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Apr. 2018 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Gesundheit, In vino veritas, Junge Rundschau, Sapere aude, Senioren | 1 Kommentar

Ohne Flügel, mit Ohren und Hut: Der Pianist Vladimir Horowitz

Nur der Mensch schuf das höchst eigenartige Universum des Klanges: Was eigentlich ist Musik? Und wozu dient das scheinbar sinnlose Aneinanderreihen von Noten? Der US-Autor Robert Jourdain sucht die Antworten in den Labors der Hirnforscher.
Vier Milliarden Jahre lang war es still auf Erden. Lautlos prasselte der Regen auf den kargen Fels, stumm blies der Sturm durch die Schluchten, die Meere wogten, doch sie rauschten nicht.
Denn die Millionen von Quallen, Würmern, Seelilien, Schnecken und Algen, die das kambrische Meer bevölkerten, waren taub. Noch gab es kein Ohr, das die allgegenwärtigen Schwingungen der Luft und des Wassers in Geräusche hätte verwandeln können. Das Gehör ist ein Spätentwickler der Evolution. Längst erforschten Augen, Geruchs- und Tastorgane die Welt, als der Kosmos des Klanges noch unentdeckt war. Erst vor einigen hundert Millionen Jahren drangen die ersten Kundschafter vor ins Reich der Laute: die Fische. Wasserwellen durchliefen ihre Leiber und reizten die Bewegungssensoren, mit denen ihre Flanken bestückt sind. Diese funkten eigenartige Signale ans Hirn, das Geflecht der Neuronen entlockte ihnen nützliche Botschaften – ein Zufallsprodukt der Evolution begann ein Eigenleben zu führen.

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Apr. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Liebe Festivalfreunde,

der öffentliche Vorverkauf für die Festival-Saison 2018 ist in vollem Gange. In dieser Newsletter-Ausgabe stellen wir Ihnen vier besondere Konzerte des Festivalsommers sowie eine Veranstaltung für die kleinen Gäste vor. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, bei unserem exklusiven Oster-Gewinnspiel für Newsletter-Abonnenten mitzumachen und 2×2 Konzertkarten für das Konzert mit Vesselina Kasarova, Concerto de’ Cavalieri und Marcello Di Lisa am 27. Juni 2018 in der Basilika von Kloster Eberbach zu erhalten.

Um die Messa di Requiem von Giuseppe Verdi endlich wieder einmal im Rheingau zu Gehör zu bringen, reisen einige der ältesten Festival-Freunde ins Kloster Eberbach: Der Rheingau Musik Preisträger des Jahres 2017 Enoch zu Guttenberg samt seinen Ensembles widmet sich am 28. Juni in der Basilika dieser Totenmesse, in der viel persönliche Überzeugung seines Schöpfers steckt. In die Chorsprache der Klassik führt uns am 29. Juni Justin Doyle mit dem RIAS Kammerchor ein und präsentiert ebenfalls in der Basilika von Kloster Eberbach die „Cäcilienmesse“ von Joseph Haydn. Christian Brückner und Ragna Schirmer erkunden in einem hochromantischem Programm aus Briefen, Dokumenten und musikalischen Werken die Künstlerfreundschaft von Clara und Robert Schumann mit Johannes Brahms am 21. Juli auf Schloss Johannisberg. 50 Jahre exquisite Gesangskunst feiert das A-capella-Ensemble The King’s Singers am 22. Juli im Kurhaus Wiesbaden und interpretiert Werke von Heinrich Isaac, Max Regerund Johannes Brahms sowie traditionelle Volkslieder. Das Blechbläserensemble SonusBRASS wird am 8. Juli auf Schloss Johannisbergmit dem abwechslungsreichen Programm „Fünf Arbeiter und ein Haufen Blech“ für Kinder ab 6 Jahren zu erleben sein.

In den nächsten Newsletter-Ausgaben werden wir Ihnen weitere Konzerthöhepunkte aus unseren Schwerpunkten und unserer zentralen Fokus-Künstler vorstellen.

Rheingau Musik Festival Servicegesellschaft mbH & Co. KG
Postfach 1125
65367 Oestrich-Winkel

Karten- und Info-Telefon: 0 67 23 / 60 21 70

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Festivalteam

 

Liebe Festivalfreunde,

Apr. 2018 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

„Der“ Ball. Und „der“ Fall …

Der Mensch ist und bleibt ein lebenslänglicher Tollpatsch. Er rühmt sich des aufrechten Ganges – und fällt doch immer wieder auf die Nase. Glücklich kann er trotzdem werden. Kaum hatten wir gelernt, auf zwei Beinen zu stehen, fielen wir auch schon hin – und hörten damit für eine ganze Weile nicht wieder auf. Wir standen,  fielen und waren gefallen. Dies gehörte zu den ersten Lektionen, die das Leben uns lehrte – und keine haben wir gründlicher verinnerlicht: Ich falle, also bin ich.

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Apr. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

Die Frage, was überhaupt „deutsch“ ist, hat an Popularität gewonnen – das lässt sich angesichts der Ergebnisse der letzten Bundestagswahl nicht bestreiten. Dass selbst in Kreisen der Unionsparteien wieder widerstandslos von einer „konservativen Revolution“ gesprochen wird, unterstreicht diese allgemeine gesellschaftliche Tendenz. Es ist nicht zu leugnen: „Deutschland verändert sich.“
Damit beginnt Peter Trawnys 2016 erschienenes Buch, das mit der Frage Was ist deutsch? betitelt ist, um im Untertitel konkreter den Verrat an dem Vermächtnis Adornos zu konstatieren.
Bereits 1965 hatte Adorno in einem Radiointerview diese Frage „reflektiert“, was im ersten Schritt ihre Kritik bedeutet. „Denken ist, an sich schon, vor allem besonderen Inhalt Negieren“, heißt es in der Negativen Dialektik pointiert. Adorno wende sich gegen die vergegenständlichte Form des Denkens, durch die es ‚das Deutsche‘ auf einige Charakteristika herunterbricht, um es dann scheinbar allgemeingültig festzusetzen, referiert Trawny Adornos Kritik der Frage. Vielmehr gebe es statt einer deutschen Identität eine Nicht-Identität des Deutschen.

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Zwar haben sie auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Aber der Fall Cambridge Analytica, der Uber-Unfall und ein obskurer Fachartikel zeigen:
Wir erleben etwas menschheits –
geschichtlich Einzigartiges. „Die größte Schwäche der Menschheit“ – so der Physiker Al Bartlett in „The Essential Exponential!“ sei „ihre Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen.“
Man stelle sich folgende Situation vor: Zwei Personen gehen jeweils 30 Schritte.

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März 2018 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Sapere aude, Wissenschaft | Kommentieren

Neben dem traditionsreichen Heidelberger Bachchor (Foto: © Annemone Sake) unter der Leitung von Christian Kabitz und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg begleiten die Sopranistin Silke Evers, der Altus Jonathan Mayenschein, der Bass Thomas Trolldenier sowie der Heidelberger Tenor Namwon Huh das Konzert. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Silke Evers ist in großen Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Berliner Konzerthaus, der Kölner Philharmonie oder der Tonhalle Zürich zu hören und kommt für dieses Konzert nach Heidelberg. Der erst 1997 geborene Jonathan Mayenschein erhielt bereits im Alter von sechs Jahren Gesangsunterricht. Er war Mitglied in verschiedenen Chören, u. a.bei den Aurelius Sängerknaben, ähnlich wie Gastsänger Thomas Trolldenier, der seine ersten sängerischen Erfahrungen als langjähriges Mitglied der Würzburger Domsingknaben sammelte. Der beliebte Heidelberger Tenor Namwon Huh ist derzeit unter anderem als Ernesto in „Don Pasquale“ und Don Ottavio in „Don Giovanni“ zu erleben und wechselt für diesen Abend in der Peterskirche Kostüm und Maske gegen Frack und Sängerpult.

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März 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Rhein-Neckar-Kreis | Kommentieren

Nicht oft sind  Arbeiten aus der Ideengeschichte so aktuell wie die vorliegende des französischen Historikers Johann Chapoutot. Das Buch erschien – ausgehend von seiner Dissertation von aus dem Jahr 2008 – zunächst bei PUF 2012, und nun, nach mehrjähriger Arbeit auf Deutsch, mit einem Vorwort von Uwe Puschner, einem Fachmann für die Geschichte der völkischen Bewegungen. Chapoutot ist inzwischen Professor an der Sorbonne Nouvelle (Université III) sowie Mitglied des Institut Universitaire de France und Autor weiterer Bücher zur faschistischen Epoche, zuletzt 2014 „La loi du sang. Penser et agir en nazi“.
Bei dem hier anzuzeigenden Titel handelt es sich um den minutiösen, aber dennoch spannend geschriebenen Nachweis des rassistischen Missbrauchs jener deutschen Altertumskunde, die mit Johann Joachim Winckelmann 1755 begann und eine beispiellose Karriere im europäischen, aber vor allem deutschen Denken erlebte.

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik | Kommentieren
Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. In seinem grandios erzählten Buch entfaltet Bernd Roeck ein beeindruckendes Panorama dieser dramatischen Epoche. Zugleich erklärt er im Horizont der Globalgeschichte, wieso es in Europa zu dieser einzigartigen Verdichtung von weltbewegenden Ideen, spektakulären Entdeckungen und historischen Umwälzungen kommen konnte. Um die Wurzeln der Renaissance freizulegen, blickt Bernd Roeck weit ins Mittelalter und die Antike zurück – und weit über die Grenzen Europas hinaus. Mit analytischer Schärfe und darstellerischem Glanz lässt er die Epoche vor den Augen des Lesers auferstehen: die große Kunst, die unter Italiens Himmel entstand, und die Ideen der Humanisten ebenso wie die Religionskriege und die Anfänge der Unterwerfung fremder Erdteile. Er erzählt von Kaufleuten und Dichtern, Kaisern und Päpsten, klugen Frauen und monströsen Männern, von den Großen der Zeit und den Kleinen, die fern der
Paläste mit Krankheit und Hunger kämpften. Schließlich zeigt dieses Opus magnum, dass die Renaissance mit ihren Innovationen nicht nur Sehnsuchtsorte der Schönheit und des Geistes schuf, sondern auch die Fundamente für unsere moderne Welt.

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März 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Passend zu den ersten richtigen Sonnenstrahlen des Jahres freuen wir uns sehr, Ihnen einen Überblick über unsere nächsten Projekte geben zu können: Am 15. März begrüßen wir um 20:00 Uhr im Heidelberger BETRIEBSWERK Salome Kammer und Edgar Reitz in einem Gesprächskonzert aus unserer Konzertreihe Musik im Kontext, diesmal zum Thema Film.Im Rahmen des Heidelberger Frühlings findet am 19. April um 21:00 Uhr ein Portraitkonzert zu dem Komponisten José María Sánchez-Verdú mit unseren beiden Ensembles in der Peterskirche statt. Zusätzlich gibt es bereits um 20:15 eine Einführung mit dem Komponisten selbst.

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März 2018 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

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