Vor zehn Jahren galt DC Comics als Maß aller Dinge. Heute spricht man nur mehr über Marvel. Warum?
Das „Marvel Cinematic Universe“ gilt eben heute als Maß im Bereich Comicverfilmungen. Vor zehn Jahren sagte man dasselbe noch über die Konkurrenz von DC. Eine Geschichte von richtigen und falschen Entschei-dungen. Im Nachhinein muss festgestellt werden dürfen, dass das Jahr 2008 für DC Comics – einen der beiden großen US-amerikanischen Comicverlage – der Höhepunkt war. Filmisch gesehen jedenfalls. Im Sommer des Jahres erschien dann aber „The Dark Knight“, der zweite Teil von Christopher Nolans Batman-Trilogie, für viele immer noch einer der besten Blockbuster der Nullerjahre. (mehr …)
Das traditionelle Parkfest der Musikschule Schwetzingen findet auch in diesem Jahr wieder im Schlossgarten statt: Am Sonntag, den 7. Juli wird die ehemalige kurfürstliche Sommerresidenz der Ort eines Wandelkonzerts. Von 13.30 bis 17.30 Uhr präsentieren mehr als 1.000 Schüler ihre Instrumentalstücke auf sieben Bühnen.
Das Musizieren im Schlossgarten hat Tradition: Unter Kurfürst Carl Theodor wurde Schwetzingen zu einem Zentrum höfischer Musikkultur, wenn sich im Sommer Hofstaat und Hoforchester in der glänzenden Residenz aufhielten. (mehr …)
Heidelberger Forscher veröffentlichen evolutionäre Studien zu entwicklungs-genetischen Programmen verschie-dener Säugetiere. Erstmals haben Wissenschaftler vergleichend die genetischen Programme entschlüsselt, die die Entwicklung wichtiger Organe beim Menschen und bei anderen ausgewählten Säugetieren – Rhesusaffe, Maus, Ratte, Kaninchen und Opossum – vor und nach der Geburt steuern.
Die Molekularbiologen der Universität Heidelberg analysierten dazu mithilfe moderner Sequenzierungstechnologien neben Gehirn und Herz auch Leber, Niere, Hoden und Eierstock. Ihre großangelegte Studie hat unter anderem gezeigt, dass alle untersuchten Organe fundamentale und ursprüngliche Genaktivitäts-Netzwerke aufweisen, die bereits in der Frühzeit der Säugetierevolution vor mehr als 200 Millionen Jahren entstanden sein müssen. (mehr …)
der Berühmten. Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.“
Diese Notiz von Walter Benjamin steht eingraviert auf einer Glasplatte am Ende eines Korridors aus Stahl, der über das Meer ragt. Die Glasplatte verschließt den Korridor, setzt der Bewegung ein Ende, lässt jedoch den Blick auf Meer und Bucht zu.
Der Gedenkort „Passagen“ von Dani Karavan (Bild),
erinnert an den Philosophen Walter Benjamin, der sich im nahen Port Bou auf der Flucht vor der Gestapo das Leben nahm, als ihm die Tatsache eröffnet wurde, dass ihm die Einreise nach Spanien verweigert werde. Doch das 1994 eingeweihte Denkmal ist – wie alle große Kunst – viel mehr. Es ist eben jener Versuch, mit dem Gedanken Benjamins derer zu gedenken, die als nicht Berühmte im Mahlstrom der Geschichte unter-gegangen sind. Erst dieses Gedenken schafft die Geschichte. Nur was im Gedächtnis bewahrt wird, ist Geschichte, die mehr ist als eine Aneinanderreihung großer Namen und eine zumeist von Siegern geschriebene Ereignisgeschichte. (mehr …)
Wir werden überwacht, vermessen, durchleuchtet, ausgespäht und manipuliert. Aber wer steckt eigentlich dahinter? Geheimdienste? Der Staat? Datengetriebene Konzerne wie Google und Facebook? Zweifelsohne – aber wer hat ihnen diese „Macht“ verliehen? Es waren und sind Informatiker. Also all jene, die Programme und Algorithmen entwerfen und schreiben. Menschen wie er, sie, es, die Geld verdienen müssen und sich natürlich auch eines Gewissens bedienen – könnten. Allerdings leben viele IT´ler in ihrer eigenen (IT-)Welt und nehmen die Folgen ihres Handelns nur peripher wahr oder kümmern sich schlichtweg zu wenig darum. (mehr …)
Heute regiert das Jetzt und nimmt den gesamten Zeitraum in Anspruch, der uns zur Verfügung steht. Unter dem Druck der Gegenwart fehlen zeitgenössischem Denken oftmals sowohl das Geschichtsbewusstsein als auch der Zukunftshorizont. Mit der Bibliothek 100 Jahre Gegenwart möchte das Haus der Kulturen der Welt dem überkommenen Verständnis von Gegenwart deshalb andere Zeitentwürfe entgegenstellen. In den einzelnen Bänden der Publikationsreihe wird jeweils die Zeitspanne eines Jahrhunderts in den Blick genommen, um die historischen Umwälzungen in Politik, Ökonomie, Spiritualität, Technologie und Kultur zu untersuchen, die unsere Gegenwart ebenso prägen wie unsere Zukunft. So sollen Transformationen identifiziert werden, zu denen alternative Ausgänge denkbar waren, und Kontinuitäten aufscheinen, an die sich anknüpfen lässt. Zentrale Fragen der letzten hundert Jahre werden dabei nachhaltig wieder aufgegriffen:
Was hat Claus Schenk Graf von Stauffenberg zum Attentat auf Hitler bewogen? Eines jedenfalls steht fest: Seine Tat ist nicht zu trennen vom deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.
Das Urteil der Deutschen über Bismarck seit 1945 ist ein Beispiel dafür, dass sich das Bild einer historischen Gestalt grundsätzlich wandeln kann. Steht uns mit dem Bild des Mannes, der beim Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 die entscheidende Rolle gespielt hat, ähnliches bevor?
Veritanische Academie: Nach jahrelanger Agonie an „Fronleichnam“ als Phönix aus der Asche gestiegen:
„Wonne, Wonne über Wonne“: Veritas – „die Gnadensonne“
Da wird uns alleweil und allüberall das “Hohe Lied der Arbeit” gesungen, einer Arbeit, die angeblich unverzichtbar zur Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit gehöre. Der veritanisch disponierte Mensch – also einer im Vorstadium seines wissenschaftlichen Studiums an der “Veritanischen Akademie zu Heidelberg” – begegnet solchen Ideologien mit grundsätzlichem Unbehagen und tiefem Misstrauen. Durch unsere Akademie wird der Adept theologisch davon unterrichtet, dass nach Genesis 2,8 Gott einen Garten Eden pflanzte und Adam, den Menschen, mitten hineinsetzte, in ein Paradies also, in dem dieser Mensch ein müheloses und sorgenfreies Leben hätte führen können.
Hätte können …
Am 20. Juni 1819 erblickte Jakob Offenbach im rheinischen Köln das Licht der Welt. Verstorben ist er 1880 in Paris. Er war ein deutsch-französischer Komponist und Cellist. Er gilt als Begründer der modernen Operette. Seinen großen künstlerischen Durchbruch schaffte er in Paris (fortan nannte er sich ‚Jacques‘), wo die Delikatessen seiner Opéra-bouffes genau den ‚Zahn der Zeit‘ trafen. Wenn Offenbach Sitten, Personen und Ereignisse der Pariser Gesellschaft karikierte, blieb durch seinen beißenden Humor und die grelle Satire ‚kein Auge trocken‘. Zu bekannten Werken von ihm zählen u. a. „Die schöne Helena“, „Orpheus in der Unterwelt“ sowie auch Opern, Ballette und konzertante Werke. (mehr …)
Vom 22. bis 26. Juni 2019 veranstaltet das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg die ersten Kulturtage der Sinti und Roma. Neben Jazz-, HipHop- und Klassik-Konzerten gibt es Vortrags- und Diskussionsformate sowie Ausstellungen zu aktuellen politischen Themen wie „Heimat“ und „Identität“.
Die Kulturtage der Sinti und Roma werden gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung und der Heidelberger Partnerschaft für Demokratie und stehen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier. (mehr …)



