Das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim lädt ein zur öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „POLITICAL CORRECTNESS – NUTZEN ODER GEFAHR?“ am Donnerstag, den 22.11.2018 um 19:30 Uhr in den Vortragssaal in R 5, 6-13, 68161 Mannheim. Unter der Moderation von Dr. Albrecht Plewnia (IDS) diskutieren: Der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, Prof. Dr. Henning Lobin, Prof. Dr. Heidrun Kämper (IDS), Prof. Dr. Jan Schneider (Universität Koblenz-Landau) und Walter Serif (Mannheimer Morgen). (mehr …)
Der Politikwissenschaftler Michael Vollmer hat das Verhältnis Thomas Manns zum Ersten Weltkrieg untersucht. Anhand Manns „Betrachtungen des Unpolitischen“ gelingt Vollmer eine wertvolle und wichtige Ergänzung in der aktuellen historischen Diskussion über Ursachen und Folgen des Ersten Weltkrieges. Der Mann’sche Blick auf die französische, russische und deutsche Kultur ist von den damals geläufigen Klischees und Stereotypen durchsetzt Thomas Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“ – das sind 600 Seiten voller deutschtümelnder Phrasen und nationalkonservativer Klischees. Der ausufernde Essay widmet sich der Bedrohung und Verteidigung deutscher Kultur und Literatur im Ersten Weltkrieg. Im Kern geht es Thomas Mann darum, den vermeintlichen Anspruch der französischen Literatur zurückzuweisen, Deutschland und Europa zur Demokratie zu bekehren. Dieser kulturimperialistische Ansatz Frankreichs bedrohe die „wahre deutsche Kultur und Literatur“, wie Mann schreibt. Michael Vollmer sieht in den „Betrachtungen eines Unpolitischen“ im Wesentlichen den Versuch Thomas Manns, sich selbst in den kulturellen Strömungen Deutschlands und Europas zu verorten.









