Was treibt die Menschheit voran? Entwickelt sie sich von Niederem zu Höherem? Orientiert sich Fortschritt an Lehren aus der Geschichte? Ist Geschichte als Progression der und in der Freiheit zu begreifen?
Hören wir auf Peter Sloterdijk, besteht unsere Gesellschaft aus traditionslosen Gespenstern, die Moden hinterherjagen. Eine kritische Lektüre seines neuen Buchs „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“. Peter Sloterdijk ist (ja, ist) bekannt für seine gesellschaftskritischen Thesen – und durch zahlreiche Medienauftritte. Unter anderem moderierte er eine Gesprächsrunde im Fernsehen mit dem Titel „Das philosophische Quartett“. Nun legt er in seinem neuen Werk „Die schrecklichen Kinder der Neuzeit“ eine düstere Diagnose unseres Zeitalters vor. Im Gegensatz zum vormodernen Zeitalter verliefen Generationswechsel in der Neuzeit weitgehend ohne die Weitergabe von Traditionen, das Gegenwärtige und Zukünftige habe sich „von der Deckung durch Herkunftsbestände losgemacht“, lautet eine seiner Thesen.









