Ein provokantes Buch! Da hatten wir uns schon bescheinigt, in der »Aufarbeitung« der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft geradezu Vorbildliches geleistet zu haben. Da hatten wir uns in der Gewißheit gewiegt, der Holocaust sei mittlerweile nicht nur in all seinen Dimensionen erforscht, sondern auch fest im öffentlichen Bewußtsein verankert. Und in Heidelbgerg habe es keine Arisierungsgewinnler gegeben … (mehr …)
Legalisierter Raub
Unmittelbar nach der Deportationen der Juden – im Oktober 1940 von Heidelberg in das Konzentrationslager Gurs/Südfrankreich, – wurden deren zurückbleibendes Eigentum vom NS-Staat enteignet, versteigert und verkauft. (mehr …)
Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stellt Reporter ohne Grenzen (ROG) die neue Liste der größten „Feinde der Pressefreiheit“ vor. Den Titel verdienen in diesem Jahr 38 Staats- und Regierungschefs, Könige, paramilitärische Gruppen, kriminelle Netzwerke und extremistische Organisationen. (mehr …)
Es sind mittlerweile viele zigmilliarden Euro, die seit der Ausrufung der ersten deutschen Republik im Jahr 1919 an die beiden großen christlichen Kirchen gezahlt wurden. Eigentlich als Übergangsregelung gedacht, bis die Zahlungen aus vordemokratischen Zeiten endgültig eingestellt werden und die Kirchen sich aus der Kirchensteuer finanzieren, (mehr …)
Amt, das war ursprünglich einmal die nachträgliche Bestätigung einer vorhandenen Begabung (Charisma). Das hat sich, in der Kirche zumal, längst geändert. Hier ist ein System von Über- und Unter-Ordnung im Amtsgefüge entstanden, das jedem seinen eigenen Spielraum garantiert. (mehr …)
Der Cheftheoretiker des kommunikativen Handelns, Jürgen Habermas, und der Vorsitzende der katholischen Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, saßen am 19. Januar 2004 auf einem Podium der Katholischen Akademie Bayern in München und sprachen über „Vorpolitische Grundlagen eines freiheitlichen Staates“. In der Presse war anschließend von einem „Gespräch“, von einem „Dialog“ die Rede. Auch im Vorwort des dieses Ereignis dokumentierenden Bandes spricht der Herausgeber Florian Schuller, Chef der Katholischen Akademie Bayern, von „Gespräch“ und „Dialog“. Es mag damals in München dazu gekommen sein. Zu lesen gibt es jetzt kein Gespräch, keinen Dialog, sondern – was Wunder – zwei Vorträge. (mehr …)
„Was sollte man einem Menschen antworten, der einem sagt, er gehorche lieber Gott als den Menschen, und der sich infolgedessen sicher ist, den Himmel zu verdienen, wenn er einen erdrosselt?“ (Voltaire)
„Kolonialismus und Sklaverei haben im Westen ein Gefühl der Schuld hinterlassen, das dazu verführt, andere Kulturen einfach immer ganz wunderbar zu finden. Diese Haltung ist denkfaul, wenn nicht rassistisch.“ (Ayaan Hirsi Ali)
Durstigere als sowohl jene, die sich als demnächstige „Politiker“ als Mappusnachfolger, Minister und Landtagsabgeordnete in Stuttgart wieder- und einfinden werden, durstigere weintrinkende Wasserprediger als d i e Grünen finden sich in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft wahrlich beinahe nirgendwo. Und, alledem zum Trotz ist alles schlimmer und verlogener gepredigt und nun auch geworden, als wir auch nur zu denken gewagt haben: (mehr …)
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg steht vor der Tür, und wir dürfen uns, uns tröstend getrost damit beschäftigen, dass man wirklich nicht alles wollen könne, was man vorgeblich haben kann. Gibt uns diese Wahl, geben uns Wahlen überhaupt irgendeine Freiheit? Handlungsfreiheit etwa, als Tun- und Lassenkönnen, was man will? Was aber eben leider dann doch nicht gerade schon die Willensfreiheit einschließen würde – als Wollenkönnen, was man will. Dennoch: Gehen S i e zur Wahl. W i r hingegen versuchen Ihnen im Folgenden (versprochen), Ihr Kreuz mit dem Kreuz noch schwerer zu machen, als es ohnehin – zu sein scheint! Und (Überraschung?) eine Wahlempfehlung haben wir auch für Sie … (mehr …)
Der baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus hat vor der Atom-Katastrophe in Japan vehement versucht, sich als Pro-Atom-Politiker zu profilieren. Und wenn es dabei ehrlich zugeht, muss das auch sein dürfen. Heute aber (mehr …)
