Demoaufruf: Ein Europa für alle – Eure Stimme gegen Nationalismus
Am 19. Mai finden in vielen deutschen Städten Demonstrationen unter dem Motto „Ein Europa für alle – deine Stimme gegen Nationalismus“ [1] statt. Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und im Gegensatz dazu Nationalismus stark machen. Ihr Ziel ist es, mit weit mehr Abgeordneten als bisher ins Europaparlament einzuziehen. Wir alle sind gefragt, den Vormarsch der Nationalisten zu verhindern! (mehr …)
Dass Mitarbeiterjahresgespräche oft Humbug sind, wusste schon Bernd Stromberg. Und die Ergebnisse einer Studie des Personaldienstleisters Randstad geben ihm recht. Und zeigen, was sich ändern muss. „Beliebtheit ist ja auch überschätzt.
Als Chef kannst du gar nicht immer beliebt sein. Ausgeschlossen. Jedenfalls nicht zu Lebzeiten.“ Diese, im Film vom Seriencharakter Bernd Stromberg, kundgetane Weisheit aus dem Büroalltag nehmen zumindest in Deutschland offensichtlich noch immer zu viele Vorgesetzte wörtlich. (mehr …)
Nicht nur wer an der Supermarktkasse steht, weiß: Plastiktüten sind Teufelszeug. Doch der beliebte Baumwollbeutel ist nicht in jedem Fall besser. Im Gegenteil – seine Ökobilanz ist noch viel übler. Entscheidend ist etwas ganz anderes. Lange gehörte sie zum Alltag dazu, sie war zuverlässig, haltbar und billig. Doch seit einigen Jahren ist die Plastiktüte der Bösewicht unter den Einkaufstaschen. Vor allem, wenn man an vermüllte Strände denkt, an Wale, die an ihnen ersticken, an (Bild) Plastikinseln im Pazifik. 2016 verpflichteten sich viele deutsche Unternehmen, keine Plastiktüten mehr umsonst abzugeben – seitdem ist der Verbrauch dramatisch gesunken.
Zwar verzeichnet die für ein Glyphosat-Gutachten verantwortliche Behörde seit einem gerichtlichen (Bild: Plattform) Veröffentlichungsverbot bereits 23.000 Anträge auf Herausgabe. Aber trotz dieser Antragszahlen in fünfstelliger Höhe will das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ein Gutachten zu den Auswirkungen des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat weiterhin nicht im Netz veröffentlichen. Vielmehr sollen die Anträge wohl einzeln bearbeitet werden. (mehr …)
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit am 3. Mai erinnert Reporter ohne Grenzen (ROG) insbesondere an das Schicksal der Journalisten in der Türkei. Immer noch sitzen dort mehr als 100 Medienschaffende im Gefängnis, zahlreiche Reporter stehen wegen absurder Terrorvorwürfe vor Gericht.
Dem langjährigen ROG-Türkei-Korrespondenten Erol Önderoglu etwa drohen wegen angeblicher Terrorpropaganda bis zu vierzehneinhalb Jahre Haft. Ein Urteil könnte Mitte Juli fallen.
Ein Interview von „heute journal“-Moderator Claus Kleber mit einer der Autorin der „Mitte-Studie“ schlug am Wochenende hohe Wellen. Die Redaktion hatte Nachfragen aus dem gesendeten Interview geschnitten, aus Zeitgründen, wie es hieß. Kleber verbreitete das komplette Interview danach via Twitter.
Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich Vorbehalte gegen Asylsuchende unter Deutschen verstärken. „heute journal“-Redaktionsleiter Wulf Schmiese weist Kritik an den Kürzungen zurück – wir bringen Wulf Schmieses Einlassung im Wortlaut:
Die weltweite Klimaschutz-Diskussion wird am 22. und 23. Mai 2019 mit einem öffentlichen Begleitprogramm in Heidelberg geführt: An diesen beiden Tagen ist die Stadt Gastgeber der internationalen Klimaschutzkonferenz ICCA2019. Veranstalter sind das Bundesumweltministerium, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Heidelberg.
Die Konferenz vereint Städte, Regionen und Regierungen auf Augenhöhe. Das gemeinsame Ziel ist es, durch verstärktes Zusammenwirken den Klimaschutz auf allen drei Ebenen voranzubringen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Potentiale aller lokalen Projekte gelegt. (mehr …)
Mit großer Bestürzung mußten wir vor einer Woche vom Tod der nordirischen Journalistin Lyra McKee zur Kenntnis nehmen. Sie hatte über die Karfreitagsunruhen berichtet und war dabei durch einen Schuss so schwer verletzt worden, dass sie wenig später starb. Der Fall zeigt: Journalisten leben gefährlich, wenn sie sich für die Wahrheit einsetzen und als Augenzeugen berichten wollen.
Und dies nicht nur in Ländern wie Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan, wo die Rechte von Medienschaffenden schon seit Langem mit Füßen getreten werden. Unsere neue Rangliste der Pressefreiheit 2019 zeigt: Besonders in Ländern, in denen Journalisten bislang weitgehend sicher ihrer Arbeit nachgehen konnten, hat sich die Situation verschlechtert. (mehr …)
Wer am Mittwoch (23. 04.) die Hauptausgabe der „Tagesschau“ sah oder tags drauf die Bild-Zeitung sieht, könnte wettermäßig in Panik geraten. „Wetterdienst warnt vor Dürresommer“, meldete die ARD-Nachrichtensendung. Die Bild übergeigte komplett mit der Schlagzeile: „Meteorologen sicher! Sahara-Sommer mit Mega-Dürre droht.
Unter anderem auch Greenpeace verbreitete das apokalyptische Szenario.
Dies alles sei frei erfunden, erregt sich der Wetterexperte Jörg Kachelmann im Media-Interview.
Ist da der Teufel am Werk? Papst Franziskus jedenfalls spricht oft vom personifizierten Bösen, zuletzt angesichts der massenhaften (tja, dann)
Fälle sexueller Gewalt in der Kirche.
Diese Rede ist anschaulich und naheliegend, aber nicht ganz unproblematisch (Bild: Die Versuchung Christi, Pacher-Altar in St. Wolfgang (1471–1479). Von allen Seiten schreit die Not der Welt uns an: die Not des Krieges und der brutalen Gewalt; die Not der sozialen Ungerechtigkeit, der Armut und des Hungers; die Not der Krankheit, die Not des Zweifels, der Anfechtung und der Enttäuschung. Aber letztlich findet sich auf dem Grund aller dieser Nöte eine Not: die Not des Bösen, des Bösen in der Welt und des Bösen in unseren eigenen Herzen.“ Fünfzig Jahre ist es her, dass der liberale Alttestamentler Herbert Haag (1915–2001) diese Sätze geschrieben hat. Sie stehen am Anfang seiner kleinen, aber wichtigen Schrift
„Abschied vom Teufel. Vom christlichen Umgang mit dem Bösen“.


