Dies Buch – man blättert es erst mal durch, legt es erschreckt wieder zur Seite, greift sodann wieder nach ihm, weil man sich zurücksehnt nach dem Schrecken, dem man doch eben und gerade noch entfliehen wollte. Gegenüber dem Titel hübsch aufgereiht die Instrumente, mit denen der Zahnarzt Zähne entfernt. Wer keine Angst vor dem Zahnarzt hat, der betrachte dieses Buch und er wird keinen der nächsten Termine wahrnehmen. Bis der Schmerz überwiegt, das Spiel mit der Angst ist vielleicht doch dort am Schönsten, wo sich die Folter als Dienst am Gefolterten darstellt. Und genau dies das tat die Inquisition auch: Das Geständnis, das dem Verhörten zum Beispiel beim Waterboarding, oder in der eisernen Jungfrau abgepresst wurde, sollte seinem Seelenheil dienen.
Ein Bündnis von Künstlern, Ensembles und der freien Szene hat am heutigen Sonntag zur „Glänzenden Demonstration“ aufgerufen – als Gegenprotest zum AfD-Aufmarsch in Berlin. Der Schriftstellerin Maxi Obexer geht es darum, zivilgesellschaftliche Errungenschaften zu verteidigen.„Was uns verbindet ist, was uns verletzt. Was uns verbindet ist, dass wir verletzbar sind. Was uns verbindet ist, dass wir nicht aufhören zu beginnen.“






