Genug ist genug: Die Grünen in Baden-Württemberg haben ein Parteiausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer in Gang gesetzt. Beim Landesparteitag haben 161 Delegierte für ein solches Verfahren gestimmt, 44 dagegen, acht haben sich enthalten. (mehr …)
Albrecht Müller beschäftigt sich seit über 50 Jahren professionell mit Meinungsbildung und Manipulation. Er war Bundestagsabgeordneter der SPD und zur Zeit von Bundeskanzler Willy Brandt verantwortlich für die Strategie des Bundeswahlkampfs. Heute ist er vor allem bekannt als Begründer und Betreiber der Nachdenkseiten, dessen Team sich täglich professionell und kritisch mit den Veröffentlichungen der Medien in Deutschland auseinandersetzt und die Leser zum Selberdenken anregt.
Wir erinnern uns an seine Kandidatur zum Heidelberger Obürgermeister – damals hat es Beate Weber geschafft …
Zum Einstieg zeigt Albrecht Müller einige Veränderungen im Bereich der Medien auf, die für die heutige Urteilsbildung eine Rolle spielen. Zum Beispiel der Einfluss von Influencern wie Rezo, der mit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ deutschlandweit für große Diskussionen gesorgt hat. Oder dass es bei fast allen Leitmedien wie Zeit, Frankfurter Rundschau, Taz oder Süddeutsche Zeitung erhebliche Veränderungen in ihrer Ausrichtung stattgefunden haben und in zentralen politischen Fragen eine bemerkenswerte Anpassung stattgefunden hat.
Vom öffentlichen Fernsehen über investigative Nachrichtenmagazine bis zu grossen Tageszeitungen gibt es in deutschen Medien einen neuen Mainstream: grün. Bei der Debatte um Klimawandel und Energiewende spielen abweichende Meinungen eine untergeordnete Rolle, wieder einmal obsiegt der Kampf um die richtige Moral.
Sandra Maischberger ist mir zu regierungstreu, ich habe sie bislang meist als zu konform wahrgenommen. Doch nun stolperte ich über einen Ausschnitt aus ihrer Sendung vom 19. August, in der sie dem Philosophen Richard David Precht unterschwellig, aber deutlich Paroli bot – als dieser sich mal wieder in Verbots-Phantasien erging. Obwohl die Sendung bereits einen Monat alt ist, möchte ich die entscheidenden Punkte an dieser Stelle wiedergeben, da dieses ungewöhnliche Verhalten seitens Maischbergers eine Würdigung verdient. (mehr …)
Meistgeklickter Link heute Morgen war die Website der Kampagne #allesdichtmachen
allesdichtmachen.de
„Die zum Teil wohlfeile Kritik an #allesdichtmachen ist mir zu plump. Nicht jeder, der einen neuen Untertanengeist aufs Korn nimmt, ist ein ‚Querdenker‘ oder ’nimmt Tausende Tote in Kauf‘. Wir sollten aufhören, uns gegenseitig in Ecken zu treiben, aus denen keiner mehr rauskommt.“
„Monitor“-Redaktionsleiter Georg Restle kritisiert bei Twitter, die Debatte zeige, „wie sehr wir im schwarz-weiß gefangen sind“.
twitter.com
Liessmann denkt, und er denkt laut; und es gibt in unserer Republik niemanden, dem ich lieber zuhöre –
in seinem neuen Buch holt der Philosoph zwölf zentrale Fragen aus Nietzsches ‚Zarathustra‘ in die Gegenwart.
Die zentralen Fragen des menschlichen Lebens innerhalb der zwölf mitternächtlichen Glockenschläge: Nietzsches „O Mensch! Gib Acht!“ nähert sich in nachtschwarzen Gedanken den Abgründen des Menschseins, den unbewussten Tiefen unserer Gefühle und Affekte und dem bis zur Unerträglichkeit gesteigerten Spannungsfeld von Schmerz und Lust, von Leben und Tod.
Welch zentrale Dimension für unser politisches und kulturelles Selbstverständnis dieser geheimnisvolle Text darstellt, zeigt Konrad Paul Liessmann, indem er Nietzsches Denkbewegungen und Sprachfiguren auf überraschende, auf provozierende Weise in unsere Gegenwart und in unser Leben weiterführt – von der Mitternacht bis hin zur Ewigkeit.
Derweil die Öffentlichkeit mit dem Schaukampf Laschet gegen Söder beschäftigt ist, sollen heute ganz andere Fakten geschaffen werden: Die von der Regierung betriebene Neufassung des Infektionsschutzgesetzes soll die Aushebelung der bürgerlichen Grundrechte verstetigen und öffnet künftigem Missbrauch Tür und Tor. Heute ist die erste Lesung im Bundestag. Es ist der traurige Höhepunkt einer aufregenden Woche, in der immer mehr Menschen aus der Deckung gekommen sind und gesagt haben „Ich mach da nicht mit“ – zum Beispiel hier und hier und hier.
Auch die Justiz macht nicht mehr alles mit. Mehrere Familien- und Verwaltungsgerichte haben Maßnahmen an Schulen aufgehoben. Das als Reaktion auf die Coronapolitik der Bundesregierung gebildete „Netzwerk Kritischer Richter und Staatsanwälte“ (KriStA) hat klar Stellung bezogen. Jens Gnisa, Richter und Ex-Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, ist „entsetzt“ über die Pläne der Bundes. Er ruft dazu auf, dem Gesetz nicht zuzustimmen. Sogar die eigenen Juristen im Kanzleramt zweifeln an der Verhältnismäßigkeit der „Notbremse“.
Auch in anderen Ländern wächst der Widerstand. Im Vereinigten Königreich von Großbritannien hat der ehemalige Richter am Obersten Gerichtshof, Lord Jonathan Sumption, die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung scharf kritisiert. Man solle despotische Gesetze einfach ignorieren, sagte er im Interview mit dem Internetmagazin Unherd, das Achgut.com exklusiv auf deutsch publiziert hat.
In der Medizin geht man ebenfalls auf die Barrikaden. Detlev Krüger, Drostens Vorgänger als Chef-Virologe der Charité und Klaus Stöhr, der ehemalige Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordern in einem offenen Brief ein Umdenken von der Regierung. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene äußert deutliche Kritik an der FFP2-Maskenpflicht.
All diese Akte der Kritik und des Widerstandes sind Zeichen der Hoffnung, dass es noch intelligentes Leben auf der Erde gibt.
Es gibt sie noch, die Bündische Jugend, doch die blaue Blume der deutschen Romantik, die zu suchen die Nachfahren der ›Wandervögel‹ noch immer unterwegs sind, blüht heute sehr im
Verborgenen. Der Name Eberhard Koebel, selbst dessen Selbstbezeichnung tusk (von schwedisch tysk = deutsch, Deutscher), ist anno 2020 den Jüngeren kein Begriff mehr. Das war vor mehr als einem halben Jahrhundert, in der Ära der ›68er-Bewegung›, noch anders. (mehr …)
„Jens Spahns Ministerium kauft Masken bei der Firma seines Ehemanns. Alfred Sauter (CSU), Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) verkaufen „privat” überteuerte Masken gegen Provision an den Staat. Julia Klöckner (CDU) nimmt fröhliche Videos zusammen mit dem Nestlé-CEO auf. Es reicht! Ich kündige dem ausufernden Lobbyismus, der immer neue Größenordnungen anzunehmen scheint. Ich fordere das Ende bezahlter Politik!“ (mehr …)