So lange sich viele Verleger das auch immer eingeredet haben mögen: Nicht Amazon ist der Feind der Buchbranche, sondern der Leser. Das meint, die Spezies, zu deren Bezeichnung früher einmal das Wort „Leser“ zur Verfügung stand. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat es vor ein einigen Tagen endlich eingeräumt: Die Zahl der Buchkäufer ist von 2015 bis Mitte 2017 um rund sechseinhalb Millionen auf 30,2 Millionen gesunken – das ist ein Minus von knapp 20 Prozent. Nicht mal mehr jeder dritte Deutsche hat 2017 noch regelmäßig zum Buch gegriffen.
Die Veröffentlichung wissenschaftlicher Zeitschriften ist ein Geschäft sui generis – nicht zuletzt, weil viel Steuergeld zirkuliert. Aktuell knirscht es sehr im Verhältnis zum Großverlag Elsevier. Ein Streitpunkt: Soll das Wissen weltweit frei zugänglich sein?
Wer profitiert von wissenschaftlicher Forschung und wer hat Zugang zu den Forschungsergebnissen – unter anderem um diese Frage geht es in der Auseinandersetzung zwischen deutschen Wissenschaftsorganisationen auf der einen Seite und dem Verlag Elsevier auf der anderen.








