Der Manager von Ingo Insterburg bestätigte gegenüber Agenturen, er sei einem erst kürzlich bei dem Musiker diagnostizierten Krebsleiden in einem Charlottenburger Hospiz erlegen. In seinen letzten Stunden war Ingo Insterburg nicht allein, sein Sohn Wolf war an seiner Seite. Bereits Ende der 60er Jahre gründete Ingo Insterburg, der am 6. April 1934 unter seinem bürgerlichen Namen Ingo Wetzker in Insterburg geboren wurde,  gemeinsam mit Karl Dall, dem Autor Peter Ehlebracht und dem Schauspieler Jürgen Barz die Band Insterburg & Co. womit auch der Grundstein für Comedians wie Otto und Mike Krüger gelegt worden war. Er selbst bezeichnete sich als musikalischer Komödiant, Kritiker betitelten Ingo Insterburg als Blödelbarden.

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Okt. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | 1 Kommentar

Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, Jeder ist
allein.

 

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Okt. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Der Mannheimer Hof unter Kurfürst Carl Theodor war berühmt für seine Musik und die mit den Aufführungen verbundenen „Events“ – die „Akademien“. Beides können die heutigen Gäste der ehemaligen kurpfälzischen Residenz erleben. Bei einem Festkonzert zur Feier des 275-jährigen Jubiläums der „Mannheimer Schule“ am 4. November treffen die Besucher im Schloss auf historische Gäste einer musikalischen Akademie, wie sie am Hof zelebriert wurde: auf den jungen Mozart, Damen des Hofes, Mannheimer Bürger sowie auf den Musikkritiker Charles Burney. Als historische Zeitzeugen nehmen sie die Besucher mit auf eine Zeitreise in das 18. Jahrhundert.

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Okt. 2018 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren, Metropolregion Rhein-Neckar | Kommentieren

In diesem Jahr findet im Rahmen des Festivalprogramms vom Theater und Orchester Heidelberg das Barock-Fest „Winter in Schwetzingen“ vom 30. November 2018 bis zum 26. Januar 2019 statt. Eröffnet wird das Festival am 30. November 2018 im Rokokotheater Schwetzingen mit der Oper (Bild Ludwig Olah): „La Verità In Cimento“ von Antonio Vivaldi. Die Musikalische Leitung liegt bei Davide Perniceni, die Regie bei der national und international gefragten Regisseurin Yona Kim.
Antonio Vivaldis Familientragödie von 1720 bildet den Höhepunkt seines in der Zwischenzeit fast vergessenen Opernschaffens. Knapp 100 Bühnenwerke sollen aus der Feder des venezianischen Meisters stammen. Die meisten hiervon sind allerdings heutzutage verschollen. (mehr …)

Okt. 2018 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Metropolregion Rhein-Neckar, Theater & Orchester HD | Kommentieren
Kein Festival in der alten Bundesrepublik hat je eine solche Wirkung gehabt wie sechs Veranstaltungen oberhalb einer kleinen Burgruine nahe der Mosel. Auf der Burg Waldeck im Hunsrück wurden zwischen 1964 und 1969 nicht nur alte deutsche demokratische Liedtraditionen aus ihrem Schattendasein gerissen. Die Festivals wurden auch zur Wiege eines neuen deutschen Liedes. Und dies in ganzen vier Tagen »Antikultur«! »Für einen kleinen Augenblick war das deutschsprachige politische Lied zu einer kulturellen Erscheinung von erheblicher Breitenwirkung geworden«, (Freitag). 2014 jährte sich das erste Waldeck-Festival zum 50. Mal – den Herausgebern dieser einzigartigen Fan-Box Grund genug, die Livemitschnitte von der Burg Waldeck von 1964 bis 1969 in rund 13 Stunden zu Gehör zu bringen.

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Okt. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

„Deutschlands schönste Moschee steht in Schwetzingen“ – diese Einschätzung läßt sich derzeit aktuell lesen im Online-Portal des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Kenner des Schwetzinger Schlossgartens wissen das längst. Mitarbeitern der „Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ freuen sich zwar darüber, dass der Hamburger Redaktion das bedeutende historische Bauwerk aus dem 18 Jahrhundert gefällt, machen aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass „elegante Anlage allerdings nie eine Moschee, sondern immer lediglich Schmuck des berühmten Schlossgartens mit philosophischem Hintergrund war. (mehr …)

Okt. 2018 | Heidelberg, Feuilleton, Metropolregion Rhein-Neckar | 1 Kommentar

Japan im 12. Jahrhundert: Das Dorf Shimae wird von einem Unglück heimgesucht. Katsuro, der beste Karpfenfischer des Dorfes, ertrinkt in einem Fluss, was besonders dramatisch ist, weil nur seine Karpfen den Tenno in Heian-kyo zufriedenstellen. Da es undenkbar ist, dass die Fischteiche des Kaisers einfach leer bleiben, wird Katsuros Frau Miyuki dazu bestimmt, die wertvollen Fische an Nagusa Watanabe, den Direktor des Ministeriums der Gärten und Teiche, zu überbringen.
Mit zwei großen Weidenreusen auf den Schultern und voller Erinnerungen an ihre verlorene Liebe macht sich die junge Frau auf in die Fremde. Stets hat sie die zahlreichen Gefahren im Blick, und doch werden nicht alle Karpfen, mit denen sie ihre Reise angetreten hat, am Ende in der Kaiserstadt ankommen.

Didier Decoin ruft eine Welt der Farben und Gerüche, der Bilder und Träume auf, die diesen exotischen Roman zu einem Fest der Phantasie werden lässt. Miyukis Reise im mittelalterlichen Japan wird lange im Gedächtnis des Lesers bleiben.

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Okt. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Senioren | Kommentieren

Die Zeit läuft: Anmelden zum Heidelberger Stückemarkt.

»Drift« von Ulrike Syha eröffnet den Heidelberger Stückemarkt 2019. Der Aufruf zur Einreichung von Stücken für den Deutschsprachigen Autorenwettbewerb und zum Stipendiatenprogramm geht nun in die zweite Runde.
An 10 Tagen präsentiert im Frühjahr der Heidelberger Stückemarkt die Avantgarde des Theaters: Da werden dann sowohl neue Stücke  gelesen und herausragende Uraufführungen aus dem deutschsprachigen Raum zu Gastspielen gespielt, als auch sollen damit   gesellschaftliche Diskurse angestoßen und ästhetische Tendenzen unserer Theaterlandschaft reflektiert werden.
Das internationale Highlight des Heidelberger Stückemarkts ist wie immer das jährlich wechselnde Gastland. Man wolle „hören und sehen“- so die Heidelberger Gastgeber – „wie sich Theater unter Recep Tayyip Erdoğan verändert habe und deshalb die Türkei 2019 nach Heidelberg einladen.

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Okt. 2018 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Theater, Save the date | Kommentieren

Die Maschine ist die große Unbekannte des Denkens. Wen dies sonderbar anmutet, weil man ihr als Metapher überall begegnet, werfe einen Blick auf unser Bild von Gott : Nacheinander wurde er von der Kultur zum Theaterereignis, zum Uhrmacher und schließlich zum Programmierer umgeschult. Worin liegt der philosophische Nerv der Maschine, dieser großen Unbekannten des Denkens ? Von der Rätselfrage des ›deus ex machina‹ wird der Leser in kurzen, prägnanten Abschnitten mit dem ›Denken ohne Denker‹ konfrontiert. Über die historischen Exkursionen hinaus führt Martin Burckhardt in dieser philosophischen Grundlegung den Leser in die Gegenwart auf den so langsamen wie unweigerlichen Rückzug der Philosophie und der gleichzeitigen Explosion maschineller Intelligenzen hin. Die Maschine ist kein technisches Gadget mehr, sondern längst zur geistigen Größe geworden. Sie ist das Unbewusste der Philosophie, der Gesellschaft überhaupt. Würde der Geist der Maschine freigesetzt, wäre endlich eine nun von allem metaphysischen Ballast befreite, radikal geistesgegenwärtige Philosophie denkbar.

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Okt. 2018 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

Sie versicherten einander ihre Liebe in Briefen noch, als sie sich scheinbar schon entzweit hatten und der eine den anderen hatte festnehmen lassen: Friedrich der Große und Voltaire. Bis ins hohe Alter pflegten die beiden bedeutendsten Männer ihrer Zeit eine äußerst komplizierte Männer-Beziehung. Es war das Jahrhundert Amors. Mätressen und Günstlinge beherrschten die Höfe, Könige und Zarinnen machten sich durch Lüsternheit lächerlich, die Liebe regierte allüberall: sowohl in den Niederungen des Marquis de Sade als auch in den ätherischen Regionen eines Watteau und Mozart – und selbst im nüchternen Preußen.

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Okt. 2018 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

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