Halbe-Halbe: = Ohne Rücksich auf – Eignung. Der Journalist*Innen-Verein ProQuote Medien will sich mit seinem einst ausgegebenen Ziel nicht mehr zufriedengeben und erhöht die Messlatte. Vor fünf Jahren hatten die Medienfrauen 30 % weibliche Führungskräfte in allen Redaktionen bis 2017 gefordert, nun sollen es 50 % werden. Das bisherige Ziel von 30 % haben bisher nur „Zeit“ (36,4 %), „Spiegel“ (34,7 %) und „Bild“ (32,2 %) erfüllt. „Süddeutsche“ (19,6 %) und „FAZ“ (13,9 %) lägen „beschämend“ darunter, bei Regionalzeitungen verharre der Anteil der Führungsfrauen gar bei „mageren 5 %“.
Die kurzfristige Abstimmung zur „Ehe für Alle“ war möglich geworden, nachdem der Rechtsausschuss in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf aus dem Bundesrat gebilligt hatte – mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken. Bei der namentlichen Abstimmung am Freitag war der Fraktionszwang aufgehoben, die Abgeordneten also nur ihrem Gewissen verpflichtet. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Christine Lambrecht, sprach von einem „Meilenstein in Bezug auf Gleichberechtigung.
Zahlreiche Nutzer bei Twitter sind (links) empört und aufgebracht über einen Gastbeitrag in der FAZ zur Ehe für alleDie FAZ veröffentlichte zum Thema Ehe für alle am heutigen Freitag einen Gastbeitrag des homosexuellen Philosophen Johannes Gabriel. Dieser lehnt die Ehe für alle ab und bezeichnet sie als „Selbstverrat“ an der schwulen Community. Außerdem stellt er in den Raum, dass Kinder homosexueller Paare einem höheren Missbrauchsrisiko ausgesetzt sein könnten. Der Beitrag zog einen veritablen Shitstorm nach sich.
Wenn eine der feministischen Theologie durchaus eher geneigte Wissenschaftlerin (Elisabeth Gössmann) befürchtet, dass die gesamte feministische Theologie durch die in großen Teilen nicht gelungene Neue Bibelübersetzung „Bibel in gerechter Sprache“ in Misskredit gebracht werde, muss man auf starken Tobak gefaßt sein. Hier hat der Leser es mit einer (stark gewöhnungsbedürftigen) Bibelauslegung und keiner Bibel zu tun.
Zu monieren sind „häufige Ideologisierungen und die oft unmotiverte Einbeziehung der weiblichen Person, auch wenn dies inhaltlich gar nicht angebracht ist, die protestantische Färbung des Projekts sowie eine zu beobachtende „Vergewaltigung der deutschen Sprache“.
Eines konnte man der „Bild“ noch nie vorwerfen: Dass sie irgendjemanden kalt lässt. Die meisten Menschen in Deutschland haben eine Meinung zur „Bild“. Viele eine schlechte, denn Boulevard-Journalismus gilt als unethische, voyeuristisch, niederträchtig. Interessant allerdings, dass die gedruckte „Bild“ und deren Online-Auftritte angesichts eines solch schlechten Rufes immer noch dermaßen viele Leser haben.
Ein Widerspruch, den Kritiker gerne damit erklären, dass dieses Land eben genauso bigott sei wie die Zeitung mit den knalligen Überschriften. Freunde der „Bild“ halten sie deshalb für die wahre Stimme des Volkes.
Lass dich nicht erschrecken davon,
dass du dein Wissen dem Tod
eines anderen verdankst!
Lobe lieber unseren Schöpfer dafür,
dass er unserem Verstand solch eine vortreffliche Auffassungsgabe verlieh!
Leonardo da Vinci (1452–1519) Italienischer Maler,
Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph.
Ab dem 28. September d. J. wird – nachdem das in Berlin verschiedener Gründe wegen (beinahe) nicht geklappt hat – auch ein „Körperweltenmuseum“ im Heidelberger „Alten Hallenbad“ beheimatet sein. Was Wunder wird das von einigen Heidelbergern polarisiert.
Die Datenschutz- und Grundrechteorganisation Digitalcourage hat Strafanzeige gegen die Deutsche Post AG und Real SB-Warenhaus GmbH erstattet. In bislang 40 Real-Märkten und 40 Filialen der Deutschen Post wird seit Herbst 2016 ein System der Echion AG getestet, mit dem das Verhalten von Kunden analysiert wird. Die Post will ihren Versuch auf insgesamt 100 Filialen ausweiten. Werbedisplays im Kassenbereich filmen die Kundschaft. Dabei werden die Gesichter und biometrische Daten von Kunden kurzzeitig gespeichert und automatisch analysiert.
Wie der Armutsbericht des Paritätischen zeigt, nimmt die Armutsrisikoquote bei Rentnern und Pensionären schneller zu als in der Gesamtbevölkerung. Ein Ende dessen ist nicht absehbar. Im Gegenteil etwickeln sich Rentner zu einer Bevölkerungsgruppe mit besonders ausgeprägtem Armutsrisiko, wie der Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands und weiterer Verbände zeigt. Vor zwölf Jahren war die Armutsrisikoquote bei Rentnern und Pensionären mit 10,7 Prozent noch deutlich niedriger
Mein einziges Motiv liegt darin, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, was in ihrem Namen getan wird und gegen sie eingesetzt wird. Die amerikanische Regierung hat in einer Verschwörung mit ihren Satellitenstaaten, insbesondere mit den Five Eyes – Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland –, der Welt ein System geheimer, alles durchdringender Überwachung aufgezwungen, vor dem es kein Entrinnen mehr gibt. Sie schützen ihre inländischen Systeme, indem sie den Bürgern durch Geheimhaltung und Lügen jeglichen Einblick verwehren, und wappnen sich gegen öffentliche Empörung infolge eventueller Datenlecks, indem sie in übertriebener Weise geltend machen, sie könnten den von ihnen Beherrschten andernfalls nur noch einen eingeschränkten Schutz bieten. […]
Unternehmen und Verbände haben den im Bundestag vertretenen Parteien im Jahr 2015 fast 11 Mio. Euro an Spenden gezahlt, wie die Transparenzorganisation abgeordnetenwatch am Freitag berichtet. Der überwiegende Teil davon war bislang unbekannt und wurde erst am Donnerstag öffentlich, als die Bundestagsverwaltung die Spenderlisten ins Netz stellte. Zu den Geldgebern gehören Autokonzerne wie Daimler, die Versicherungsindustrie und die Tabaklobby.
abgeordnetenwatch-Geschäftsführer Gregor Hackmack kritisierte die bestehenden Transparenzpflichten als vollkommen unzureichend. „Konzerne und Lobbyverbände haben den Parteien Millionensummen zukommen lassen, die jahrelang unentdeckt bleiben konnten. Dies ist nicht länger hinnehmbar,“ so Hackmack. „Die Öffentlichkeit muss bei solchen Spenden unmittelbar informiert werden und nicht erst nach Jahren. Denn so kann niemand wirkungsvoll prüfen, ob eine Großspende im zeitlichen Zusammenhang mit einer politischen Entscheidungen steht.“
