Costas Douzinas, Direktor des Birbeck Institute for the Humanities, London, und Autor des bei Laika erschienenen Buches »Philosophie und Widerstand in der Krise. Griechenland und die Zukunft Europas« – Leseprobe – (Orig: »Philosophy and Resistance in the Crisis«), hat eine Erklärung zur aktuellen Situation Griechenlands bzw. zum Konflikt mit der EU vorgelegt, eine kluge Stimme und Analyse, für die wir um Ihre Aufmerksamkeit bitten.
Müssen Touristen künftig Franco Stella um Erlaubnis bitten, wenn sie ein Foto vom Berliner Stadtschloss auf Facebook (oder sonstwo posten wollen? In einem Report des Europaparlamentes zur anstehenden Urheberrechtsreform wird die Panoramafreiheit angegriffen – also das Recht, öffentliche Gebäude oder Kunst fotografieren und die Aufnahmen anschließend verwerten zu können, berichtet Torsten Kleinz auf Zeit digital: „‚Das Europaparlament vertritt die Auffassung, dass die gewerbliche Nutzung von Fotografien, Videomaterial oder anderen Abbildungen von Werken, die dauerhaft an physischen öffentlichen Orten platziert sind, immer an die vorherige Einwilligung der Urheber oder sonstigen Bevollmächtigten geknüpft sein sollte‘, heißt es in dem Text… Für Deutschland, Großbritannien und viele andere europäische Länder wäre dies ein erheblicher Rückschritt: Wer sich auf öffentlichem Grund befindet, hat hierzulande relativ freie Wahl, was er fotografiert und kann diese Bilder – auch gewerblich – publizieren.“ Der Fotograf Nico Trinkhaus hat schon eine Petition zur Rettung der Panoramafreiheit initiiert, die hier unterzeichnet werden kann.
Wie lebt es sich mit einem Teenager aus den USA oder aus Mexiko? Wie verändert sich der Alltag mit einer thailändischen Gasttochter? Diese spannenden Erfahrungen können Familien aus Heidelberg und Umgebung bald machen: Für September 2015 suchen Jugendliche aus aller Welt über die gemeinnützige Austauschorganisation AFS ein zweites Zuhause auf Zeit.
Spätestens seit Edwards Snowdens Enthüllungen über die Machenschaften der NSA ist die Macht der Geheimdienste und die Ohnmacht der Bürger allgegenwärtig. Doch wer nimmt den Kampf gegen die globale Überwachung und die Aushöhlung der Demokratie auf?
Für Supernerds hat die Theaterregisseurin Angela Richter ausführliche Gespräche mit den Whistleblowern und Netzaktivisten Julian Assange, Edward Snowden, Daniel Ellsberg, Jesselyn Radack, William Binney und Thomas Drake geführt. Es sind Auseinandersetzungen nicht nur mit der Gefährdung der Demokratie durch die Geheimdienste, dem wachsenden Überwachungsapparat und den zunehmenden Verletzungen der Pressefreiheit, sondern auch sehr persönliche Gespräche über das eigene Schicksal, den Kampf gegen eine übermächtige Staatsmacht.Dieses Buch entstand im Rahmen der Produktion „ç“ – ein gemeinsamer Überwachungsabend“ von Schauspiel Köln, gebrueder beetz filmproduktion und WDR.
Das Theaterstück Supernerds – Ein Überwachungsabend hatte am 28. Mai 2015 am Schauspiel Köln Premiere und wurde im WDR FERNSEHEN im Rahmen einer Sondersendung live übertragen.
Deutschlandradio Kultur: Ein monströser Überwachungsstaat

Wollen wir doch mal sehen, ob die Mitglieder des „Hohen Hauses“ daraus gelernt haben, gerade selber ausgespäht worden zu sein und zu werden. ∞
Am 13. Juni fand der der Internationale Tag der Privatsphäre, statt. Dieser Tag ist umso aktueller, als Bundestag und Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Einschränkung unser aller Privatheit abstimmen lassen wollen.
„Die Vorratsdatenspeicherung würde auch zu mehr Überwachung von Journalisten führen. Das wäre eine Einschränkung von Freiheit und Rechtsstaat“. Seine eigenen Argumente von vor wenigen Monaten holen Justizminister Maas jetzt ein. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) nämlich ist heute (12. Juni 15) bei der ersten Lesung seines Gesetzentwurfs zur Vorratsdatenspeicherung von der Opposition als Umfaller bezichtigt worden. Maas habe „noch vor kurzem sehr gute Argumente gegen die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten gefunden“, sagte der Abgeordnete der Linkspartei, Jan Korte, am Freitag im Bundestag. Maas sei jetzt nur wegen einer „Laune“ von Sigmar Gabriel (und, von wessen umfallen noch?) umgeschwenkt.
Mit Orgien verbindet man Dekadenz, Völlerei, Sex und Drogen. Ursprünglich bezeichnet der Begriff orgia rituelle Handlungen in bestimmten antiken Mysterienkulten, vor allem beim Bacchuskult. Bacchus war der römische Gott des Weins und der rituellen Ekstase. Entsprechend wild feierten Anhänger des Kultes und so wurden die Bacchus-Mysterien im 2. Jahrhundert vor Christus in Rom verboten – aufgrund übermäßiger sexueller Ausschweifungen inklusive Drogenkonsums. Cornelius Hartz beschäftigt sich in seinem Buch ›Orgien, wir wollen Orgien!‹ nicht nur mit dem ›orgiastischen‹ Extremfall, sondern auch damit, wie im alten Rom gefeiert wurde. Er erzählt sehr unterhaltsam von religiösen Festen, Triumphzügen, Kneipen und Rotlichtvierteln und den dekadenten Ausschweifungen der römischen Kaiser.
Auf Hochtouren laufen (sind gelaufen, wir haben den Beitrag jetzt aktuell „hochgeholt“!) die Vorbereitungen für die 22. BADEN-WÜRTTEMBERGISCHEN THEATERTAGE, die am Theater und Orchester Heidelberg zwischen dem 12. Juni und dem 21. Juni 2015 stattfinden. Das einzigartige Theaterfestival bietet dem Heidelberger Publikum die Gelegenheit, einen spannenden Querschnitt der vielfältigen baden-württembergischen Theaterlandschaft zu erleben. Zu Gast sind in 10 Tagen 32 Theater mit 36 Inszenierungen für alle Altersgruppen.



![Cornelius Hartz So feierten die alten Römer Theiss Verlag - WBG 2015. 175 S. mit 16 s/w Abb. Gebundener Ladenpreis: € 19,95 [D] ISBN 978-3-8062-3108-3 Erscheint am 15. Juli 2015](http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2015/06/v3_1434699045-150x150.jpeg)