Die beiden Männer, die an diesem Morgen aus dem Hochhaus Berliner Straße 14 in Gladbeck treten, tragen blaue Overalls. Sie sehen aus wie zwei Monteure auf dem Weg zur Arbeit. Doch unter ihren Blaumännern verbergen sie Waffen. Im Gürtel des einen steckt eine Selbstladepistole Modell Colt Government, Kaliber neun Millimeter Luger, unter dem Hosenbund des anderen ein Trommelrevolver, Typ Highway Patrolman, Kaliber .357 Magnum. Und in der grauen Plastiktasche, die sie dabeihaben, befinden sich 350 Schuss Munition. Es ist Dienstag, der 16. August 1988, Viertel nach sieben. Die Republik erwacht mit Nachrichten über einen Hormonskandal in deutschen Mastbetrieben, mit Meldungen über streikende Bergarbeiter
Gerstenanbau und Bierbrauen sind zwei alte, weltweit verbreitete Traditionen, dennoch – möglicherweise haben ja die Partentamtler*Innen zuviel „SchmirBier“ von den beiden „begünstigten“ Brauereien nicht nur bekommen, sondern auch getrunken. Wieund was da auch immer gelaufen sein mag: Das Europäische Patentamt jedenfalls hat den beiden Bierherstellern Heineken und Carlsberg Patente auf konventionell gezüchtete Braugerste erteilt. Diese Patente – das muss man sich auf der Zunge vergehen lassen – sprechen nun diesen beiden Unternehmen Verfügungsrecht über die Gerste zu – vom Samen bis zum fertigen Bier. Dass dabei das Patentamt mit diesen Patenten gegen geltendes EU-Recht verstößt, ist eine Sache. Dass es aber zudem – auch dies muss vermutet werden dürfen –
Der Verfassungsschutz hat gerade seinen Bericht für 2017 vorgelegt. Der größte Aufreger ist gleichzeitig die größte Schein-Nachricht: Im Vorjahr zählten die Verfassungsschützer noch 10.000 Reichsbürger, jetzt schon 16.500. Kriechen die Rechten also wieder erstarkt aus dem Gulli? Nein, die Szene ist schon lange wieder stark, jedoch kann der Geheimdinst bei solchen Bildern (rechts) gar nicht mehr nicht nicht hinschauen – weil ihm nämlich gerade mächtig auf die Finger geschaut wird. Dennoch habe man nach eigener Auskunft „noch immer kein volles Bild der Szene“:

Meinungsbildung?
Meinungsmache?
Kritischer Journalismus?
Für uns ist das Ungehorsam!
Ist Emanzipation und
Mündigkeit zugleich!
Erst einmal (jaja, hab schon ne Weile gebraucht) gelernt, den Mund aufzutun, wird Diktat durch Diskurs blamiert. Kritischer Journalismus ist der Tod von Dogmen und ihren Verwaltungen, die Devisen der Aufklärung (und die der Rundschau) „sapere aude“ – „wage zu wissen“ – und „de omnibus dubium est“ – „es ist alles in Zweifel zu ziehen“ – haben die Welt auf den Kopf gestellt.

Donald Trump macht, was Putin ihm sagt? Wenn ja – und es scheint dezidiert so zu sein – soll die Welt dies alles wissen und verstehen, bevor es zu spät ist … Trumps Geschäfte gingen in den neunziger Jahren so oft bankrott, dass zahlreiche offizielle Banken ihm keine Kredite mehr gewährten. So wandte er sich an fragwürdige russische Oligarchen – Putins mächtige Freunde, mit der Bitte, ihm seine Projekte zu finanzieren und – nach dem Prinzip, eine Hand wäscht die andere – Geld so zu waschen. Das war und wird auch weiterhin ein großer Teil von Trumps Geschäften sein:
Trump ist – und bleibt es leider erst recht auch als Präsident – ein russischer Geldwäscher.

Europa wird zusehends wieder zu einem Kontinent der Grenzen und der Lager, die die Flüchtlinge an Teilhabe hindern sollen, schreibt der Kameruner Philosoph Achille Mbembe in einem Artikel für die südafrikanische Zeitung Mail and Guardian, den die taz übersetzt hat und den wir im Original übernehmen: Das System sei, „sie in Objekte zu verwandeln, die man deportieren, an jeder Bewegung hindern, ja zerstören kann. Dieser Krieg, der darauf abzielt, sie zu jagen, zu fangen, zusammenzutreiben, ihre Fälle zu bearbeiten, sie zu separieren und zu deportieren, hat am Ende nur ein Ziel. Es besteht nicht darin, Europa abzuschotten, es in eine uneinnehmbare Festung zu verwandeln, sondern darin, Europa allein das Privileg der globalen Besitznahme und ungehinderten Bewegungsfreiheit zu sichern – auch wenn wir eigentlich alle die gleichen Anrechte auf diesen Planeten haben.“
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Wer in den Urlaub fährt, ist gut beraten, sich im voraus über die jeweiligen Verkehrsregeln zu informieren. Wer nämlich diese missachtet, dem drohen mitunter erhebliche Geldbußen. Besonders zu schnelles Fahren und Trunkenheit am Steuer haben empfindliche Strafen zur Folge. Die höchsten Geldstrafen für zu schnelles Fahren erwarten Verkehrssünder in der Schweiz, Italien, den Niederlanden und in Skandinavien.
Bereits im August könnte die Pestizidmischung auf den Markt kommen. Fordern Sie jetzt Agrarministerin Klöckner und Umweltministerin Schulze auf, das zu verhindern! Bayer-Monsanto ist auf Bienenjagd. Gerade erst hat die EU drei Neonikotinotide verboten, weil sie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge töten. Jetzt legt der Chemiegigant einfach mit der nächsten Pestizidmischung nach – wieder ist sie tödlich für Bienen. Sie wirkt besonders perfide.
Acht der Opfer des NSU trugen türkische Namen, eines einen griechischen, eines einen deutschen. Fatma Aydemir stellt in der taz einen Tag nach dem Urteil gegen Beate Zschäpe die Fragen, die bis heute Scham auslösen: „Wie kann es sein, dass bei solch einer Namensliste die Behörden all die Jahre nicht auf die Idee kamen, im rechten Milieu zu ermitteln? Wieso gingen die Ermittlungen streng in Richtung des eigenen Umfelds und ins Drogenmilieu? Rassismus ist ein Problem, das sich immerzu reproduziert, indem es unsichtbar gemacht wird.“

