an einem einzigen Tag 4500 Todesdrohungen bekommen“, sagt er. Damit nicht genug: Munshis Name steht mittlerweile auf einer sogenannten „Global Hit List“, auf der die Namen von geflüchteten Bengalen im Ausland verzeichnet sind, die umgebracht werden sollen. In Bangladesch stand sein Name auf der Todesliste. Nachdem fünf seiner Freunde und Mitstreiter ermordet worden waren, warnten die Behörden den Blogger: „Wir können nichts mehr für Dich tun.“ 2015 musste Mahmudul Haque Munshi sein Land verlassen.

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Dez. 2018 | Allgemein, In vino veritas, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

Für vier Tage trifft sich die Hackerszene in Leipzig auf dem Messegelände

Ende Dezember hält der Chaos Computer Club der vernetzen Gesellschaft traditionell den Spiegel vor: Vom heutigen Donnerstag an versammeln sich rund 16.000 Besucher auf dem Jahreskongress der Hacker, der wie im Vorjahr in Leipzig stattfindet.

Der Chaos Communication Congress geht bis Sonntag, geboten werden mehr als 160 Vorträge und Workshop.

 

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Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Zeitgeschehen | Kommentieren

Bittere Wahrheiten: Der „Spiegel“ stellt (Links unten) 23 Seiten des neuen Hefts frei ins Netz – und widmet sich – mea culpa – ausführlich und durchaus selbstkritisch dem Fall (Bild) Relotius. Wer – das meinen wir zur Sache – sich als Journalist heute hinstellt und meint: „Das hätte mir nicht passieren können, diesen Claas Relotius nicht enttarnt zu haben und solche Märchen ins Blatt zu nehmen“, geht an der Realität vorbei. Die sieht beim Spiegel so aus, dass Dokumentare alle Beiträge akribisch überprüfen; wenn nun also Susanne Beyer und Dirk Kurbjuweit in der Spiegelrubrik „Hausmitteilung“ schreiben, „der Spiegel muß sich überlegen, wie er Recherchen noch genauer kontrollieren könne“, (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Abschied vom Dienst: Matthias Brandt als Hanns von Meuffels in Christian Petzolds „Polizeiruf“-Krimi „Tatorte“ (Bild: BR)

Am kommenden Sonntag nimmt mit der von Christian Petzold geschriebenen und inszenierten „Polizeiruf 110“-Episode „Tatorte“ der von Matthias Brandt verkörperte TV-Ermittler Hanns von Meuffels und damit einer der interessantesten Fernsehkommissare nach sieben Dienstjahren und 15 TV-Filmen seinen Abschied. Die Meuffels-Filme waren ein Autoren- und Regie-Format, eingekauft wurden große Namen wie unter anderem Dominik Graf, Hermine Huntgeburth, Leander Haußmann, Jan Bonny, Hendrik Handloegten und eben Christian Petzold.  Sowohl die Autoren wie auch Regisseure und Brandt selbst konnten sich kreativ austoben wie ein Zehner auf dem Fußballplatz. (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Zeitgeschehen | Kommentieren

In der politischen Öffentlichkeit findet zunehmend ein wichtiger, aber lange selbst in Fachkreisen selten thematisierter Umstand Beachtung: Bei der Vergabe von Krediten verleihen Banken nicht von anderen Gespartes – sie schöpfen Guthaben aus dem Nichts. Das durch einen Kreditantrag bewilligte Geld wird niemandem weggenommen, sondern von der Bank zu diesem Zweck auf Knopfdruck erzeugt. Geldschöpfung ist ein Buchungsvorgang, mehr nicht.

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Dez. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Sapere aude, Wirtschaft, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

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