Der IT-Experte und Blogger F. von L. (Name ist der Redaktion bekannt) hält den aktuellen Datenskandal, bei dem persönliche Informationen von zahlreichen Prominenten und Politikern veröffentlicht wurden, nicht für einen Betriebsunfall, sondern für ein Symptom eines Systemversagens. Die Politik habe die Probleme mit dem gerade bekannt gewordenen Daten – missbrauch jahrezehntelang selbst herbeigeführt. Politiker seien hier nicht Opfer, sondern Täter. Fragen. Und Antworten:

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Jan. 2019 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen, Was sonst noch geschah | Kommentieren

Mit dem derzeitigen Merkel’schen Mantra (frei nach Kungfutse: „Lun Yu. Gespräche“) des Gucken-wir-Mals (nicht so genau hin) und des Sollen-sich-doch-erst-mal-die-Anderen-Bewegens können wir uns künftig nicht retten. Seit dem 1. Januar sitzt Deutschland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Deutsche Diplomaten sagen: Das ist gerade jetzt eine historische Gelegenheit, die Zeitläufe mitzugestalten und sich weltweit für Multilateralismus, Pluralismus und Demokratie einzusetzen. Aus dem Berliner Regierungsviertel ist zu hören, dass die Bundeskanzlerin nun, auf den letzten Metern ihrer Amtszeit, bereit ist, vehementer für diese Werte einzutreten. (mehr …)

Jan. 2019 | Allgemein, Gesundheit, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Senioren, Wirtschaft | Kommentieren

Massenhafte Veröffentlichung angeblich von Politikern und Journalisten stammende Daten, sorgt für Aufregung. Betroffen seien alle im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD.
Auch Daten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Jan Böhmermann oder Musikstars wie dem Rapper Materia, der Band KIZ oder von Sido sind offenbar in dem Leak zu finden.
Der Hintergrund ist derzeit noch unklar.

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Jan. 2019 | Allgemein, Junge Rundschau, Politik, Zeitgeschehen | Kommentieren

Steht – wie von vielen Besserwissern derzeit behauptet – der Fall Relotius wirklich für zynischen Journalismus, ist das journalistische Fehlverhalten eines jungen Mannes, welches dieser Tage aufgedeckt wurde, wirklich jene alleinstehende Einzeltat, als die sie jetzt dargestellt wird, das ist auch immer noch alles andere, als geklärt. „Erschüttert“ seien sie, so lamentieren seine früheren Förderer. Damit sollten es aber weder „Der Spiegel“ – noch „der Journalismus im Allgemeinen“ – bewenden lassen. Der Vorfall sollte, nein muß – wie immer mal wieder – Anlass sein, grundsätzlich über die Wirkungsweise und die Macht des Journalismus nachzudenken.
Lassen wir den Neurowissenschaftler, Psychiater und Sachbuchautor (Bild) Prof. Dr. Joachim Bauer zu Wort kommen:

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Jan. 2019 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

Der Papiercontainer wartet schon …

Journalisten sollten keine Geschichten nach Hause bringen, die – wie „im Fall Claas Relotius“ –
larger than life seien:
Zu allererst nämlich haben Journalisten keine Künstler zu sein, sondern eher ordentliche Handwerker.
Zweitens: Sie müssen der Wahrheit dienen und nicht dem eigenen Ruhm.
Drittens: Sie haben eine Aufgabe. Sie sind die von Karl Kraus sogenannten ‚Kehrichtsammler der Tatsachenwelt‘, die dokumentieren, nachfragen und zweifeln. Daraus entstehen dann zwar keine Texte wie Discokugeln, die nach allen Seiten glitzern. Aber dem Ansehen des Journalismus und der Aufgabe, die er in der Gesellschaft hat, hilft die solide Geschichte mehr als Texte, die zu schön sind, um wahr zu sein. Aufgerollt und aufgelesen: (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen, Was sonst noch geschah | 1 Kommentar

Islamisten in Bangladesch verbrennen die Puppe eines Bloggers während eines Generalstreiks im Februar

Sie glauben nicht an Gott oder Allah und wollen frei von religiösen Vorschriften leben: atheistische Asylbewerber. Nicht nur in ihrer Heimat werden sie bedroht und ermordet. Auch hierzulande sind sie vor Verfolgung nicht sicher.“Neulich habe ich auf meiner Facebook-Seite an einem einzigen Tag 4500 Todesdrohungen bekommen“, sagt er. Damit nicht genug: Munshis Name steht mittlerweile auf einer sogenannten „Global Hit List“, auf der die Namen von geflüchteten Bengalen im Ausland verzeichnet sind, die umgebracht werden sollen. In Bangladesch stand sein Name auf der Todesliste. Nachdem fünf seiner Freunde und Mitstreiter ermordet worden waren, warnten die Behörden den Blogger: „Wir können nichts mehr für Dich tun.“ 2015 musste Mahmudul Haque Munshi sein Land verlassen.

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Dez. 2018 | Allgemein, In vino veritas, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | 1 Kommentar

Es ist ja (nicht nur alle Jahre wieder) nicht nur uns Unheiligen nichts heilig: Auch die vergleichenden Religionswissenschaften machen sich Gedanken, die – geht es etwa um die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria – sich mit jenem Vorkommnis beschäftigen, das eine dem Christentum (seien wir doch mal ehrlich) entfremdete Welt zu Weihnachten feiert und mit dem unsere abendländische Zeitrechnung beginnt.

Keine wertfreie Kalenderweisheit ist es, sondern immerhin die Menschwerdung Gottes, bei der die Geschichte von vorn zu zählen beginnt. In der antiken Mythologie war die Jungfrauengeburt zwar eine alltägliche Sache – aber auch in d(ies)er Realität: Vor Gott Vater gab es Gott Mutter, die Erdgöttin.

 

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Dez. 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Gesundheit, In vino veritas, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Politik | Kommentieren
Gegen Ende des zweiten Jahres der Epoche Donald Trump ist die Lage im Land der unbegrenzten Möglichkeiten dramatisch. Nun mag zwar – das sei eingeräumt – dramatisch in Leitartikeln über Donald Trump ein inflationärer Begriff sein, aber:

Er ist nicht stark genug. Der Superlativ, der all das Gefährliche, Deprimierende, Zerstörerische fasst, so ein Superlativ – ihn damit „zu ehren“ – müßte erst noch erfunden werden.

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Dez. 2018 | Allgemein, In vino veritas, Politik, Sapere aude, Theater | Kommentieren

Bittere Wahrheiten: Der „Spiegel“ stellt (Links unten) 23 Seiten des neuen Hefts frei ins Netz – und widmet sich – mea culpa – ausführlich und durchaus selbstkritisch dem Fall (Bild) Relotius. Wer – das meinen wir zur Sache – sich als Journalist heute hinstellt und meint: „Das hätte mir nicht passieren können, diesen Claas Relotius nicht enttarnt zu haben und solche Märchen ins Blatt zu nehmen“, geht an der Realität vorbei. Die sieht beim Spiegel so aus, dass Dokumentare alle Beiträge akribisch überprüfen; wenn nun also Susanne Beyer und Dirk Kurbjuweit in der Spiegelrubrik „Hausmitteilung“ schreiben, „der Spiegel muß sich überlegen, wie er Recherchen noch genauer kontrollieren könne“, (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Gibt man sich hierzulande als Vertreter einer strengen Sparpolitik, kann man – als Pokitiker zumal – in der Beliebtheitsskala weit oben stehen. Von Fall zu Fall ist der Bundesfinanzminister ein solcher: Er wolle, so hat es Olaf Scholz einer Zeitung erklärt, mit dem Vorurteil aufräumen, wonach man entweder linke Politik und Schulden machen könne oder konservative Politik und einen ordentlichen Haushalt. Ein Roter macht auf schwarze Null – sparen nämlich gilt in Deutschland als Tugend. (mehr …)

Dez. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Politik, Sapere aude, Wirtschaft | Kommentieren

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