Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild von einem jungen Mann, den der Heroismus des Nationalsozialismus ebenso anzog wie eine naturmystische Frömmigkeit, dessen Freiheitsdrang aber seine größte, kompromisslose Leidenschaft war. „Ganz leben oder gar nicht!“, notierte Hans Scholl, und es ist erstaunlich, welche Erfahrungen sich in seinem kurzen Leben verdichten. Während er zum Fähnleinführer in der Hitlerjugend aufstieg, leitete er eine verbotene bündische Jugendgruppe, die abenteuerliche Fahrten unternahm und verpönte Schriftsteller las. Er liebte Jungen und Mädchen, schrieb Gedichte und Erzählungen. Als Medizinstudent interessierte er sich vor allem für Philosophie und erlebte als Sanitätssoldat das Grauen an der Front.

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Juli 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

„Die Welt des Glücklichen“, hat uns Ludwig Wittgenstein im Tractatus logico-philosophicus gelehrt, „ist eine andere als die des Unglücklichen. Wie auch beim Tod die Welt sich nicht ändert, sondern aufhört.“ Ob Wittgenstein dies Wissen auf Glauben gründet? Ihn können wir nicht mehr fragen, fragen wir also mal uns: Besteht nicht ein unüberbrückbarer Graben zwischen Vernunft, Wissen und Glauben? Gibt sich nicht Vernunft als präzises Denken nach dem Maßstab des Wissenschaftlichen aus – derweil dem Glauben zugestanden wird, solcher Maßstäbe nicht zu bedürfen, dass er ins Vage, das Unkontrollierbare und weniger Feste abdriften dürfe? (mehr …)

Juli 2018 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal | Kommentieren
Lisa McInerney erzählt in ihrem rabenschwarzen Debüt „Glorreiche Ketzereien“ aus einem postkatholischen Irland, in dem die Heilige Dreifaltigkeit höchstens noch dem heillos unorganisierten Verbrechen dient. Gianrico Carofiglio ergründet in „Kalter Sommer“ die Entstehung der Mafia in Apulien.

Von all den jungen Autorinnen, die gerade Irlands Literatur aufmischen, ist Lisa McInerney die populärste. Als Sweary Lady errang sie Kultstatus mit ihrem inzwischen abgeschalteten Blog „Arse End if Ireland“, auf dem sie von ihrem Leben als alleinerziehende Mutter in einer Sozialsiedlung am Rande von Cork erzählte. McInerney ist echte Workingclass. Für ihren ersten Roman „Glorreiche Ketzereien“ wurde sie mit Preisen überschüttet, unter anderem bekam sie den hochdotierten Baileys Women’s Prize.

 

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Juli 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ steht auf dem Programm eines Konzerts, zu dem das Collegium Musicum Heidelberg am Sonntag, 29. Juli 2018, einlädt. Gemeinsam mit dem Universitätsorchester und dem Universitätschor der Ruperto Carola musiziert der Akademische Chor der polnischen Jagiellonen Universität Krakau.

Die Gesamtleitung liegt bei Universitätsmusikdirektor Michael Sekulla. Als Solisten konnten die auch international renommierten Sängerinnen und Sänger Cristiana Oliveira (Sopran), Chariklia Mavropoulou (Mezzosopran), Xavier Moreno (Tenor) sowie Peter Maruhn (Bass) gewonnen werden.

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Juli 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren

Viele hatten ein Pop-Märchen in Walt-Disney-Manier erwartet. Stattdessen feierten Kritik und Publikum den Beatles-Zeichentrickfilm als bombastisches Wunderwerk. Am 17. Juli 1968 fand die Premiere von „Yellow Submarine“ in London statt.
We all live in a yellow submarine
Ein großes, gelbes Unterseeboot aus Pappmaschee war der Blickfang am Piccadilly Circus in London, als am 17. Juli 1968 der Beatles-Zeichentrickfilm „Yellow Submarine“ Premiere feierte. Der Verkehr stockte, zahlreiche Schaulustige drängten. George, Paul, John und Ringo zwängten sich unter Polizeischutz zusammen mit anderen Prominenten aus der Musik- und Filmbranche ins Pavilion-Kino.

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Juli 2018 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

„Die erhellendste politische Lektüre dieses Sommers!“ – so lässt sich beispielsweise die ZEIT  in der Rezension zu diesem Titel ein, und dem wollen wir uns mit dem folgenden Beitrag gerne anschließen.

Mit Blick auf die USA, Lateinamerika und Europa nämlich zeigen die beiden Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt, woran wir erkennen, dass demokratische Institutionen und Prozesse ausgehöhlt werden.

Und sie sagen, an welchen Punkten wir eingreifen könn(t)en, um diese Entwicklung zu stoppen.

Und, mit gezielter Gegenwehr lasse sich die Demokratie durchaus retten –
„auch noch vom Sterbebett.“

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Juli 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Senioren | Kommentieren
Obrigkeitliche Personen sind dreifache Sklaven: Sklaven des Prinzen oder des Staats, Sklaven des Ruhms, und Sklaven der Geschäfte. Also daß sie gar keine Freiheit genießen, weder in Absicht auf ihre Person, noch in ihren Handlungen, noch in ihrer Zeit. Es ist eine wunderliche Art der Begierde, nach der Gewalt streben, die Freiheit verlieren, oder um Gewalt über andere sich bewerben und der Gewalt über sich selbst begeben.

Francis Bacon, Essays, 1597, aus: Franz Bacons moralische, politische und ökonomische Versuche, Breslau 1762

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Juli 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Acht der Opfer des NSU trugen türkische Namen, eines einen griechischen, eines einen deutschen. Fatma Aydemir stellt in der taz einen Tag nach dem Urteil gegen Beate Zschäpe die Fragen, die bis heute Scham auslösen: „Wie kann es sein, dass bei solch einer Namensliste die Behörden all die Jahre nicht auf die Idee kamen, im rechten Milieu zu ermitteln? Wieso gingen die Ermittlungen streng in Richtung des eigenen Umfelds und ins Drogenmilieu? Rassismus ist ein Problem, das sich immerzu reproduziert, indem es unsichtbar gemacht wird.“

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Juli 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Über das Thema „Sprache des Populismus in Europa“ diskutiert der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, mit Studierenden und Prof. Dr. Ekkehard Felder vom Germanistischen Seminar der Ruperto Carola in einem Podiumsgespräch, das am Dienstag, 10. Juli 2018, an der Universität Heidelberg stattfindet. Zuvor hält Ministerpräsident Kretschmann einen Vortrag zum Thema „Populismus in Deutschland“.
Zu der Veranstaltung lädt das Europäische Zentrum für Sprachwissenschaften, eine Kooperation der Universität Heidelberg und des Instituts für Deutsche Sprache in Mannheim, ein.

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Juli 2018 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Politik, Metropolregion Rhein-Neckar, Save the date | Kommentieren

So kennt man die Beiden – hier im (nicht mehr ganz aktuellen) Bild: KMD Peter Schumann an der Orgel und der Laudator zu dessen heutigem Geburtstag in der Providenzkirche,  der trompetende Theologe Dr. Harald Pfeiffer

Da haben sich nochmal einige der Wegbegleiter des Kirchenmusikdirektors Peter Schumann zusammengefunden, ihm an seinem 85. Geburtstages einen musikalisch-bunten Strauß im Rahmen eines Festkonzerts zu binden.

Nach einer schmissigen Entrada des Posaunenchors Heiliggeist unter der Leitung von Dr. Christian Jungbluth und einem Grußwort von Pfarrer Dr. Vicenzo Petracca gab es eine Menge musikalischer Perlen auf die Ohren:
Antonio Vivaldis Konzert für Piccolo-Flöte und Orchester. Felix Mendelssohn Bartholdy: Variationes concertantes. Eginhard Teichmann: Tango Castillo baja, das Doppelkonzert für Violine und Oboe, sowie die Ciaconne d-moll für Violine Solo von Johann Sebastian Bach und, und und …
Und, natürlich, durften die Pifferari di Santo Spirito mit einer „Happybirthdayjodelwalzerparaphrase“ nicht fehlen, an der – was Wunder – Peter Schumann dann noch hochselben in fröhlicher Mittäterschaft  Anteil nahm.
Moderiert wurde der Abend von Bruno Dumbecck, die Festrede von Dr. Harald Pfeiffer möchten wir Ihnen zu guter Letzt – im Wortlaut – nicht vorenthalten:

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Juni 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Kirche & Bodenpersonal | Kommentieren

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