Der Deutsche Presserat und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Holger Stahlknecht sind sich einig, dass Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs grundsätzlich einen Anspruchauf Schutz durch die Polizei haben. Auf einer Plenumssitzung des Presserats am 19.09.2018 sagte Stahlknecht:
Der Deutsche Presserat und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz Holger Stahlknecht sind sich einig, dass Journalisten bei der Ausübung ihres Berufs grundsätzlich einen Anspruchauf Schutz durch die Polizei haben. Auf einer Plenumssitzung des Presserats am 19.09.2018 sagte Stahlknecht:Anders als die Presse haben Bürger grundsätzlich keinen Anspruch auf Herausgabe anonymisierter Gerichtsentscheidungen. So hat es der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs auf Antrag des Bürgerrechtlers Patrick Breyer am 20. Juni 2018 entschieden und erst jetzt bekannt gegeben (Az. 5 AR (Vs) 112/17). Dies gelte selbst dann, wenn eine Entscheidung der amtlichen Publikationspflicht unterliege. Ob sich aus Informationsfreiheitsrecht ein Einsichtsrecht ergebe, ließen die Richter offen.[1]
Anhand zahlreicher Beispiele entlarvt der Philosoph Hubert Schleichert – wienerisch charmant, witzig, geistvoll und bissig – die rhetorischen und argumentativen Tricks von Politikern, Dogmatikern und Fundamentalisten jeder Couleur. Er zeigt, wie man die Schwachstellen ihrer Diskussionsweisen und Weltanschauungen nutzt, um in Streitgesprächen gut zu bestehen.
Ein leicht verständlicher Grundkurs in Logik und Argumentation, ein wahres Lesevergnügen. Selten über Fundamentalisten so gelacht – und (klammheimlich) an die AfD gedacht.
Wenn es ein kleines Buch im Paperback-Format in 15 Jahren zu so vielen Auflagen bringt, muss davon ausgegangen werden dürfen, dass der Autor den Nervus Rerum, einen „Nerv der Zeit“ getroffen hat.
Schleicherts Darstellung ist so anregend und bestechend, dass Sie nachgerade Lust darauf bekommen werden, die Argumente eines Gegners frühzeitig zu durchschauen und sie mit der ganzen logischen Kompetenz eines klaren Verstandes zu unterlaufen.
Was ist es, dass Hubert Schleicherts philosophische Expedition durch die Fundamentalismen der Menschenzeit so viel Interesse hervorruft? Aktualität gewiss. Es weht aber auch ein sehr feiner subversiver Zugang durch das Buch – und stellt sich in erfrischender Weise gegen Dogmen aller Art.
Ein im besten Sinne aufklärerisches Buch, ein Lesevergnügen in Logik und Argumentationskunst.
In erstaunlicher Parallelität sind die Öffentlichkeiten weltweit durch das Gift des Populismus zugleich aufgestört und gelähmt worden. Das Phänomen der Konjunkturen kannte die Geschichte ja schon lange zuvor – eine der Fragen des Jahres 2018 lautet sicher: Warum gab es überall ein 1968, obwohl die Voraussetzungen in den einzelnen Ländern doch denkbar unterschiedlich waren? Was verband Mexiko und die ČSSR , China und Frankreich, Japan und die USA außer der Tatsache, dass die Jugend gegen die Alten rebellierte? Was verbindet heute die Philippinen mit Polen, Venezuela mit Ungarn, die USA mit der Türkei? Überall Populisten und Autokraten, gleichgeschaltete Staatsmedien, willfährige Privatmedien, vereinzelte Mutige im Gefängnis oder Exil und die Entfesselung im Netz.
Versuchte man in einigen Jahren nachzuvollziehen, wie eigentlich die Dämme brachen, wie die rechten Verdrehungen und Verschwörungsvermutungen, ihre Verachtung und ihre Mems ihren Weg in das Herz der seriösen, bürgerlichen Presse fanden, dann sollte unbedingt ein Artikel von Stefan Aust zum umfangreichen Anschauungsmaterial gehören. Er ist am Freitag online und am Montag in der gedruckten „Welt“ erschienen. Er war ganz außerordentlich erfolgreich, weil er ganz außerordentlich anschlussfähig ist für die rechte und rechtsradikale Szene. Selbst eine Internetseite wie „Jouwatch“, die sich der rechten Hetze gegen etablierte Medien verschrieben hat, hat ihn ausdrücklich empfohlen.
Heute, am Donnerstagmittag, landete Recep Tayyip Erdogan zum Staatsbesuch in Berlin Tegel. Während der türkische Staatspräsident aus der Regierungsmaschine in seine Limousine stieg, fuhren vor dem Flughaften in Berlin Reporter ohne Grenzen (RoG) mit einem Plakatwagen vor. Die Organisation protestierte mit dem Slogan: „Erdogan landet in Berlin, Journalisten im Gefängnis“.
Mit ihrem Auftritt in Tegel nutzte die Nichtregierungsorganisation die Aufmerksamkeit rund um den dreitätigen Besuch des Präsidenten, um auf die besorgniserregenden Entwicklungen speziell für Journalisten in der Türkei aufmerksam zu machen.
Die drei Regierungspartner, die sich nur zusammengerauft haben, weil am Ende eines langen Sondierungsgeschachers keine andere Option übrig blieb, stürzen sich von einem Streit in den nächsten, fahren sich gegenseitig in die Parade, stellen sich Ultimaten, sprechen nicht nur hinter, sondern auch vor den Kameras abfällig übereinander. Die Abneigung zwischen Schwarzen, Tiefschwarzen und Roten ist mittlerweile deart überdimensioniert, dass jeder noch so tumbe Anlass sofort zu einer Koalitionskrise eskaliert. In den anderen nicht nur europäischen Hauptstädten schütteln sie die Köpfe darüber, wie beinahe unwirklich instabil das wirtschaftlich prosperierende Land in der Mitte des Kontinents geworden ist.
Das konnten Sie heute morgen – vor dem Treffen der „Koalitionspartner“ heute nachmittag – in der Rundschau lesen. Nach diesem Treffen, das nicht zu dem Ergebnis kam, welches die Mehrheit der Bürger dieses Landes deutlich erwartet haben, wurde Maaßen zwar seines Amtes enthoben, aber gleichzeitig als Staatssekretär mit einer Aufstockung von 30.000 € p. a. zum Staatssekretär gemacht. Wir wollen das nicht mit der Frage belasten, wer da was über wen wusste und das zu veröffentlichen gedroht hat, oder und so weiter. Kommentieren können wir das, sprachlos was uns selten passiert, nur noch mit diesem bananenrepublikanischen Bundesadler … …
Verehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Bundesregierung,
ich bin in großer Sorge um das Land und die Bevölkerung. Die Stimmung auf der Straße wird zunehmend bedrohlicher. Mich erreichen täglich dutzende Nachrichten von Menschen, die in Deutschland aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Herkunft herabwürdigend behandelt werden. Frau Bundeskanzlerin, mir schreiben Menschen, die auf der Straße beleidigt werden, weil sie eine andere Hautfarbe haben, ich lese von Moscheen und Synagogen, die beschmiert, von Friedhöfen die geschändet werden, mir schreiben Menschen, die bei Behörden schikaniert werden,
Seit einigen Wochen gilt auch hierzulande ein neues, europaweit vereinheitlichtes Datenschutzrecht. Diese EU-Datenschutzreform hat einige blinde Flecken, die Vereinheitlichung aller Regeln nämlich ist vielfach nur mit viel Schwammigkeit und Rechtsunsicherheit gelungen – und, was Wunder liegt dies alles dezidiert durchaus im Interesse der Datenindustrie. Unter Innenminister de Maizière haben nun sowohl Deutschland wie ebenso die einzelnen Bundesländer vorhandene Umsetzungsspielräume vorwiegend zum Abbau statt zur Stärkung des Datenschutzes genutzt.
Der Chef der Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim ist so etwas wie der oberste Demoskop der Republik. Mit seinem Institut befragt er die Bürger nach ihren politischen Neigungen, ergründet ihre Wünsche und Nöte. Merkel und ihre Leute vertrauen ihm, weshalb sie nicht nur Wahlkampfstrategien, sondern häufig auch konkrete Entscheidungen nach seinen Empfehlungen ausrichten. Eine Mehrheit der Deutschen hat nichts gegen die Abschaffung der Wehrpflicht? Dann lasst es uns tun! Den meisten Bundesbürgern geht es so gut wie nie zuvor? Dann lasst uns alle Probleme verdrängen und verkünden, dass wir in Deutschland gut und gerne leben!



