Zum letzten Mal in dieser Spielzeit sind der traditionsreiche Bachchor Heidelberg (Bild: Annemone-Taake) zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg in der Peterskirche zu erleben und präsentieren eines der bekanntesten und am häufigsten aufgeführten Chorwerke überhaupt: Johannes Brahms »Ein deutsches Requiem“.

Sonntag 10. Juni um 19.00 Uhr, Einführung um 18.10 Uhr | Peterskirche Heidelberg

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Juni 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren
Was waren die letzten Worte von Claus von Stauffenberg, bevor er in der Nacht des 20. Juli 1944 nach seinem Attentatsversuch auf Hitler standrechtlich erschossen wurde? Amerikanische und deutsche Kinogänger werden auf diese Frage nach Tom Cruises Film „Operation Walküre“ unterschiedliche Antworten geben. Tom Cruise ruft: „Long live secret Germany!“ Seine deutsche Synchronstimme spricht dagegen vom „heiligen Deutschland“
„Geheimes Deutschland“, an das beide Worte anklingen, ist ein Gedicht von Stefan George. Die Debatte darum, ob Stauffenberg kurz vor seinem Tod noch einmal explizit auf seine Prägung durch George hingewiesen hat, dauert seit langem an. Vor allem Marion Gräfin Dönhoff vertrat entschieden die Meinung, Stauffenberg habe gerufen: „Es lebe das geheime Deutschland!“ In seinem kürzlich erschienenen Buch über die Hintergründe der Verschwörung beleuchtet der Philosoph Manfred Riedel die Erziehung der drei Brüder Stauffenberg durch George und beschreibt einen geistigen Resonanzraum, in dem das letzte Echo des Rufes verklingt.

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Mai 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Idylle allzeit rundum? Neue Romane erzählen, wie schwer es ist, sich vom hergebrachten Familienbild zu trennen:
Mutter holt ein Cocktailkleid aus dem Schrank, Vater einen Anzug, der Nachwuchs mahnt die Eltern, sich ausnahmsweise unpeinlich zu benehmen: Ungefähr so denkt man sich die häuslichen Vorbereitungen einer klassischen Kleinfamilie auf eine Abiturfeier. Keine allzu komplizierte Sache.
Dann aber gibt es Familien, deren schierer Personalumfang (Vater und seine neue Freundin, Mutter und ihr neuer Freund, Kinder aus zwei geschiedenen Ehen) die Vorbereitungen auf das organisatorische und diplomatische Niveau eines Staatsbanketts hebt, bei dem einander feindlich gesinnte Nationen aufeinandertreffen. Von einer solchen Familie erzählt der jüngst erschienene, ironisch pointierte Roman Abifeier eines gewissen Eric Nil. Der Klappentext sagt, es sei das Pseudonym eines „bekannten Romanautors“. Wer auch immer: Der Mann hat Abifeierstress erlebt.

 

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Mai 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren
Ein Bündnis von Künstlern, Ensembles und der freien Szene hat am heutigen Sonntag zur „Glänzenden Demonstration“ aufgerufen – als Gegenprotest zum AfD-Aufmarsch in Berlin. Der Schriftstellerin Maxi Obexer geht es darum, zivilgesellschaftliche Errungenschaften zu verteidigen.
„Was uns verbindet ist, was uns verletzt. Was uns verbindet ist, dass wir verletzbar sind. Was uns verbindet ist, dass wir nicht aufhören zu beginnen.“

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Mai 2018 | Allgemein, Feuilleton, Gesundheit, Junge Rundschau, Politik | Kommentieren

Wilhelm Fraenger hatte zwar auch in seiner Heidelberger und Mannheimer Zeit nichts mit Stefan George zu tun, aber zu seinem engeren Freundeskreis gehörte Wolfgang Frommel, der Sohn des Heidelberger Theologie-Professors und Pfarrers Otto Frommel, der 1951 in Amsterdam die in der Tradition Stefan Georges stehende Zeitschrift CASTRVM PEREGRINI gründete.

Wolfgang Frommel berichtet, dass der zum Fraenger-Kreis DIE GEMEINSCHAFT in Heidelberg gehörende spätere sozialdemokratische Politiker Theo Haubach, der als Angehöriger des Kreisauer Kreises am 23. Januar 1945 von der NS-Justiz ermordet wurde, ihm die ersten George-Gedichte vorgelesen habe.

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Mai 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Save the date | Kommentieren

Veranstaltung mit dem Architekten und Hochschullehrer Prof. Andreas Quednau
Über „Die Stadt als zweite Natur“ spricht Andreas Quednau, Architekt und Professor für Städtebauliches Entwerfen an der Leibniz Universität Hannover, in einem Vortrag, der am Montag, 14. Mai 2018, an der Universität Heidelberg stattfindet. Prof. Quednau ist zu Gast beim Studium Generale, zu dem die Ruperto Carola in diesem Sommersemester einlädt. Die aktuelle Reihe, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bauausstellung Heidelberg durchgeführt wird, widmet sich dem Rahmenthema „Die Stadt von Morgen – Zukunftsfragen der Gesellschaft“.

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Mai 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Zeitgeschehen | Kommentieren

Die „Heidelberger Literaturtage im Aufbruch“ segeln auch 2018 unter der Flagge der UNESCO City of Literature Heidelberg. Vom 15. bis 19. Juni 2018 präsentiert das Kulturamt der Stadt Heidelberg zusammen mit vielen Kooperationspartnern im historischen Spiegelzelt auf dem Universitätsplatz ein literarisches Programm, das die Tradition des Festivals aufgreift und zugleich Neuerungen bietet. Auf dem Programm stehen Lesungen deutschsprachiger und internationaler Autoren, Veranstaltungen für Kinder und Familien, Workshops, Führungen, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen sowie Late Night Specials mit Dichtern der jungen und studentischen Szene.

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Mai 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Die türkische Schriftstellerin Aslı Erdoğan saß bis Ende 2016 ein halbes Jahr in Haft in der Türkei. Seit Herbst 2017 lebt sie in Frankfurt am Main. Bei einer Veranstaltung erklärt sie, warum das Leben am Main für sie eine Herausforderung ist.
Es war die Frage, die sie am meisten fürchtete, sagte Aslı Erdoğan in ihrer Exilstadt Frankfurt am Main.

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Apr. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Politik, Zeitgeschehen | Kommentieren

Wir sind Zeuge eines politischen Rollbacks, den viele noch immer nicht richtig fassen können: Bei Wahlen triumphieren Rechtspopulisten und Rassismus, Homophobie und religiöser Fundamentalismus sind auf dem Vormarsch. Angesichts einer schlechten Welt müssen auch die Intellektuellen die Umstände ihres Tuns einer kritischen Analyse unterziehen.
Geoffroy de Lagasnerie fordert, die Bequemlichkeit des Rückzugs hinter die Wertfreiheit der Wissenschaft und die Autonomie der Kunst infrage zu stellen und sich unangenehme Fragen zu stellen: Rechtfertigt ein schön geschriebener Satz eine rassistische Aussage? Wem nützt die Wissenschaft?

Nur wenn wir gegenüber diesen Problemen Stellung beziehen, können wir zu einem wirklich kritischen Denken beitragen.

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Apr. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Zeitgeschehen | Kommentieren

Der Musiker und Theologe Dr. Harald Pfeiffer (2.v.l.) wird mit dem Bundesversdienstkreuz ausgezeichnet, Ehefrau Margarethe bekommt einen Blumenstrauß. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (l) und Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (r), gratulieren.
Foto: Philipp Rothe

Dr. Harald Pfeiffer setzt sich als Theologe, Pfarrer und Musiker seit vielen Jahrzehnten für die Menschen in Heidelberg und in der Umgebung ein. Für sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement ist der 75-Jährige am Freitagabend, 13. April 2018, in Heidelberg mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk überreichte die Auszeichnung im Großen Rathaussaal gemeinsam mit Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner an Dr. Harald Pfeiffer.

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Apr. 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Kirche & Bodenpersonal, Senioren, Metropolregion Rhein-Neckar | Kommentieren

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