James Levine ist tot. Einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts kann nach den Missbrauchs-Enthüllungen am Ende seiner Karriere kaum unbefangen gewürdigt werden. Dennoch ein Versuch.

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren

Ein Sommertag im vorübergehend aus der Betulichkeit erwachten Heidelberg am Neckar mit der Alten Brücke, dem Philosophenweg, dem Schloss. Der Flaneur – es gibt dort viele dieser migrantischen Spezies – hat ein paar Stunden lang die Altstadt mit ihren pittoresken Gassen durchstreift und befindet sich auf dem Heimweg. Die Sonne wärmt den Sonntag angenehm.

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren
Bürgerentscheid Wolfsgärten – Gemeinsamer Beitrag von CDU, Die Heidelberger, FDP und FWV

Prof. Dr. Nicole Marmé, Dr. Jan Gradel, Larissa Winter-Horn, Wolfgang Lachenauer, Karl Breer, Michael Eckert, Raimund Beisel

NEIN zur Massenunterkunft für 3.500 Menschen im PHV, NEIN zu weniger Wohnraum, NEIN zum Verlust von Arbeitsplätzen, NEIN zu weniger Raum für Wissenschaft und Forschung, NEIN zu weniger Sport- und Grünflächen!

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann steht zum Zukunftsstandort PHV: „Diese Entscheidung ist ganz wesentlich von der Überlegung getragen gewesen, die wiederholten Zusagen seit 2015 einzuhalten, das Patrick-Henry-Village so schnell wie möglich zu räumen, um nicht dem von der Stadt betriebenen Konversionsprozess im Wege zu stehen. Dies habe ich Ihnen auch persönlich versichert.“

Mehr Wohnraum und neue Arbeitsplätze schaffen, Wissenschaft und Forschung Raum geben, Verantwortung für Menschen auf der Flucht übernehmen, neue Sport- und Grünflächen gestalten, maßvoll mit unseren Ressourcen umgehen; sind diese Ziele nicht allen wichtig? Und wie gelingt eine Lösung, wenn sie einander vermeintlich entgegen stehen? Dann ist Mut gefragt! Lassen Sie uns gemeinsam mutig sein und Verantwortung übernehmen.

Im Winter 2015 haben wir das getan. Wir haben es Land und Bund ermöglicht, Geflüchtete in dafür ungeeigneten Kasernengebäuden im PHV unterzubringen und zu versorgen. Von Beginn an war klar, dass es eine Lösung auf Zeit ist. So hat es der Gemeinderat beschlossen und so hat Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) es den Heidelbergerinnen und Heidelbergern sowohl in seiner Regierung mit der SPD (bis 2016) als auch mit der CDU versprochen. Dieses Versprechen hat er gerade wiederholt. Weder im Land noch in Heidelberg gab und gibt es andere politische Mehrheiten. Wir finden es daher unredlich, dass SPD, LINKE und Co. entgegen dieser Fakten so tun, als sei ein Verbleib auf PHV sinnvoll und möglich. Das Land hat einen neuen Standort gesucht und gefunden: Die Wolfsgärten! Hier kann ein Vorzeigeprojekt für ökologisches Bauen unter Beteiligung der Bürgerschaft zeitnah umgesetzt werden. Das Areal liegt nur wenige Kilometer von PHV entfernt und bietet die gleichen Qualitäten. Hier kann ein Ankunftszentrum für 1.500 Geflüchtete entstehen, das alle Anforderungen für ein gutes Ankommen erfüllt: sicher, sauber, menschlich und mit Räumen zur gesundheitlichen Versorgung, zur psychologischen Betreuung und Freiflächen zum Verweilen und zum Spielen für die Kleinsten. Die Geräusche der Autobahn lassen sich, wie auf PHV, durch Schallschutzwände abfangen. Andere Quartiere in Heidelberg liegen an stärker befahrenen Trassen. Das Areal Wolfsgärten ist eingebunden in ein regionales Konzept mit weiteren Standorten in Nachbargemeinden. Eine Massenunterkunft für 3.500 Menschen halten wir, gerade auch wegen der Pandemie, für unverantwortlich und unwürdig. Mit einem NEIN beim Bürgerentscheid erteilen Sie einer solchen Masseneinrichtung eine Absage.

Wir werden auf PHV Wohnraum für 10.000 Menschen in allen Einkommensgruppen, mit viel Grün, Sportflächen, Geschäften und Raum für 5.000 Arbeitsplätze schaffen.
Ergreifen wir gemeinsam diese Chance. Geben wir Wissenschaft und Forschung Raum. Übernehmen wir Verantwortung für Geflüchtete. Gehen wir verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen um. Das ist mit dem gemeinsamen Plan von Stadt und Land möglich. Stimmen Sie beim Bürgerentscheid mit NEIN!

Gemeinsamer Beitrag von CDU, Die Heidelberger, FDP und FWV

Prof. Dr. Nicole Marmé, Dr. Jan Gradel, Larissa Winter-Horn, Wolfgang Lachenauer, Karl Breer, Michael Eckert, Raimund Beisel

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren

 

TKG-NovelleSeehofer will Personalausweis-Pflicht für E-Mail und Messenger einführen

Das Bundesinnenministerium fordert eine anlasslose Personen-Vorratsdatenspeicherung mit verifizierten Daten aller Bürger, die im Internet über Messenger oder E-Mail kommunizieren. Wir veröffentlichen den Volltext des Forderungskataloges.

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren
Derweil der Heidelberger Rechtsanwalt Memet Kilic derzeit vor einem Gericht in Ankara um seine Freiheit kämpft, bekommt ein Mann im südbadischen Greffern Post vom Staatsanwalt.
Kilic steht vor dem Richter, weil er die Türkei eine Bananenrepublik und ihren Präsidenten einen Vaterlandsverräter nannte.
Auch in dem Verfahren gegen den Mann aus Greffern geht es um eine Banane:
·

„Der Beschuldigte wird verdächtigt, er habe im April eine Flagge der Bundesrepublik Deutschland mit der großformatigen Darstellung einer halb geschälten Banane für alle Passanten gut sichtbar aufgehängt“
Oberstaatsanwaltschaft Baden-Baden.

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren
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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren

Ist noch März oder ist schon wieder März? Die Frage kann man sich stellen, wenn an diesem Mittwoch die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen einmal mehr beraten, wie es weitergehen soll – ein gutes Jahr nach Beginn der Pandemie in Deutschland. Der Lockdown soll verlängert werden, ein paar Lockerungen soll es geben, so viel war vorab schon durchgesickert. Die einen – wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder – warnen vor dem Öffnungsrausch, die anderen – wie Sachsen-Anhalts Reiner Haseloff – mahnen, die Menschen seien erschöpft, Politik müsse darauf schauen, ob die Bürger noch die nötige Disziplin und Motivation aufbringen.

Das eigentlich Ermüdende ist nicht der Lockdown

Alles wie immer also: Statt sich darauf zu konzentrieren, wie die Lockdown-Maßnahmen überflüssig gemacht werden können, streitet die Politik darüber, wie sie gerechtfertigt und am besten verkauft werden. Das ist das eigentlich Ermüdende.

Denn während das immer gleiche Scheingefecht geführt und um Grenzwerte gefeilscht wird, hat sich die Lage grundsätzlich verändert. Es geht nicht mehr darum, die reine Lehre der Wissenschaft gegen das politisch Zumutbare abzuwägen wie im vergangenen März. Alle Instrumente, den Krisenzustand zu beenden, liegen mittlerweile auf dem Tisch: Impfen, Testen, digitale Kontaktverfolgung. Nur von allem zu wenig, zu langsam, zu spät.

Immerhin positiv: Die Regierung hat den Impfstoff nicht verhindert

Im Grunde ist es ganz einfach. Wer viel verlangt, muss auch viel leisten. Den Bürgern ist viel zugemutet worden. Kontaktbeschränkung, Reisebeschränkung, finanzieller Ruin. Am Düsseldorfer Rheinufer darf man nicht mal mehr stehen bleiben. Polizei und Ordnungsämter sind beauftragt, Verstöße zu ahnden, egal wie nachvollziehbar die Regeln sind. Und dennoch ertrugen und ertragen das nicht nur die meisten stoisch, sie sind auch in Vorleistung gegangen.

Mit Hygienekonzepten, Disziplin, Verständnis. Im gleichen Zeitraum kann die Bundesregierung – bei Lichte betrachtet – für sich nur ins Feld führen, die schnelle Entwicklung hochpotenter Impfstoffe wenigstens nicht aktiv verhindert zu haben.

Insofern ist es bemerkenswert, dass Kanzleramtsminister Helge Braun fragt: „Warum muss in Deutschland immer alles der Staat anbieten?“

Sicher nicht alles, aber irgendetwas müsste der Staat schon anbieten. Zumal ein Staat, der erst zu wenig Impfstoff bestellt, das Wenige, das er bestellt, dann schlechtredet und den Menschen, die trotzdem noch mitmachen wollen, nicht einmal rechtzeitig ein Impfangebot machen kann. Ein Staat, der die Schulen öffnet, bevor er sicherstellt, dass es genug Tests gibt. Ein Staat, der mehr als 20 Millionen in eine Corona-App investiert, die zur Kontaktverfolgung nicht taugt. Unterdessen warten allein in Berlin 30 Prozent der Unternehmer im März noch auf ihre Novemberhilfen. So ein Staat sollte sich nicht wundern, dass „die Leute die Schnauze voll“ haben, wie Hessens Volker Bouffier formuliert, sondern froh sein, dass die Einzelhändler ihrem Unmut nur auf dem Rechtsweg Luft machen.

Der Gipfel muss deshalb eine Wende einleiten. Weg von der Frage, mit welchen Tricks ein zumutbares Leben trotz der Gefahr des Virus ermöglicht werden kann, hin zu der Frage, wie die Gefahr effektiv und schnell beseitigt werden kann. Also zu der Frage, warum in Deutschland nicht Tag und Nacht bis zum letzten Tropfen geimpft wird. Wie jeder Arzt, jede Ärztin, jeder Bundeswehrsanitäter und jede Medizinstudentin, die eine Spritze oder ein Teststäbchen halten können, mobilisiert werden. Wie die Impfzentren mit Software ausgestattet werden, die sie bei der Terminvergabe nicht wahnsinnig macht.

Die Zeit der Glaubensfragen ist vorbei. Dass die Corona-Pandemie vor einem Jahr ins Land kam, war höhere Gewalt. Darauf aber können sich die politisch Verantwortlichen jetzt nicht mehr berufen.
Wenn die Pandemie uns nun weiter beherrscht, ist es Staatsversagen.

März 2021 | In Arbeit | Kommentieren

In Grenoble sind zwei Professoren in sozialen Medien und über Graffiti an Uni-Gebäuden als „Islamophobe“ und Faschisten an den Pranger gestellt worden (unser Resümee). In Frankreich hat die Affäre nach dem Mord an Samuel Paty, der mit einer ähnlichen Kampagne anfing, Aufsehen erregt. Hadrien Brachet berichtet für die Zeitschrift Marianne über die Atmopshäre an der Uni Grenoble, wo sich Professoren in einem Papier äußerten: „Merklich hin- und hergerissen zwischen der Verurteilung der Graffiti und Sympathie für andere Kollegen beklagen sie in dem Kommuniqué ‚gefährliche Handlungen‘ und rufen zur ‚Befriedung‘ auf, letzteres allerding (sic) (Hier Resümee linken) ohne jedoch eine Unterstützung der Angegriffenen zu formulieren.

 

 

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März 2021 | In Arbeit | Kommentieren
Limitierte Ausgabe BB2070 Hefte 1–6:
Die Sammlung im hochwertigen Schmuckschuber

1312 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen
21,5 x 29,0 cm. 6 Hefte plus Programmheft im Schuber
EUR 29,00
ISBN 978 3 8030 2213 4
BB2070 Nr. 1–6 Die Sammlung
Hrsg.: Harald Bodenschatz, Tobias Nöfer
Die sechs Ausgaben von „BB 2070 – Magazin für Städtebau und urbanes Leben“ widmen sich städtebaulichen Schlüsselthemen wie: Grün, Zentren, Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Klima und Wasser, Zukunft.
Alle Ausgaben von „BB 2070“ können nun in einem limitiert verfügbaren Schmuckschuber für EUR 29,00 bestellt werdenMehr lesen und Buch kaufen.
März 2021 | In Arbeit | Kommentieren

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