Mit dem Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien ehrte die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Abend des 7. Oktober 2016 die türkischen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül. Der Preis, der jährlich an Journalisten, Medienschaffende und Institutionen verliehen wird, die sich mit besonderem Mut und großem Engagement für die Pressefreiheit einsetzen, ist mit 30.000 Euro dotiert. Can Dündar nahm den Preis persönlich entgegen, Erdem Gül wurde durch Entzug seines Passes an der Ausreise aus der Türkei gehindert.
Kollaps mit Ansage hierzulande?
„Das Land, das die Ausländer nicht beschützt, geht bald unter“, schrieb Goethe im „West-östlichen Divan“. Was er damit meinte, das wollen wir – nachdem das restriktive Ausländergesetz den Bundestag „passierte“ – für diesmal unter die Lupe nehmen.
Lange bevor es „Deutsche“ überhaupt gab, läßt sich eine multikulturelle Gesellschaft nachweisen in Köln etwa, in Trier, Augsburg und Passau. Immer neue Einwanderer stießen hinzu.
Einst lag die Zukunft in Gottes Hand, heute leben ganze Industriezweige von ihrer Berechenbarkeit. Den Startschuss gab ein Briefwechsel im 17. Jahrhundert. Eine Reise – eingängig geführt vom Mathematikprofessor Keith Devlin.
Nehmen wir Matti und seine Kinder: Er hat davon zwei. Eins ist ein Mädchen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Peter zwei Mädchen hat?
Ich sage mal 50 Prozent – und gehöre mit dieser Vermutung zur Mehrheit der Personen, denen man den Fall vorträgt, und liege falsch. Der Mathematikprofessor und Wissenschaftsjournalist Keith Devlin tröstet mich.
Das Beispiel stammt aus seinem Buch Pascal, Fermat und die Berechnung des Glücks (Leseprobe: Verlag C.H.Beck), und selbst der geniale Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal, so Devlin, sei in seinem Briefwechsel über abgebrochene Glücksspiele mit dem (noch genialeren) Mathematiker Pierre Fermat einem ganz ähnlichen Denkfehler unterlegen.
Das Bild des staub- und blutbedeckten Jungen Omran in Aleppo gingen im Sommer um die Welt. Nun rührt ein Junge das Netz, der ihn in seinem Zuhause in den USA aufnehmen will. „Kannst du ihn bitte holen und zu mir nach Hause bringen?“, heißt es in dem Brief, den der sechsjährige Alex aus Scarsdale (Bundesstaat New York) laut Regierungsangaben Ende August an Präsident Barack Obama schickte. Das Weiße Haus produzierte aus dem Brief ein Video, das im Web bereits millionenfach gesehen wurde.
Überall auf der Welt sind Wissenschaftler gefährdet, sei es durch Krieg, Verfolgung oder durch Einschränkung der Forschungs- und Lehrfreiheit. Um diese besser zu unterstützen oder ihnen einen sicheren Platz für ihre Arbeit zu ermöglichen, haben 20 Hochschulen und Forschungseinrichtungen am 20. September 2016 in Bonn die deutsche Sektion des Scholars at Risk Network (SAR) gegründet, um solche Fragen zu beraten und auf Eingriffe in die Wissenschaftsfreiheit aufmerksam zu machen.
In der Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde im September 2016 der erste UNESCO Chair in Baden-Württemberg und der elfte in Deutschland eingerichtet. Der Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten will die nachhaltige Entwicklung und Vermittlung von UNESCO-Welterbestätten, Biosphärenreservaten und anderen von der UNESCO kategorisierten Stätten fördern und Menschen den gesellschaftlichen Wert dieser Orte und Landschaften vermitteln.
„Der Zoll soll die schmutzige Seite der sonst so sauberen Reinigungsbranche stärker in den Fokus nehmen: In der Gebäudereinigung in Heidelberg läuft nicht alles sauber ab“.
Davon ist die IG BAU Nordbaden überzeugt. Sie fordert deshalb von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls, die Reinigungsbranche in Heidelberg intensiver zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr habe das Hauptzollamt Karlsruhe lediglich 43 Kontrollen in der Gebäudereinigung gemacht – und das im gesamten Zollbezirk. „Viel zu wenig“, sagt IG BAU-Bezirkschef Wolfgang Kreis.
Nach einem DW-Interview mit Michel Friedman (l.) soll der türkische Minister für Jugend und Sport, Akif Çaðatay Kiliç, das Videomaterial einkassiert haben. Es sei – sagen die beteiligten DW-Mitarbeiter – eine ganz normale Aufzeichnung gewesen. Doch unmittelbar nach dem Interview für die Sendung „Conflict Zone“ mit Michel Friedman ließ der türkische Minister für Jugend und Sport, Akif Çaðatay Kiliç, das Videomaterial konsfizieren. DW-Intendant Peter Limbourg verurteilt das Vorgehen der türkischen Behörden in einem Beitrag scharf.
Ist ja nicht neu, jetzt aber zusammengefasst hier: 71.000 Ärzte erhalten Geld von der Pharmaindustrie. Und nochmal aber: Erstmals werden diese Interessenkonflikte nun öffentlich. Pharmakonzerne zeigen sich gern großzügig gegenüber Ärzten: Sie bezahlen sie für Vorträge, laden sie zu Kongressen ein, erstatten ihnen Hotelübernachtungen, honorieren sie für Anwendungsbeobachtungen. 575 Millionen Euro flossen auf diese Weise im vergangenen Jahr an mehr als 71.000 Ärzte und medizinische Einrichtungen in Deutschland. Nur 20.000 Ärzte sind aber einverstanden, dass ihr Name veröffentlicht wird.


