Vor 150 Jahren wurde der Dichter Karl Wolfskehl geboren. Der „Exul Poeta“ konnte sein Leben im neuseeländischen Exil retten – am letzten Inselriff, so weit weg von Deutschland wie möglich.

Der Herausgeber der Ältesten deutschen Dichtungen, der Philologe, der über Germanische Werbungssagen promovierte, der Jude, dessen Familie Jahrhunderte in der deutschen Geschichte mitwirkte, schrieb nach dem Krieg „An die Deutschen“.

Es ist dies der richtige Zeitpunkt für ein Symposium, den Namen in besonderer Weise in Erinnerung zu rufen und sein Schicksal ins Zentrum unserer Wahrnehmung zu rücken. (mehr …)

Sep. 2019 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren | Kommentieren

Passt der Islam mit den Werten westlicher Demokratien zusammen? Ja. Unbedingt, ist die türkischstämmige SPD-Politikerin Lale Akgün überzeugt. Allerdings aber müssten sich Muslime von den Geboten des 7. Jahrhunderts lösen. „Wir dürfen den Koran nicht wörtlich nehmen“, sagte Akgün im Dlf-Gespräch.

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Sep. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Zeitgeschehen | Kommentieren

Er nennt es sein „Lebensbaum-Projekt“. Unter dem Titel „Dialog mit dem Holz“ stellt der international renommierte deutsche Künstler und Drechsler Ernst Gamperl noch bis 3. November im Gewerbemuseum Winterthur (Schweiz) seine einzigartigen Holzobjekte vor. Das Faszinierende daran: Für seine Arbeiten verwendete er eine ungefähr 230 Jahre alte, von einem Orkan entwurzelte Eiche aus Rott am Inn und schuf im Laufe von zehn Jahren daraus ein einzigartiges Ensemble aus vielfältig geformten Gefäßen und Objekten. Parallel zur Ausstellung ist in der Edition Cantz jetzt das Buch „Ernst Gamperl – Zwiesprache“ erschienen. (mehr …)

Sep. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Da hat wer ein Foto vom „Areal Hamburger Hafen“ bei Nacht gemacht, und eine Rechnung über 28 Euro für eine Aufnahme während der Lichtkunst-Installation „Blue Port“ erhalten. Wer, wie, was, warum? Alle zwei Jahre wird das Hamburger Hafenareal in blaues Licht getaucht. Der Hamburger Hafen trug insbesondere zur hohen Zeit des Handelsbundes Hanse stark zum Aufstieg der Stadt bei. Sowohl für Einwohner als auch für Touristen ist er beliebtes Fotomotiv. Und dies zumal in den letzten Jahren, in denen die Gegend um den Hafen herum des Nachts in blaues Licht gehüllt wird. (mehr …)

Sep. 2019 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Sapere aude, Senioren, Zeitgeschehen, Was sonst noch geschah | Kommentieren

Eine Liebe um 1900: Am Donnerstag, den 19. September 2019 lädt der Mannheimer Altertumsverein zu einem Vortragsabend in die Reiss-Engelhorn-Museen ein. Um 19 Uhr widmet sich Kunsthistoriker Andreas Krock einer besonderen Liebe – der Liebe der Mannheimer zur Stadt Paris. Er stellt die Sogwirkung der französischen Metropole um 1900 vor und welchen Einfluss sie auf Mannheim hatte. Die Veranstaltung findet im Florian-Waldeck-Saal im Museum Zeughaus C5 statt. Der Eintritt ist frei. (mehr …)

Sep. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

„Was tun! Was Wichtiges.
Was Großes!“
Was ebenso das Spielzeitmotto eines ambitionierten deutschen Theaters sein könnte, ist in der Heidelberger Uraufführung »Der sechste Kontinent« der treibende Gedanke einer Performancekünstlerin die ein aufsehenerregendes, radikales und von einer Großbank üppig finanziertes Kunstprojekt zum sogenannten »Schwerpunkt Afrika« vorbereitet. Ihr Thema: Eine vor etwa hundert Jahren verschollene Tropenmedizinerin, die zur Kaiserzeit in den Dschungel der damaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika reiste, um dort eine grassierende Krankheit auszurotten und selbst in Fiebertraum verfällt: »Was tun! Was Wichtiges. Was Großes!« … (mehr …)

Sep. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Theater & Orchester HD | Kommentieren

Der Wolfsbrunnen wurde bereits von den Humanisten besungen. Martin Opitz schrieb ein Sonett über das Schicksal der Seherin Jetta, das sich am Wolfsbrunnen erfüllt haben soll; August Lafontaine ließ dort eine wichtige Szene in seinem Werk Clara du Plessis und Clairant spielen, woraufhin sich die Besucherzahlen des Wolfsbrunnens stark erhöhten. Unter anderem besuchten Heinrich von Kleist und Joseph von Eichendorff den Schauplatz der Romanszene. Die eigentlich barocke, aber zeitweise nicht mehr gärtnerisch gepflegte Anlage zog in ihrem verwilderten Zustand insbesondere Vertreter der Romantik an. Eichendorff sprach dem Wolfsbrunnen 1807 noch eine „magische dunkle Stille“ zu. Im frühen 20. Jahrhundert änderte sich dies zumindest zeitweise: Damals hatte Wilhelm Fraenger eine Konzession für Kulturveranstaltungen im Wolfsbrunnen von der Stadt Heidelberg erworben und nutzte die Gaststätte regelmäßig mit seinem Heidelberger Kreis. Unter anderem fand 1920 im Wirtshausgarten des Wolfsbrunnens ein Bellman-Abend statt. Die literarische Tradition der Stätte wurde 1980 noch einmal wiederbelebt, als sich dort Octavio Paz und Hilde Domin mit dem Verleger Siegfried Unseld trafen.

Sep. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell | Kommentieren
Das Festival-Team dankt Ihnen – unserem Publikum, unseren Sponsoren und Förderern, den Vertretern unserer Veranstaltungsorte und Spielstätten – für Ihr großes Interesse an unseren Konzerten und Veranstaltungen und für Ihre Begeisterung, die Sie in unseren Konzerten zum Ausdruck gebracht haben. Ohne Sie wäre der Sommer voller Musik in dieser Form nicht möglich. Rund 114.000 Besucher sind in den vergangenen zehn Wochen zu den Festivalkonzerten gekommen. Das entspricht einer Auslastung von rund 93%!

Unsere Medienpartner – der Hessische Rundfunk, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle – sowie die Deutsche Telekom haben einige Konzerte aufgenommen. Diese Konzerte und weitere Beiträge wurden bereits gesendet oder werden in den kommenden Monaten gesendet. Im weiteren Verlauf des Newsletters finden Sie die genauen Links zu den Streams, den Sendungen und den Beiträgen.

In diesem Newsletter möchten wir von der RUNDSCHAU Ihnen zudem nochmal – per Flyer – das Rheingau Literatur Festival  „WeinLese 2019“ ans Herz legen, das am 19. September beginnt.

Das 33. Rheingau Musik Festival findet vom 20. Juni bis zum 5. September 2020 statt. Der allgemeine Vorverkauf beginnt Ende Januar 2020.

Inhaltsverzeichnis

•  Ulrich Noethen: Der unbekannte Kosmos des Alexander von Humboldt

•  Judith Schalansky: Verzeichnis einiger Verluste

•  Eleonore Büning: Sprechen wir über Beethoven

•  Rheingau Musik Festival bei Magenta Musik 360

•  Musik und Freiheit – Bochabela String Orchestra

•  SWR2 – Ein Streifzug durch die Geschichte des Rheingau Musik Festivals

•  Curtis Stigers und das Stuttgarter Kammerorchester

•  „Gezi Park 2 & 3“ mit Senem Demircioğlu und Fazıl Say

•  Chilly Gonzales

•  Eröffnungskonzert im Internet

•  Sitkovetsky Piano Trio


WeinLese 2019

Ulrich Noethen: Der unbekannte Kosmos des Alexander von Humboldt

22.9. Sonntag, 11.00 Uhr, Burg Schwarzenstein, Geisenheim-Johannisberg

Ulrich Noethen Lesung
Oliver Lubrich & Hans SarkowiczGespräch

Karten


WeinLese 2019

Judith Schalansky: Verzeichnis einiger Verluste

Judith Schalansky
22.9. Sonntag, 20.00 Uhr, Burg Schwarzenstein, Geisenheim-Johannisberg

Judith Schalansky Lesung
Andreas Platthaus Moderation

Karten


WeinLese 2019

Eleonore Büning: Sprechen wir über Beethoven

26.9. Donnerstag, 20.00 Uhr, Draiser Hof – Weingut und Gutshotel Baron Knyphausen, Eltville am Rhein

Eleonore Büning Lesung
Lotte Thaler Moderation

Karten


Magenta TV

Die Deutsche Telekom hat drei Konzerte des diesjährigen Rheingau Musik Festivals aufgenommen. Bei Magenta Musik 360 und auf unserer Festival-Webseite können Sie die Konzerte weiterhin sehen.

Die drei Konzerte im Stream

Janine Jansen Violine
London Symphony Orchestra
Sir Simon RattleLeitung

(Mitschnitt vom 15.8.2019 aus dem Kurhaus Wiesbaden)

zum Stream

Carl Orff „Carmina Burana“

(Mitschnitt vom 4.8.2019 aus der Basilika von Kloster Eberbach)

zum Stream

Jan Lisiecki Klavier
Australian Youth Orchestra
Krzysztof UrbańskiLeitung

(Mitschnitt vom 26.7.2019 aus dem Kurhaus Wiesbaden)

zum Stream


Beitrag der Deutschen Welle

Musik und Freiheit – Bochabela String Orchestra

Bochabela String Orchestra
Deutsche Welle
Kultur.21
Musik und Freiheit

„Long Way to Freedom“ heißt das Programm, mit dem das Bochabela String Orchestra beim Rheingau Musik Festival gastierte, eine Hommage an Nelson Mandela. Die Musiker kommen aus südafrikanischen Townships. Kultur.21 hat sie dort besucht.

Sehen Sie hier den Beitrag!

Deutsche Welle – Musik und Freiheit


Beitrag in SWR2

SWR2 – Ein Streifzug durch die Geschichte des Rheingau Musik Festivals

Das Rheingau Musik Festival ist eines der größten, fast ausschließlich über Sponsoren finanzierte Musikfestival in Europa. Vor 32 Jahren gegründet, zieht es jährlich um die 120.000 Zuschauer in das Weinberg-Idyll des Rheingaus. Ursula Böhmer stellt das Rheingau Musik Festival vor.

aus der Sendung vom 16.8.2019, SWR2 Treffpunkt Klassik

Hier zum Nachhören!

SWR2 – Rheingau Musik Festival


Nachgehört in hr2-kultur

Curtis Stigers und das Stuttgarter Kammerorchester

10.09.2019, Dienstag, 20.04 Uhr, ARD Radiofestival, hr2-kultur
ARD Radiofestival 2019
Curtis Stigers und das Stuttgarter Kammerorchester beim Rheingau Musik Festival

Curtis Stigers vocals & saxophone
Robin Aspland piano
Cliff Schmitt bass
Ed Richardson drums
Stuttgarter Kammerorchester
Andreas Kowalewitz Leitung

(Aufnahme vom 28.7.2019 aus dem Kurhaus Wiesbaden)

hr2.de: ARD Radiofestival – Curtis Stigers und im Anschluss „Gezi Park 2 & 3“

„Gezi Park 2 & 3“ mit Senem Demircioğlu und Fazıl Say

anschließend:
Senem Demircioğlu Mezzosopran
Fazıl Say Klavier

Fazıl Say: „Gezi Park 2“ Klaviersonate op. 52; „İlk Şarkılar“ (Erste Lieder) für Singstimme und Klavier; „Gezi Park 3“ Ballade für Mezzosopran und Klavier
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate c-Moll op. 13 „Pathétique“

(Aufnahme vom 28. August 2019 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg)

Das arte journal war auch bei dem Konzert am 28. August auf Schloss Johannisberg und hat ein Interview mit Fazıl Say geführt und Ausschnitte des Konzertes aufgenommen. Der Beitrag lief vor ein paar Tagen in arte TV. Hier können Sie ihn in der Mediathek nochmal sehen: arte Mediathek


Nachgehört im Deutschlandfunk

Chilly Gonzales

Chilly Gonzales
4.10.2019, Freitag, 21.05 Uhr, Deutschlandfunk

Unterhaltender Künstler vs. kunstvolle Unterhaltung
Der kanadische Pianist Chilly Gonzales

Am Mikrofon: Sven Töniges

Chilly Gonzales piano
Stella Le Page violoncello & vocals
Joe Flory drums & vocals

„Warum muss man sich entscheiden, ob man Entertainer oder Künstler sein will? Ich will beides“, sagt der kanadische Pianist, Grammy-Gewinner und Grenzgänger Chilly Gonzales. In Trio-Besetzung mit Stella Le Page am Cello und Joe Flory am Schlagzeug ritt der seit langem in Köln lebende Musiker bei seinem Konzert im Rahmen des Rheingau Musikfestivals haarscharf auf der Schnittkante zwischen E und U, ohne sich für eine Seite entscheiden zu wollen oder müssen. Er unterrichtete seine Zuhörerinnen und Zuhörer auf die ihm eigene Art in Musiktheorie, indem er bekannte Stücke im jeweils verkehrten Tongeschlecht spielte – und beendete seinen Auftritt mit einer blitzsauber interpretierten Version von John Cages’ ,4′33″’ – schweigend. Was das Publikum wie üblich zum Anlass nahm, klatschend, pfeifend und Tierstimmen imitierend diese Leerstelle zur Selbstdarstellung zu nutzen. Oder war es doch eine Lehrstelle? U oder E? Der Bademantel, sein Markenzeichen, das er wie immer auf der Bühne trug, passt schließlich in beide Abteilungen.

(Aufnahme vom 13.7.2019 aus dem Friedrich-von-Thiersch-Saal im Kurhaus Wiesbaden)

Deutschlandfunk – Chilly Gonzales


ARD Radiofestival und Stream

Eröffnungskonzert im Internet

Das Eröffnungskonzert des diesjährigen Festivals wurde im ARD Radiofestival gesendet und im Internet gestreamt. So kann man das „Stabat Mater“ von Antonín Dvořák sowohl nachhören auf hr2.de als auch nachsehen auf https://www.rheingau-musik-festival.de/festival/live.

Dvořák: Stabat Mater op. 58

Hanna-Elisabeth Müller Sopran
Gerhild Romberger
Alt
Benjamin Bruns
Tenor
Günther Groissböck
Bass
MDR Rundfunkchor
hr-Sinfonieorchester
Andrés Orozco-Estrada
Leitung

(Aufnahme vom 22.6.2019 aus der Basilika von Kloster Eberbach)


ARD Radiofestival

Sitkovetsky Piano Trio

Sitkovetsky
„Bohemian Soul“ – das preisgekrönte Sitkovetsky Piano Trio erkundet die böhmische Seele in Werken von Josef Suk, Bedřich Smetana und Antonín Dvořák und taucht dabei tief ein in die Gefühlswelt des 19. Jahrhunderts.

Alexander Sitkovetsky Violine
Isang Enders Violoncello
Wu Qian Klavier

(Aufnahme vom 23.7.2019 aus dem Fürst-von-Metternich-Saal auf Schloss Johannisberg)

hr2.de – Sitkovetsky Piano Trio

Sep. 2019 | Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Zeitgeschehen | Kommentieren

Am 15. September 1700 starb André Le Nôtre, der oberste Gartenarchitekt Ludwigs XIV., in Paris. Seine Entwürfe prägten den Stil des französischen Barockgartens – und der wiederum wird verbindlich für alle eleganten Gärten der Zeit. Der von Le Nôtre entwickelte Gartentyp galt als „Must-have“ der Fürsten links und rechts des Rheins. Auch der Schwetzinger Hofgärtner Johann Ludwig Petri bezog sich auf das große Vorbild, als er 1753 das berühmte Kreisparterre entwarf. Viele von Führungen zeigt heute die kunstvolle Gartenanlage mit ihrer einzigartigen Architektur – und die vielfältigen Verbindungen des Gartens der kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzinger ins Nachbarland Frankreich. (mehr …)

Sep. 2019 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren, Zeitgeschehen | Kommentieren

Zhang Yimous elegantes Schlachtengemälde „Shadow“ zeigt den chinesischen Filmregisseur auf der Höhe seiner Kunst der radikalen Farbdramaturgie: diesmal in tausend Schattierungen von Grau – als Monochrome Augenweide. In der Zeit der Drei Reiche, im dritten Jahrhundert n.Chr., war China in drei konkurrierende Königreiche zerfallen, von denen keines stark genug war, die beiden Rivalen zu erobern.

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Sep. 2019 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Film | Kommentieren

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