Wer würde das nicht auch gerne mal ins Auge fassen – zum Anfang der Zeit reisen. Dem Realisten aber stellt sich diese Frage schon mal nicht mithin fragt man erst gar nicht. Aber? Oder? Vielleicht doch: Fragen wir mal den britische Physiker und Kosmologe John Barrow, ob Zeitreisen aus physikalischer Sicht möglich seien? „Prinzipiell ja, sagt er: Aber“, sagt er „daraus folge nicht, dass man in der Zeit zurückgehen und den Verlauf der Geschichte ändern könne. Nun waren und sind Zeitreisen alleweil ein beliebtes Motiv in der Science-Fiction-Literatur. Aber so phantastisch ist das möglicherweise gar nicht, oder?
Vor etwa 80 Jahren hat der Österreicher Kurt Gödel eine neuartige Lösung für Einsteins Relativitätstheorie entdeckt: Diese Lösung beschreibt ein Universum, das geschlossene  Zeitlinien enthält. Wen man so einem Pfad folgt, landet man irgendwann wieder dort, wo man in der Vergangenheit war. Das ist nicht das Gleiche wie die Zeitreisen aus der Science-Fiction-Literatur. Hätte man eine Zeitmaschine, wie sie zum Beispiel H.G. Wells in seinem gleichnamigen Roman beschrieben hat, dann könnte man in die Vergangenheit reisen und allerlei Paradoxien erzeugen. (mehr …)

Dez. 2019 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Sapere aude, Wissenschaft, Zeitgeschehen | Kommentieren

Am 16. März 1937 erreichte Walter Benjamin im Exil in Paris ein Brief seines Freundes Max Horkheimer. Es war die Zeit, in der sich Benjamin tief in Fragen von materialistischer Geschichtsschreibung und die Möglichkeiten der Kunst verstrickte.
In diesem Zusammenhang schrieb Horkheimer, die Idee der „Unabgeschlossenheit“ sei „idealistisch“ – also nicht materialistisch –, „wenn die Abgeschlossenheit nicht in ihr aufgenommen ist“. Denn, so schreibt der Philosoph weiter: „Das vergangene Unrecht ist geschehen und abgeschlossen. Die Erschlagenen sind wirklich erschlagen.“

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Hans Kresnik in der GraGa 9 beim Rundschau-Gespräch über seine Biographie, über verkorkste Politik und über eine anstehende Uraufführung in Heidelberg. Foto: Tenno

Am 12. Dezember 2019 würde der im Juli 2019 verstorbene Johann Kresnik 80 Jahre alt geworden sein. Im Gedenken an den Ausnahmechoreografen und Regisseur wird das Theater und Orchester Heidelberg in Kooperation mit dem Gloria-Kino Rudij Bergmanns Film „Wider den Alptraum Gesellschaft getanzt – Johann Kresnik und sein choreografisches Theater“ zeigen. Seinen politisch-aufklärerisch orientierten Ansichten blieb Kresnik mit seinen Produktionen über die Jahrzehnte bis zuletzt treu.

Kresnik gilt als ein Pionier des deutschen Tanztheaters und leitete zwischen 1979 und 1989 die Tanzsparte des Heidelberger Theaters. Hier entwickelte er seinen ganz eigenen Stil des modernen Tanztheaters und prägte dafür den Begriff »Choreografisches Theater«.

Der in Mannheim lebende Kunstkritiker und Filmemacher Rudij Bergmann begleitete Kresnik über viele Jahre mit der Kamera und dokumentierte vor allem seine Zeit in Heidelberg. In seinem Film versucht er sowohl den künstlerischen als auch persönlichen Lebensweg dieses ungewöhnlichen Choreografen nachzuzeichnen. (mehr …)

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Bürgermeister Joachim Gerner übergibt den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil an Natascha Wodin.
Foto: Philipp Rothe

Die Autorin Natascha Wodin ist mit dem Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil 2019 der Stadt Heidelberg ausgezeichnet worden. Bürgermeister Dr. Joachim Gerner überreichte den Preis am 3. Dezember im Heidelberger Rathaus. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert. Sie wird alle drei Jahre an Schriftstellerinnen und Schriftsteller vergeben, die im Exil in Deutschland leben oder als Nachkommen mit diesem Thema in Berührung kamen, sich literarisch damit auseinandersetzten und in deutscher Sprachepublizieren. (mehr …)

Dez. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, Senioren | Kommentieren

Haus der Astronomie Heidelberg Foto: HdA

Das Haus der Astronomie (HdA) greift bei der Einrichtung des Office of Astronomy for Education (OAU) auf seine langjährige Erfahrung als Zentrum für astronomische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zurück. Gefördert wird das Projekt von der Klaus Tschira Stiftung und der Carl-Zeiss-Stiftung.
Die Internationale Astronomische Union IAU hat das Haus der Astronomie in Heidelberg als Ausrichter des neugeschaffenen Office of Astronomy for Education ausgewählt. Das OAE dient dazu, die Astronomie stärker im Bildungswesen zu verankern und die bildungsbezogenen Ziele aus dem IAU-Strategieplan 2020–2030 umzusetzen.

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Dez. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, Wissenschaft | Kommentieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat dem Heidelberger Historiker Diether Raff den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg verliehen und seine besondere Rolle bei der Partnerschaft mit Frankreich gewürdigt. „In einer Zeit, in der wir auf wenig so sehr angewiesen sind wie das Vereinte Europa brauchen wir Menschen, die bereit sind, mit neuen Ideen und neuem Schwung Europa zu erneuern“, sagte der Ministerpräsident am Freitag im Senatssaal der Universität Heidelberg anlässlich der Verleihung des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg an Prof. Dr. Dr. Diether Raff.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) und Prof. Dr. Dr. h. c. Diether Raff (r.), stehend dahinter Raffs Ehefrau Margot (l.) und der Rektor der Universität Heidelberg,
Prof. Dr. Bernhard Eitel  (Foto: Philipp Rothe)

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Dez. 2019 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Zeitgeschehen | Kommentieren

Mit künstlicher Intelligenz lassen sich die Stile verschiedener Koautoren auseinanderhalten – was sich Forscher nun zu Nutze machten: Wer steckt wirklich hinter »Heinrich VIII.«? Shakespeares Bühnenstück »Heinrich VIII.« ist nicht nur bekannt dafür, dass bei seiner Aufführung 1613 das berühmte Globe Theater in Brand geriet und bis auf die Grundmauern niederbrannte, sondern auch für seine merkwürdige Entstehungsgeschichte. Wie Mitte des 19. Jahrhunderts dem englischen Literaturwissenschaftler James Spedding auffiel, stammen weite Passagen des Stücks überhaupt nicht aus der Feder des berühmten Schriftstellers. (mehr …)

Dez. 2019 | Allgemein, Feuilleton, Sapere aude, Theater, Wissenschaft | Kommentieren

Eine Ausstellung in London weist dem englischen Schriftsteller Charles Dickens eine Mitschuld am Weihnachtskitsch zu: Derweil Christbaumverkaufsstände säumen bereits lange vor diesem heiligen Geschäftsmodell „alle Jahre wieder“ am 24. Dezember die Straßen der Städte, versprechen Supermärkte saftige Rabatte, beschallen Kaufhäuser die Kundschaft mit öligen Melodien. Christmas ist was Wunder und Brexit hin oder her auch auf der britischen Insel wie im Rest-€uropa schon im November ein riesiges Kommerzspektakel. (mehr …)

Dez. 2019 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Gesundheit, In vino veritas, Junge Rundschau, Kirche & Bodenpersonal, Senioren, Theater, Wirtschaft | Kommentieren

Welche Unterstützung ist heute nötig, damit in den Städten der Metropolregion ein lebendiges Clubleben erhalten bleibt? Warum sind Orte der Begegnung für Menschen mit Interesse an progressiver Kultur so wichtig? Und warum ist es so dringend, Raum für nächtliche Begegnungen im Zeichen der Kultur zu schaffen?
Zum Austausch über diese Fragen hatte die Stadt Heidelberg gemeinsam mit dem Verein EventKultur Rhein-Neckar e.V. und dem Kulturbüro der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH am 22. November 2019 Kommunen der Region ins Kulturhaus Karlstorbahnhof geladen. Vertreter aus Mannheim, Ludwigshafen, aber auch kleineren Kommunen wie Speyer, Bad Dürkheim, Sandhausen und Weinheim beteiligten sich am Austausch. (mehr …)

Dez. 2019 | Heidelberg, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Wirtschaft, Metropolregion Rhein-Neckar, Rhein-Neckar-Kreis | Kommentieren

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