Wir leben in einer sozialen Megamaschine. Die Menschen unterwerfen sich in arbeitsteiligen Gesellschaften einem Regelwerk, um ein höheres Ziel zu erreichen. Solche Megamaschinen existieren bereits seit vielen Jahrhunderten. Nur sie waren in der Lage, die Pyramiden der Antike oder die Kathedralen des Mittelalters zu erbauen. Voraussetzung dafür war ein Algorithmus, der (totalitär) über die Fähigkeiten des Individuums verfügte. Der Beitrag einzelner Personen zu den Grossprojekten war marginal – sie waren der algorithmischen Macht völlig unterworfen. Innerhalb der normativ wirkenden Megamaschine ist das Individuum austauschbar. Wenn es Wenn-dann-Anweisungen nicht Folge leistet, hat das Sanktionen zur Folge – typischerweise den Ausschluss aus dem Projekt und dem sozialen Gefüge.
Am Dienstag, 6. Oktober 2020, ist Herbert Feuerstein im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Erftstadt verstorben. Komisch und nachdenklich, absurd und manchmal todernst. Der Kabarettist und Autor Herbert Feuerstein prägte die deutsche Humor-Kultur – etwa in der Sendung „Schmidteinander“. Er sah die Dinge immer ein wenig anders und ließ das Publikum daran teilhaben.







