„Das ist ärgerlich“ – die Bundesregierung verliert in der Causa Deniz Yücel offenbar langsam (zu langsam meinen nicht nur wir) die Geduld mit Ankara. Immer noch fehle ein Kontakt zu dem inhaftierten Korrespondenten. Dabei hatte Premier Yildirim genau das Kanzlerin Merkel versprochen. Aber: Auch zwei Wochen nach der Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel in Istanbul hat die deutsche Botschaft keinen direkten Kontakt zu ihm.
Geheimoperationen und Erpressungen
Auf Druck der EU-Troika überführt das griechische Parlament die zwei grössten Wasserwerke des Landes in den von Gläubigern kontrollierten Superfond zur Privatisierung. Wird Griechenland der Wasserprivatisierung nicht zustimmen, werden die nächsten Kredite einfach nicht ausgezahlt. Das würde Griechenland definitiv das Genick brechen.

Guy Stern ist im Jahr 2017 95 Jahre alt. Wenige Tage nach dem d-day vor 73 Jahren fanden es „Die Richie Boys“ noch beinahe lustig, mit einer erbeuteten Fahne des verhassten Hitler-Regimes, das sie in die Emigration trieb, vor der Kamera zu posieren, wir hoffen dies Bild wird nicht indiziert.
Sie hießen Werner Angress, Fritz Ehrlich, Günther Stern, Si Lewen, Klaus Mann, Hans Habe, Stefan Heym oder Georg Kreisler. Blutjung, oftmals noch nicht einmal zwanzig Jahre alt, flohen sie vor den Nazis in die USA und fanden dort eine neue Heimat. Obschon sie – wie alle Flüchtlinge nach dem Kriegseintritt Amerikas 1941 – als „Enemy Aliens“, als feindliche Ausländer galten, hatte das Pentagon das Potential der jungen Exil-Elite rasch erkannt. Was sie einte, war der Haß auf Hitler. „Ich wollte den Faschismus bekämpfen, Hitler musste besiegt werden“, erinnert sich Günther Stern. Niemand kannte den Feind, seine psychologische Befindlichkeit und Sprache besser als die deutschen und österreichischen Exilanten, unter denen sich viele Juden befanden.
In den Bergen Marylands wurden sie in Camp Ritchie, einer Schule für Propaganda, Aufklärung und psychologische Kriegsführung, ausgebildet. In amerikanischer Uniform kehrten sie nach dem D-Day im Juni 1944 schließlich nach Europa zurück.
Wissen Sie, dass die Zahl der Linux-Nutzer kontinuierlich steigt und immer weniger Nutzer Lust auf Windows haben? Verwunderlich ist das nicht. Schließlich arbeitet Microsoft schon seit Jahren daran, auch seine treuesten Kunden zum Wahnsinn zu treiben.
Wikileaks hat tausende Dokumente und Dateien veröffentlicht, in denen die Spionagepraktiken der CIA aufgedeckt werden sollen. Dem Fundus zufolge schnüffelt die CIA auch von Frankfurt aus. Einmal mehr brisantes Material ist am Dienstagnachmittag auf der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht worden. Unter dem Namen „Vault 7“ wurden ingesamt 8.761 Dokumente und Dateien zur Verfügung gestellt, in denen es unter anderem um Spionage- und Hacking-Taktiken der CIA geht, wie Spiegel Online berichtet. Die Quelle des Materials ist, wie in solchen Fällen üblich, anonym.
Im Anschluss an eine internationale Delegationsreise zur Pressefreiheit in der Türkei vom 7. Februar bis 2. März 2017, äußern sechs Pressefreiheitsorganisationen ernsthafte Bedenken zu Medienfreiheit und der Achtung der Menschenrechte vor Ort und warnen davor, dass die Demokratie im Land gefährdet ist.
Wenn immer mehr Menschen glauben, Politik werde über ihre Köpfe hinweg gemacht und sei ihrem Einfluss entzogen – ist das ein populistischer Trugschluss? Oder ist der Eindruck der Bürger, sie seien entmachtet, womöglich zutreffend?
Soviel Sprengstoff diese Fragen bergen, so analytisch-nüchtern geht der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim in seiner Systemdiagnose vor. Er belegt: Die Parteienherrschaft hat eine neue Qualität erreicht. Hinter der demokratischen Fassade haben die Parteien einen Machtapparat installiert, der der Volkssouveränität Hohn spricht und absolutistische Züge trägt.
Arnim deckt auf, welcher Mittel und Methoden sich die politische Klasse bedient, um die Regeln zu ihrem eigenen Vorteil umzugestalten. Parteienherrschaft und Willkür wirksam zu begrenzen ist dringend geboten!
Bei seiner Rede zur 34. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats am 27. Februar 17 in Genf verurteilte Präsident Mahmoud Abbas das israelische „Normalisierungsgesetz“, welches völkerrechtswidrige Siedlungen nachträglich legalisieren soll, als „höchst gefährlichen Präzedenzfall“. Er rief die internationale Staatengemeinschaft zum unbedingten Zurückweisen dieses Vorhabens auf, (was wir auch tun!) um die illegale Enteignung palästinensischen Landes zu verhindern.

… seine Zeit? Ja, aber: Das Wort sie sollen lassen stahn!
Luther in aller Munde: Die UNESCO City of Literature Heidelberg zeigt Sprach-schöpfungen des deutschen Reformators in der interaktiven Ausstellung „Aufs Maul geschaut“ zum 500. Reformations-jubiläum vom 25. Februar bis 26. März 2017 in der Heiliggeistkirche.
Martin Luther ist zurzeit in aller Munde – und das kann man durchaus wörtlich nehmen. Viele Wörter und Redewendungen, die Luther vor 500 Jahren in seinen Schriften, vor allem in seiner Übersetzung der Bibel, gebraucht hat, sind in unseren täglichen Sprachgebrauch übergegangen: Wendungen wie „Alles hat seine Zeit“, „Buch mit sieben Siegeln“ oder „Aufs Maul geschaut“.
Brennende Kreuze, weiße Masken und lodernde Fackeln verortet man gewöhnlich nicht zuerst in Deutschland. Doch dass die ›Kapuzenmänner‹ auch hier massiv präsent sind, dokumentieren die beiden Autoren umfassend und eindrucksvoll.
Eine mehrjährige Recherche, Gespräche mit Aussteigern und Aktiven, verdeckt gedrehte Videos, geheime Dokumente von Polizei und Geheimdienst und unzählige Unterlagen des Bundesamtes für Verfassungsschutz bilden die Grundlagen des ersten Buches über aktuelle Tendenzen und die Geschichte des Ku-Klux-Klan in Deutschland.