Diese Geschichte erzählt uns weniger Schnurren, denn ein Zukunftsideal: 1516 wird in der flämischen Universitätsstadt Löwen ein Buch gedruckt, das wie kaum ein anderes Werk das Denken ganzer Epochen beeinflusst hat. Der Roman »Utopia« des englischen Humanisten, Staatsmanns und Heiligen Thomas Moore, auch Morus genannt, der – wie das ja zu Zeiten für Utopisten nicht unüblich war – 1535 unter König Heinrich VIII. hingerichtet wurde, begründete eine europäische Denktradition, die noch immer lebendig ist. Zugleich war es die Geburtsstunde eines neuen Begriffs, der kontroverser nicht hätte sein können. Unter Utopie wird heute landläufig die Idee eines bestimmten gesellschaftlichen Idealzustands verstanden, der in den Augen seiner Anhänger nicht nur wünschenswert, sondern auch erreichbar ist. Am Beginn stand jedoch ein anderer Ansatz. Schauen wir fünf Jahrhunderte zurück, offenbart sich die wechselvolle Geschichte der Utopie als die Geschichte eines großen Missverständnisses. Vorweg: Thomas Morus war – im heutigen Sinne jedenfalls – kein Utopist. (mehr …)
Die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts in Deutschland am 12. November 1918 ist der Aufruf „An das Deutsche Volk“ vom Rat der Volksbeauftragten. Am 9. November 1918 hatten sich die Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands (MSPD) und die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) auf die Bildung eines „entscheidenden Kabinetts“ geeinigt, das die Regierungsgeschäfte bis zum Zusammentritt einer noch zu wählenden Nationalversammlung führen sollte. Am Ende dieses Beitrags finden sie Informationen über eine Ausstellung im Landratsamt Heidelberg. (mehr …)
Oder aber, der türkische Diktator Recep Tayyip Erdogan meint mit dem von ihm oft und gern zitierten „Nationalem Willen“ solche ihm gefällige Situationen, in welchen das Wahlvolk für seine Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) stimmt. Fällt das Ergebnis – was Wunder – nicht zu seinen Gunsten aus, zählt der „nationale Wille“ wenig bis gar nicht. Einmal mehr mußten das heute jene Kurden erfahren, die in vielen Gegenden im Südosten des Landes traditionell nicht die AKP, sondern mehrheitlich die prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) wählen. In den drei Grossstädten Diyarbakir, Mardin und Van setzte das Innenministerium heute, am Montag, 19. August die gewählten Bürgermeister ab. Den Volksvertretern wird von der „Regierung“ Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorgeworfen. (mehr …)
Unter dem Motto „Gut beraten ins Lehramt“ werden die Universität Heidelberg und die Pädagogische Hochschule Heidelberg unter dem Dach der Heidelberg School of Education (HSE) die bestehenden Beratungs- und Assessment-Formate für Studierende der lehramtsbezogenen Bachelorstudiengänge ausbauen und weiterentwickeln. Geplant ist, von der Studieneingangsphase bis zum Übergang in den Master of Education über alle Studienabschnitte hinweg ein fortlaufendes und zusammenhängendes Beratungs- und Begleitangebot zu schaffen. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium fördert das Konzept – ein Verbundantrag der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg– über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 400.000 Euro.
Donald Trump und Boris Johnson – was steckt hinter Narzissten und warum sind sie als politische Führer für Mehrheiten attraktiv? Wie wir werden, wer wir sind – und was das für die Politik, unsere Gesellschaft und deren Zukunft bedeutet: Der Neurowissenschaftler Joachim Bauer über neueste Erkenntnisse der Hirnforschung und deren soziopolitische Relevanz.
In Zeiten grassierender Ichbezogenheit und gesellschaftlicher Strömungen, die Selbstbehauptung durch Abgrenzung gegenüber anderen forcieren, vermittelt Joachim Bauer ein klares Bild davon, wie wir werden, wie wir sind. Und er erklärt, warum wir diesen Weg der Selbstwerdung nur gemeinsam mit anderen finden können.
Welches psychologische Muster steckt hinter den Narzissten, die in vielen Ländern die politische Bühne für sich reklamieren, ob in den USA, in Italien, Brasilien und ganz aktuell mit Boris Johnson auch in England? (mehr …)
das jedenfalls zeigt der Jahresbericht 2018 der Organisation „Reporter ohne Grenzen“: Auch im Jahr 2018 stand die unabhängige Presse unter Druck – selbst in Mitgliedstaaten der Europäischen Union wie Polen und Ungarn. Autoritäre Regierungen versuchen, Kontrolle über die Medien zu erlangen. Gezielte Diffamierungen, Hetze und Drohungen erzeugen ein Klima, in dem auch Gewalt gegen kritische Journalisten zunehmend als „legitim“ erscheint. (mehr …)
Am 1. September sind Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg, am 27. Oktober in Thüringen. Die aktuellen Wahlprognosen deuten auf ein starkes Abschneiden der rechtsradikalen und reaktionären Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) hin.
Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg zieht die AfD möglicherweise als stärkste Fraktion in den Landtag ein. Diese Gefahr für die Demokratie dürfen wir nicht unterschätzen. Wehret den Anfängen … (mehr …)
Ladies and gentlemen, congratulations. Seit Boris Johnson den Premierminister Großbritanniens gibt, wird er allenthalben euphorisch als »Britain Trump« begrüßt – seinem transatlantischen Vorbild in der hohen Kunst des Mobbings gegen Muslime, Frauen und andere Ziele seiner Missgunst.
Well done, Boris. Endlich zieht Europa gleich mit den USA und verfügt nun über ein eigenes Freiluftlabor, um die Mechanismen der Hetze gegen Schwächere zu studieren. Zwar hat fast jeder eigene Erfahrungen mit dem Thema, (mehr …)

Mit moderner Brennwerttechnik, der Einbindung grüner Energie und dem Einsatz zunehmend treibhausgasreduzierter Brennstoffe erhalten Ölheizungen eine neue, langfristig sogar klimaneutrale Perspektive „obs/IWO Institut für Wärme und Oeltechnik“
Die von der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer vorgeschlagene Abwrackprämie für Ölheizungen kann eine nachhaltige Klimaschutzstrategie im Gebäudebereich nicht ersetzen. „Es ist sinnvoll, alte Heizungen gegen neue, effizientere Geräte auszutauschen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich die technischen Voraussetzungen und Anforderungen von Haus zu Haus unterscheiden“, erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO). „Gerade im ländlichen Raum gibt es in vielen Fällen zum Einbau einer effizienten Öl-Brennwertheizung, insbesondere als Hybridheizung in Kombination mit erneuerbaren Energien, keine technisch sinnvolle oder bezahlbare Alternative.
Nach der Ernennung von Boris Johnson als Parteichef der Konservativen und damit als neuer britischer Premier deutet viel darauf hin, dass der drohende Brexit schon heute die Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland beeinflusst hat.
Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) http://iwkoeln.de . (mehr …)
