Das Sonnenblumenhaus, der Mob, hunderte Rechtsextreme, die die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber attackierten. Und Polizisten, die tatenlos zuschauten. Es sind Bilder, die man nicht vergisst. Tagelang berichtete das Fernsehen im August 1992 live über die rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen. Man konnte dabei zusehen, wie verängstigte Flüchtlinge mit Bussen evakuiert wurden. Auch danach löste sich die tobende Menge nicht auf, sondern wandte sich dem nächsten Angriffsziel zu, einem Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter. Als die Rechtsextremen das Haus anzündeten, zog die Polizei ab und lieferte die Bewohner den Angreifern aus. Es grenzte an ein Wunder, dass es keine Toten gab.
Finanzkrise vor 10 Jahren. Mitverantwortlich dafür sind Topbanker wie Josef Ackermann. Doch dass es so weit kommen konnte, liegt auch am Versagen der Eliten, etwa der Zentrale der Deutschen Bank? Das ist einer der aggressivsten Spieler im globalen Finanzmonopoly!Es war geradezu hellsichtig: Am 26. August 2004 stand im britischen „Economist“ ein Artikel mit der Überschrift „A giant hedge fund“. Darin beschrieb der damalige Frankfurt-Korrespondent David Shirreff die Deutsche Bank als einen kolossalen Spekulanten, der sich in einer skrupellosen und mitunter sogar illegalen Jagd nach Rendite immer weiter von seinem Heimatmarkt und seinen Kunden entfernt. Und das alles zum Nutzen einer ebenso kleinen wie hochbezahlten Truppe von Investmentbankern.








