Text und Melodie des von Frierich Gundolf (1880-1935) geschaffenen Lieds war zunächst im aus der Jugendbewegung hervorgegangenen „Grauen Orden“ verbreitet, dessen Leiter Willi Graf später der Widerstandsgruppe (Weiße Rose) angehörte. Da es auch das Lieblingslied von (Bild) Sophie Scholl war, gilt es heute als das „Lied der Weißen Rose.

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Sep. 2020 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | 2 Kommentare

Die Schule von Rhein-Athen: Joseph von Kellers Kupferstich dokumentiert das im Zweiten Weltkrieg mit der Bonner Universitätsaula verbrannte Wandgemälde „Die Philosophie“ von Jakob Götzenberger.

Kaum ein gutes Haar ließ Arthur Schopenhauer an der akademischen Philosophie seiner Zeit. Zwar erhalte Philosophie als Lehrfach an der Universität eine „öffentliche Existenz“; das ermögliche es manchem „jungen und fähigen Kopf“, mit ihr Bekanntschaft zu schließen, so konzediert er in den „Parerga und Paralipomena“.
Aber diesen Vorteil überwiege der Nachteil, dass staatlich angestellte „Kathederphilosophen“, statt „freie Wahrheitsforschung“ zu betreiben, „im Auftrage der Regierung“ handelten.
Und das bedeutete für Schopenhauer letztlich: im Einklang mit der Landesreligion.

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Sep. 2020 | Allgemein, Buchempfehlungen, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren, Wissenschaft | Kommentieren

Am 10. September 2020 startet der Mannheimer Altertumsverein mit seiner neuen Vortragsreihe in den Reiss-Engelhorn-Museen. Zum Auftakt steht (Bild) Kurfürst Karl Philipp im Mittelpunkt.
Er verlegte seine Residenz vor 300 Jahren von Heidelberg nach Mannheim. Wie er die Kunst an seinem Hofe für fürstliche Propaganda nutzte, beleuchtet Kunsthistoriker Dr. Hans-Jürgen Buderer. Die Veranstaltung findet im Florian-Waldeck-Saal im Museum Zeughaus C5 statt. (mehr …)

Sep. 2020 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren, Metropolregion Rhein-Neckar | Kommentieren

Charles de Graimberg, französischer Emigrant in Heidelberg am Beginn des 19. Jahrhunderts, hat sich die größten Verdienste um die Erhaltung der Schlossruine erworben. Er wohnte sogar dort, um das Schloss besser schützen zu können, denn die Ruine bot Baumaterial, das viele Begehrlichkeiten weckte.

Am 30. Juli 1774 wurde Charles de Graimberg geboren – und die Erinnerung an ihn wird von den Staatlichen Schlössern und Gärten wachgehalten:

Die Führungen durch das im vergangenen Jahr neu ausgestattete Zimmer im Gläsernen Saalbau, in dem er bis zu seiner Hochzeit lebte, werden nach dem Ende der Corona-Beschränkungen wieder stattfinden. (mehr …)

Juli 2020 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Senioren | Kommentieren

Der Berliner Songwriter Hans Unstern ist einer und ist viele zugleich, vielleicht heißt er ja auch gar nicht Hans und über seinen Körper erfahren wir in einem Gespräch. Und, abseits dann solcher Dekonstruktionsdiskurse fällt die Rede in dem Gespräch derzeit auch auf das Kompositionsprinzip, das Unsterns neues Album „Diven“ trägt.

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Juli 2020 | Allgemein, Essay, Feuilleton, Junge Rundschau | Kommentieren

Die Erobe­rung Konstan­ti­no­pels durch die Osmanen im Jahre 1453 bildet seit Anfang des 20. Jahr­hun­derts ein zentrales Motiv im geschicht­li­chen Selbst­ver­ständnis sowohl des späten Osma­ni­schen Reiches als auch der repu­bli­ka­ni­schen Türkei. Die große Bedeut­sam­keit dieses histo­ri­schen Ereig­nisses macht es jedoch zugleich zu einem hart umkämpften Feld, auf dem mitein­ander konkur­rie­rende poli­ti­sche Strö­mungen um Deutungs­ho­heit ringen. Die unter­schied­liche Gewich­tung natio­na­lis­ti­scher, reli­giöser und säku­larer bzw. säku­la­ris­ti­scher Elemente brachte in den vergan­genen hundert Jahren deshalb immer wieder neue und zum Teil stark vonein­ander abwei­chende histo­ri­sche Erzäh­lungen hervor.

 

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Juli 2020 | Allgemein, Essay, Feuilleton, In vino veritas, Kirche & Bodenpersonal, Politik, Sapere aude | Kommentieren

Im März verbreitete sich in Deutschland die Sprachnachricht einer Frau, die sich „Elisabeth, die Mama von Poldi“ nannte. Angeblich habe die Uniklinik Wien herausgefunden, dass Ibuprofen die Gefahr erhöhe, schwer an Covid-19 zu erkranken. Obgleich die Forscher dementierten, verunsicherte die Nachricht viele Menschen. Der Kanal, auf dem die Falschbehauptung die Runde machte, war Whatsapp. Für Ann Cathrin Riedel, Vorsitzende des Vereins für liberale Netzpolitik Load, war das nur der Anfang:

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Juli 2020 | Allgemein, Essay, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Politik, Sapere aude, Zeitgeschehen | Kommentieren

Die ursprünglich auf den 22. Juli 2020 anberaumte Verleihung des diesjährigen Clemens-Brentano-Preises der Stadt Heidelberg an den Schriftsteller Levin Westermann wird in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen auf 28. Oktober 2020, 19.30 Uhr, verschoben. Sie wird dann ausnahmsweise in der Stadtbücherei Heidelberg stattfinden und mit einer Lesung des Preisträgers verbunden sein. Die Laudatio auf Levin Westermann hält der Literaturkritiker und -wissenschaftler Christian Metz.

Westermann erhält den Preis für seinen Lyrikband „bezüglich der schatten“ (Verlag Matthes & Seitz Berlin, 2019). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie hatten sich die Stadt Heidelberg und die Jurymitglieder darauf geeinigt, den Preis in diesem Jahr nicht auszusetzen.

Die Jurysitzung zur Preisvergabe fand Anfang April digital statt. Der Clemens-Brentano-Preis für Literatur der Stadt Heidelberg ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jährlich im Wechsel in den Sparten Lyrik, Erzählung, Essay und Roman vergeben.

Juli 2020 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Zeitgeschehen | Kommentieren

„Weit mehr als eine finanzielle Unterstützung“ für Festivalkünstler – Nach der Absage des „Heidelberger Frühling“ 2020 infolge der COVID-19-Pandemie hatte die Stiftung Heidelberger Frühling unter dem Stichwort „Zukunftsmusik“ aufgerufen, für die diesjährigen Festivalkünstler zu spenden, die durch Konzertabsagen in eine finanzielle Notlage geraten sind. Unterstützt wurde der Spendenaufruf durch das Online-Programm des „Heidelberger Frühling“ „#DigitalUnterwegs“ mit Künstlern wie Igor Levit, Julia Hagen, Antonello Manacorda oder Benjamin Appl. (mehr …)

Juli 2020 | Heidelberg, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Senioren | Kommentieren

Die Pandemie hat die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überraschend deutlich unterstrichen: Laut verschiedener Erhebungen erhöhte sich in der Krise die Sehdauer für öffentlich-rechtliche TV-Inhalte um rund 20 Prozent, 84 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren hielten die Angebote in TV, Radio und Internet für wichtig oder sehr wichtig – also die Grundversorgung mit faktenbasierter Recherche und Information, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk leistet.Dennoch steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus ARD, ZDF und Deutschlandradio schon seit längerem massiv unter Druck: Private Konkurrenz und Digitalisierung, ein zunehmend heterogenes Publikum, kurzsichtige Kostenorientierung und massive Angriffe rechter Gruppierungen haben in den letzten Jahren eine Stimmung begünstigt, in der die Gebührenfinanzierung der öffentlich-rechtlichen Grundversorgung angezweifelt wird – viele Menschen scheinen nicht mehr zu wissen, was Öffentlich-Rechtliche Medien tatsächlich sind, was sie leisten und warum es sie überhaupt gibt. (mehr …)

Juli 2020 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Junge Rundschau, Politik, Senioren | Kommentieren

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