In der Tiefe gibt es eine enorme Artenvielfalt, die Zahlen sind beeindruckend: Forscher gehen davon aus, dass die Mikroben der Erdkruste eine Gesamtmasse von 15 bis 23 Milliarden Tonnen Kohlenstoff ausmachen – 245- bis 385-mal mehr als der Kohlenstoff aller Menschen auf Erden.
Und diese Unmenge an Mikroorganismen bewohnt einen Lebensraum von 2 bis 2,3 Milliarden Kubikkilometern, fasst doppelt so groß als das Volumen der Ozeane. (mehr …)
Platon, Thora und Talmud: es war Kant nicht Anfang, sondern Gipfel einer langen Entwicklung: Hermann Cohens Denken kreist um den grössten Philosophen der deutschen Aufklärung, er gewinnt ihm unerwartete Erkenntnisse ab, betonte die Einheit von Philosophie und Theologie.
In der Geistesgeschichte des Westens kam es hin und wieder zu einer Synthese von klassischer und jüdischer Philosophie: Philo von Alexandrien, der im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte, übernahm griechisches Denken, um die jüdische Theologie zu erhellen; Maimonides (1135–1204) hat die jüdische Lehre im Sinne des Aristoteles systematisiert; und der führende deutsche Aufklärer, Moses Mendelssohn (1729–1786), hat in seinem Hauptwerk, «Phaidon oder die Unsterblichkeit der Seele» (1767), die Lehren Platons aufgegriffen. (nzz)
Vielleicht der Letzte in dieser brillanten Linie war der deutsch-jüdische Philosoph Hermann Cohen (1842–1918). (mehr …)
Häufig beschleicht über Glauben Nach- oder Vordenkende das Gefühl, dass Gläubige und Ungläubige einfach aneinander vorbeireden; die gegenwärtige Debatte über Religion tritt auf der Stelle. Der britische Philosoph und Atheist Tim Crane bietet in seinem von der Kritik gefeierten Buch einen Ausweg aus dieser Pattsituation. Er zeigt, dass es einen grundlegenden Fehler im Ansatz der meisten Atheisten gibt: Religion ist der Meinung des Autors Crane nicht das, wofür sie es halten.
Atheisten nämlich neigen dazu, Religion als eine Art primitive Kosmologie zu behandeln, und kommen so zu dem Schluss, dass Gläubige irrational, abergläubisch und bigott sind. Crane dagegen bietet ein alternatives Verständnis der Religion an: Er sieht sie bestimmt zum einen durch einen religiösen Impuls, einem Sinn für etwas, das über die Welt der gewöhnlichen Erfahrung hinausgeht; und zum anderen durch eine Identifikation, durch die Tatsache, dass Religion in der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe und deren Praktiken besteht.
Bewerbungsstart am 20. Dezember 2019 auf SWR3.de / Auftritte der Finalisten beim „SWR3 Comedy Festival“ vom 7. bis 9. Mai 2020 in Bad Dürkheim. Ab heute (20. Dezember) bis noch zum 14. Februar 2020 können sich Comedy-Nachwuchstalente online für den SWR3 Comedy Förderpreis bewerben. Über SWR3.de können Videos eingereicht werden, die in maximal fünf Minuten das Comedy-Repertoire der Bewerber darstellen. Für SWR3 Programmchef Thomas Jung ist die Talentförderung eine nachhaltige Aufgabe: (mehr …)
Der Autor läßt uns mit seinem Roman an den Wirren der Dreiecksgeschichte von „Leibarzt“ Struensee und dem dänischen Königspaar Christian und Caroline Mathilde teilhaben:
Als Siebzehnjähriger besteigt Christian VII. 1766 den dänischen Thron, seine Ehe mit der um zwei Jahre jüngeren Caroline Mathilde läuft denkbar schlecht, die Regierungsgeschäfte führt weitgehend das Kabinett – bis ein deutscher Arzt die Bühne betritt: Johann Friedrich Struensee, ein engagierter Aufklärer, der nicht nur das Vertrauen des Königs gewinnt, sondern auch das der Königin.
Von Donnerstag, den 2. Januar, bis Samstag, den 11. Januar, findet im Deutsch-Amerikanischen Institut (DAI) Heidelberg in Kooperation mit der Jahrhundertwende-Gesellschaft die
32. Heidelberger Klavierwoche statt.
Dort geben täglich um 20 Uhr international gefeierte Virtuosen und hochgelobte Nachwuchstalente ihr Gastspiel.
Traditionell bildet die Klavierwoche den Auftakt für das Jahresprogramm des DAI und läutet 2020 zudem das Beethoven-Jubiläum anlässlich des 250. Geburtstags Ludwigs van Beethoven ein. (mehr …)
Die Gemälde Ernst Ludwig Kirchners gehören zu den bedeutendsten Werken des Expressionismus. Bis jetzt kaum bekannt hingegen sind seine Skizzenbücher. Dabei waren sie zeitlebens Kirchners ständige Begleiter. Die unscheinbaren schwarzen Hefte zählen heute zu den wichtigsten Originaldokumenten für die kunsthistorische Forschung. Meist handelt es sich um kleinformatige Wachstuchhefte, die er Seite für Seite mit Bleistift, Buntstift, Kreide, Tusche, Aquarellfarben oder Kohlestrichen füllte. Für Kirchner, der nicht einen Tag ohne Skizzenbuch unterwegs war, nahm das tägliche Zeichnen einen hohen Stellenwert in seinem künstlerischen Prozess ein.

Peter Handke zitiert in seinem Vortrag vor allem eigene und fremde Werke. Dagegen bemüht sich Olga Tokarczuk um ein neues Ideal für die Literatur, das sich an der ältesten Erzählperspektive der Welt orientiert: der der Bibel.
Im Casus Handke spricht ein Kommentator von einem irritierenden Auftritt, nicht zuletzt weil Handke auch versuchte, die Rede mit einer Rezitation von Tomas Tranströmers Gedicht „Romanische Bögen“ im schwedischen Original abzuschließen. Anders als angekündigt, stellte sich Handke in seiner Rede nicht seinen Kritikern, sondern wühlte in den Tiefen des eigenen Werks, das er ausgiebig zitierte. Beide Reden fimden Sie im O-Ton: (mehr …)


