Die Gewalt gegen Journalisten in Deutschland hat ein neues Niveau erreicht. Das haben Erhebungen von Reporter ohne Grenzen (RSF) und dem Europäischen Zentrum für Presse- und Meinungsfreiheit (ECPMF) gezeigt. Demnach lag die Zahl der körperlichen Übergriffe 2020 mit 65 bzw. 69 verifizierten Fällen so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Erfassungen. Zudem häufen sich verbale Übergriffe per E-Mail oder Social Media bis hin zu Morddrohungen.
Wir meinen ja, brauchen wir! Wir brauchen beherzte und zupackende Menschen – Menschen, die guten Willens sind, Gräben und Löcher zuzuschütten und Zerklüftungen zu überwinden. Menschen wie Andrew Parker jedenfalls, Lord Chamberlain und somit leitender Beamter im britischen Königshaus, wurde jetzt die Leitung der „Operation Forth Bridge“ angetragen. Benannt ist die nach einer alten Eisenbahnquerung über den so unaussprechlichen wie unpassierbaren schottischen Fluss Firth of Forth. Doch im Kern geht es natürlich nicht um Brücken am Fluss; vielmehr steht die Überquerung der letzten Passage der Menschheit zur Debatte, jene Trennlinie zwischen Sein und Nichtsein, die man im alten Griechenland mal Styx, mal Acheron nannte, und die man im Bergischen Land heute noch die Wupper nennt. (mehr …)
Wie derzeit in Deutschland versuchten die Hohenzollern in der Vergangenheit auch in den Niederlanden, enteigneten Besitz vom Staat zurückzuerhalten. Wir veröffentlichen Dokumente, die die Bemühungen der Adelsfamilie zeigen – und warum sie aussichtslos waren.
Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, worüber genau Bund und Länder mit den Hohenzollern eigentlich bisher verhandelt haben. Während in Medien über verschiedene Entschädigungs-Forderungen der Adelsfamilie zu lesen ist – und Herr Prinz von Preußen regelmäßig in diesem Zusammenhang Medien abmahnen und verklagen lässt – gibt sich die Bundesregierung zugeknöpft.
Heute, vor genau zwei Jahren am 12. April 2019, wurde der Wikileaks-Gründer und -Herausgeber Julian Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in Großbritannien inhaftiert.
Seit 731 Tagen sitzt er dort in vollständiger Isolation, weil er Informationen veröffentlichte, die unter anderem Details über das Vorgehen der US-Streitkräfte im Irak- und Afghanistan-Krieg enthüllten.
Grund genug für die USA, ihn unter dem US-Spionagegesetz anzuklagen und eine Auslieferung zu fordern.
Rund 50 Schauspielerinnen und Schauspieler äußern sich auf Videos ironisch zur deutschen Corona-Politik. Jetzt geht eine Welle der Empörung über sie hinweg. Dabei tun sie genau das für die Gesellschaft, was Aufgabe von Künstlern ist: das Handeln der Mächtigen kritisch zu begleiten.
Für die Teilnahme an einem „Minispiel“ bekamen Freiwillige einen Gutschein über 5 US-Dollar. Dass es sich dabei um einen Gesichtsscan im Auftrag von Google handelte, wurde ihnen verheimlicht. Mit den Scans soll eine neue Funktion für das Pixel 4 realisiert werden. Googles neues Smartphone sollte sich auch mit dem Gesicht des Nutzers entsperren lassen – damit das funktioniert, hat Google eine Firma beauftragt, um in einem „Feldversuch“ eine Datenbank mit 3D-Gesichtsscans aufzubauen. Die Firma soll dabei mit unlauteren Methoden gearbeitet haben, das berichtet The New York Daily News. In Reaktion auf die Berichterstattung hat Google den umstrittenen Feldversuch beendet.
Den Autoren der „Jerusalem Declaration on Antisemitism“ geht es nicht um eine Präzisierung der Antisemitismus-Definition der IHRA, sondern um die Freisprechung vom Antisemitismusverdacht, sofern es um Äußerungen oder Aktionen gegen Israel geht. Sie wollen einen Freibrief für israelbezogenen Antisemitismus.
Immer mal wieder beginnt ein „Neues“ Jahr, dies (naja) aktuellen Anlasses wegen das: Beim Versuch, mein Alter aus der Perspektive eines noch sehr jungen Menschen zu betrachten, erinnere ich mich an einen kurpfälzischen Spruch: „Alle wolle se alt wärre, bloß käner wills soi“. Und stelle fest, dass ich auch damals schon nicht alt werden wollte, es nun aber doch geworden bin. Und denke daran, wie wir selbst die Welt gesehen haben, als wir 16 waren: Da gab es „uns“ und die wenig Älteren.
Und es gab die anderen.
