Das kleine Städtchen Hornberg im Schwarzwald hat es zu einiger Berühmtheit gebracht. Das Hornberger Schießen war zwar ein Fehlschlag, eine Peinlichkeit, deren Kunde sich weit im Lande verbreitete und über die Hinz und Kunz – also Alle – lachten. Und doch wären viele, viele andere Kleinstädter froh, wäre ihr Heimatort Schauplatz eines solches Ereignisses gewesen, aus dem sich im Ringen um Touristen gut Kapital schlagen lässt. So wohlwollend haben die Hornberger die Sache wohl nicht immer beurteilt. In einem alten Buch mit badischen Sagen heißt es: „Die Hornberger machen sauere Gesichter, wenn man sie damit neckt.“[1]
Zur Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg gibt es eine Presse-Mitteilung des Clubverbandes in der Metropolregion Rhein-Neckar:
„EvenKultur Rhein-Neckar bringt den Stein zu neuer Landesgesetzgebung ins Rollen. Die neue Landesgesetzgebung hat gegen das bislang „(und das ist es trotz alledem immer noch) „strikteste Tanzverbot Deutschlands beschlossen. Rund zweieinhalb Jahre nach unserem ersten Statement und nach vielen Gesprächen mit Vertretern der zwei großen christlichen Kirchen, ist nun eine neue Gesetzgebung in Baden-Württemberg in Kraft getreten.
Wir begrüßen die neue Gesetzgebung zum Tanzverbot, die nun die lange schon gelebte Praxis endlich legalisiert und dem gesellschaftlichen Wandel Rechnung trägt. Grundsatz unserer Gespräche waren Respekt und Akzeptanz der christlichen Grundwerte, die die Säulen unserer Gesellschaft in Deutschland bilden. Auch die grundsätzliche Existenz und die Bedeutung der Feiertage sowie der Sonntage
Das Elend fängt an, wo es nur ein Buch gibt, das gelesen werden darf: Sei es die Bibel, Hitlers „Mein Kampf“ oder der Koran. Doch radikaler Atheismus ist kein Ausweg. „Ich sagte, sie sollten die Bücher nicht zerreißen, denn viele Bücher seien ungefährlich, gefährlich sei nur ein einziges; sie sollten die Bücher nicht zerreißen, da deren Lektüre Weisheit erzeuge, während die eines einzigen Unwissenheit, Tobsucht und Hass verbreite.“
Das ist ein Satz aus dem Erzählband Ein Grabmal für Boris Davidowitsch von Danilo Kiš, der zu den bedeutendsten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts zählt

Angelus Novus ist eine von Paul Klee 1920 geschaffene aquarellierte Zeichnung aus Tusche und Ölkreide auf bräunlichem Papier. Das Blatt befindet sich seit 1989 im Israel-Museum in Jerusalem. Es ist insbesondere durch Walter Benjamin bekannt geworden, der mehrere seiner Schriften auf das Bild bezog.
Der katholische Pfarrer der beiden Heidelberger Gemeinden St. Raphael und St. Vitus war schon immer für außergewöhnliche Predigten zu aktuellen Ereignissen gut. Am Sonntag (27. September) kommt er über Paul Klees Zeichnung „Angelus Novus“ und Walter Benjamins Deutung des Bildes „Neuer Engel“ hin zum derzeit brennenden Thema „Geflüchtete Menschen“ – das ja in der Tat sich durch die Bibel wie ein roter Faden zieht. Steigen wir ein mit der Benjaminschen Bilddeutung aus: „Über den Begriff Geschichte,“ die Josef Mohr inmitten seiner Predigt wörtlich zitiert:
„Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flägel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber der Sturm weht vom
Deutsche Politiker (insbesondere der C-Parteien, aber auch der SPD und der Grünen) sprechen gerne von den sogenannten „christlichen Werten“, denen das heutige Europa angeblich so viel zu verdanken habe. Tatsächlich jedoch steht die populäre Rede vom „christlichen Abendland“ (aktuell wieder strapaziert in der Debatte um die „Ehe für alle“) im scharfen Kontrast zu den Fakten der europäischen Geschichte, wie eine unlängst in deutscher und englischer Sprache erschienene Broschüre der Giordano-Bruno-Stiftung aufzeigt.
Zu Beginn des neuen Schuljahrs im irakischen und syrischen Herrschaftsgebiet des „Islamischen Staates“ (IS) am 1. September stellen die Radikalislamisten nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Schülern im nordirakischen Mossul neue Bücher mit offenbar christenfeindlichen Inhalten bereit. In den sozialen Medien kursieren Bilder der Buchumschläge mit Symbolen des IS. Inhaltlich sollen die Schulbücher den Schwerpunkt auf antichristliche Koranverse legen, die aus dem historischen Zusammenhang gerissen wurden. Darin werden Christen und andere Nicht-Sunniten als Ungläubige und Feinde dargestellt. Mossul wird seit Juni 2014 vom IS beherrscht. Dort lebten 2003 mehr als 50.000 Christen.
Auch Christen sind heute hineingezogen in propagandistisch verzerrte, öffentliche Debatten um Kunst in der Kirche. Viele – (spätestens) seit Schreiter auch in Heidelberg – erleiden die Krisen scheinbar demokratisch geführter Diskussionen mit, die oft genug diffamierenden Charakter hatten. Und haben. Viele von denen, die da mitreden, merken nicht, wie sie missbraucht wurden und werden von den Manipulateuren der öffentlichen Meinung. Kirchen werden heute oft aufgesucht, um die eindrucksvolle Architektur und kunstvollen Heiligenbilder zu bestaunen. In Museen wiederum suchen heute nicht wenige Menschen Inspiration, Möglichkeiten zur Reflexion oder Spiritualität. Mit diesem und vielen weiteren Aspekten der wechselseitigen Beziehung zwischen Kunst und Kirche beschäftigt sich Heidelbergs Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner am Sonntag, 30. August 2015, um 11 Uhr in der Heiliggeistkirche. Er hält seine Predigt im Rahmen der Sommerpredigtreihe „Bild und Glaube“ im Themenjahr „Bild und Bibel“ der Citykirche.
In einem Abriss über verschiedene Epochen – von der Entstehung des Christentums über die Reformation bis hin zum 21. Jahrhundert – skizziert Dr. Gerner den Wechsel von radikalen Bilderverboten und wirkungsvollem Bildgebrauch im Christentum. Dabei fügt er Thesen von Klerikern, Kernaussagen wissenschaftlicher Abhandlungen und Standpunkte verschiedener Akteure aus Kunst und Gesellschaft zu einem Mosaik zusammen.
„… jedenfalls keine metaphysische Bedürfnisanstalt.“
Lassen Sie mich nach all den oben beschriebenen vergangenen, weniger anregend denn aufregenden Jahre für die Heiliggeist-Gemeinde zu guter Letzt und nicht zuletzt aus Anlass des heute (2. August 15) im ZDF life übertragenen Gottesdienstes mit „Meditationen“ zum einzig verbliebenen Schreiterschen Physik-Fenster mich selbst nochmal zitieren aus „geistes Blitze – Nachrichten der ev. HeiliggeistGemeinde. 1. Jg. 2002 – Nr. 3:
Das Symposium Klinische Ethik des Universitätsklinikums Heidelberg befasst sich mit dem ärztlich assistierten Suizid, die Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Wie viel Hilfe soll in Zukunft beim Sterben erlaubt sein? Noch im Herbst dieses Jahres soll ein Gesetz verabschiedet werden, das die kontrovers diskutierte Frage des sogenannten ärztlich assistierten Suizids regelt. Mit den verschiedenen Standpunkten des Themas befasst sich das Symposium Klinische Ethik „Hilfe beim Sterben oder Hilfe zum Sterben?“ am Dienstag, 9. Juni 2015, von 17 bis 20 Uhr im Hörsaal der Universitäts-Kopfklinik Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400. Journalisten und die interessierte Bevölkerung sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

