… nämlich im November 2019. Heute ist die Zukunft des Science-Fiction-Films also Gegenwart. Was bedeutet das für den Kultstreifen und welche futuristischen Vorhersagen aus Blade Runner sind wahr geworden? Was auch immer, jedenfalls hat der Lauf der Zeit die Zukunft eingeholt. Seit Schlagmitternacht am 31. November spielt der Science-Fiction-Kultstreifen Blade Runner im Hier und Jetzt. Denn die Geschichte des LAPD-Polizisten Rick Deckard, der genetisch erzeugte Bioroboter jagt, war von Regisseur Ridley Scott und den Drehbuchschreibern Hampton Fancher und David Webb Peoples im damals noch weit entfernten Los Angeles des November 2019 platziert worden. Und damit noch ein ganzes Stück weiter in der Zeit voraus als der Philip-K-Dick-Roman Träumen Androiden von elektrischen Schafen?, auf dem der Science-Fiction-Streifen lose basiert. Der setze in den ersten Ausgaben nämlich im nahen 1992 an.

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Nov. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Sapere aude, Senioren, Film | Kommentieren

Orge sagte mir: Der liebste Ort, den er auf Erden hab
Sei nicht der Rasenplatz am Elterngrab.
Sei nicht ein Beichtstuhl, nicht ein Hurenbett
Und nicht ein Schoß weich weiß und warm und fett.
Orge sagte mir: Der liebste Ort
Auf Erden war ihm immer der Abort.
Dies sei ein Ort wo man zufrieden ist
Daß drüber Sterne sind und drunter Mist – Ein Ort sei einfach wundervoll, wo man
Selbst in der Hochzeitsnacht allein sein kann.
Ein Ort der Demut, dort erkennst du scharf:
Daß du ein Mensch nur bist, der nichts behalten darf: Ein Ort der Weisheit wo du deinen Wanst
Für neue Lüste präparieren kannst – Wo man indem man leiblich lieblich ruht
Sanft, doch mit Nachdruck etwas für sich tut.
Und doch erkennst du dorten was du bist: Ein Bursche der auf dem Aborte frißt!

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Nov. 2019 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik | Kommentieren

„Sender-Empfänger“ (2003) Albert Hofmann
im Gespräch mit Antoine Mechler. Bild: got

Des Rundschau-Beirats Mitglied Antoine Mechler zu:Gedanken zum Entdecker von LSD“ –  zu Albert Hofmans Essays „Einsichten und Ausblicke“  und über dessen (Kant gleich: „sapere aude“) „Aufklärung als das Bestreben, seiner eigenen Unmündigkeit zu entrinnen“  – womit auch Hofmann versuchte, dem Menschen die Freiheit zu vermitteln, die ihm einen sicheren Stand in der Welt, in der Wirklichkeit, hätte gestatten sollen.  Wobei sowohl der Autor (wie wohl dem damals rezensierenden Rundschau – Mitarbeiter auch), sich schier von Anfang an die Frage stellte, was denn nun Wirklichkeit überhaupt -, mithin, von welcher Beschaffenheit die Wirklichkeit der Welt nun eigentlich wirklich zu sein habe: (mehr …)

Nov. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren, Wissenschaft | Kommentieren

Hat seinen Vertrag in Heidelberg bis 2024 verlängert: Generalmusikdirektor Elias Grandy (sitzend rechts) neben Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, dahinter (von links) Roland Haag, Leiter des Personal- und Organisations – amtes der Stadt Heidelberg, Intendant Holger Schultze und Kulturbürgermeister Dr. Joachim Gerner. Bild: Philipp Rothe

Generalmusikdirektor Elias Grandy setzt seine Arbeit in Heidelberg auch in den kommenden Jahren fort. Der Gemeinderat hat einer entsprechenden Vertragsverlängerung in nichtöffentlicher Sitzung zugestimmt. Der Vertrag läuft bis 2024. Grandy unterzeichnete die Verlängerung am Freitag, 15. November 2019, im Dienstzimmer des Oberbürger – meisters im Heidelberger Rathaus.

Der 39-jährige Grandy ist seit September 2015 Generalmusikdirektor des Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg. Als erstklassiger Dirigent wird er seither vom Publikum und von der Presse gefeiert. (mehr …)

Nov. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren, Theater & Orchester HD | Kommentieren

Unser besonderer Konzert-Hinweis: Cecilia Bartoli

Das diesjährige Rheingau-Musik-Festival Festival ist nun bereits schon wieder Geschichte.

Umso mehr aber freuen wir uns, unsere Leser – als besonderes „Rundschau-Schmankerl“ – aufmerksam machen zu dürfen auf das Konzert von Cecilia Bartoli und Les Musiciens du Prince-Monaco unter der Leitung von Gianluca Capuano am 29. November im Kurhaus Wiesbaden. (mehr …)

Nov. 2019 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Anlässlich der Premiere von Jürgen Popigs Bühnenfassung des Erfolgsromans von Heinrich Mann, der 1918 nach Ende des Ersten Weltkriegs erstmals erschien, liest das neue Ensemblemitglied Daniel Friedl aus dem Originaltext. (mehr …)

Nov. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren, Theater & Orchester HD | Kommentieren

Der Literatur-Nobelpreisträger und seine Kritiker

Dies sei hier verifiziert: In der Debatte um Peter Handke nämlich macht (unter anderem) ein Artikel von Alida Bremer mit dem Titel „Die Spur des Irrläufers“ die Runde. Man könnte solche Texte angesichts des Tones und der Art, wie sich rhetorisch und sophistisch mit Handkes Reiseessays auseinandergesetzt wird, unkommentiert vorüberziehen lassen.

Solche Beiträge nun aber nichtkommentiert vorüberziehen zu lassen, würde die Gefahr in sich bergen, dass in die Welt gesetzte Aussagen – lesen Sie Bremers Beitrag dazu hier, als Anhang am Ende – sich in Windeseile verbreiten und Behauptungen als geltend genommen werden. (mehr …)

Nov. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Senioren, Zeitgeschehen | Kommentieren
Herr: es ist Zeit.
Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten
voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (Paris 1902)

Nov. 2019 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Wir bedürfen keiner begründeten Willensfreiheit. Wir (Bild: tno) haben sie längst und bedürfen dazu einer Genehmigung von Niemandem. Was hat es mit Geist, Gehirn und Bewusstsein auf sich, was unterscheidet den Menschen vom Affen (er kann lügen!) und welche Rolle spielt die Spieltheorie in der Evolution: „Ob ich angreifen oder fliehen oder vielleicht auch nur drohen oder bluffen soll, hängt außer von meinem Handlungspotential auch von dem Gegenhandlungspotential des Partners ab.“ Und, seien Wolf Singer und Gerhard Roth beschieden, die meinen, gezwungen sein zu müssen, den freien Willen zu bestreiten:

Was wäre das doch für ein Scheißspiel, bei dem man selber keinen Zug machen dürfte …

(Hinweis auf eine Veranstaltung im DAI Heidelberg am Ende dieses Beitrags)

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