Ein gutes Buch verleitet uns zu Nachforschungen über den Autor. Was aber halten wir noch davon, wenn er sich als Schuft entpuppt? (mehr …)

Dez. 2020 | Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

Mit einem vielfältigen Programm aus Talks, Konzerten und Diskussionen startet am Freitag, den 11. Dezember 2020, die nunmehr vierte Ausgabe als Streaming Edition. Über die drei Tage des »inSonic 2020: Syntheses«  Festivals bietet das ZKM ein progressives und einzigartiges Programm rund um neue technologiegestützte Ansätze sowie eine Plattform für internationale Experten aus den Bereichen computerbasierter Musik- und Klangkunst. Angelehnt an den titelgebenden Begriff der Synthesen präsentiert das diesjährige Festival vielfältige interdisziplinäre Ansätze aus Wissenschaft und Kunst und verknüpft diese miteinander. (mehr …)

Dez. 2020 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Wissenschaft, Metropolregion Rhein-Neckar | Kommentieren

Alsdann: Dieser Frage widmete sich eine Studie am Beispiel der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, des (Bild): Philharmonischen Orchesters Heidelberg sowie des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Angesiedelt am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg wurde das Forschungsprojekt unterstützt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten, der Deutschen Orchester-Stiftung und dem Deutschen Bühnenverein. (mehr …)

Dez. 2020 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren, Theater | Kommentieren

Eisvogel, Brombeere, Zaunkönig – was, wenn die Wörter für die lebendige Natur unbemerkt aus der Sprache, den Märchen und Geschichten, der Wirklichkeit verschwänden? Was wir nicht benennen, können wir nicht wertschätzen. Dieses Buch ist der Gegenzauber zu Beton, Feinstaub und Entfremdung. Die prächtigen Aquarelle von Jackie Morris weisen den Weg in einen geheimen Garten, zu dem jeder den Schlüssel besitzt. Glockenblume, Efeu und Lerche harren gleich vor unserer Haustür ihrer Neu- und Wiederentdeckung. Golden strahlt der Löwenzahn auf dem Fußballplatz, neugierig betrachtet uns der Star von seiner Ehrenloge auf dem Telefonmast. Robert Macfarlanes von Daniela Seel ins Deutsche gebrachte Verse erkunden zart und zugleich mit spielerischer Wildheit die kapriziösen Blätter des Farns, den verführerischen Glanz einer frisch aus der Hülle gebrochenen Kastanie und die majestätische Ruhe des Reihers, sie steigen mutig hinab ins Nest der Schlange und betten sich auf den rauen Kissen der Heide. Und Irgendwo dort, zwischen satten Farben und traumversunkenen Zeilen, entdecken wir sie vielleicht – die verlorenen Wörter.
Dies Buch ist ein Gegenzauber zu Beton, Feinstaub und Entfremdung, ist Erinnerung, Aufruf und auch Mahnung vor dem, was uns zu verlieren droht.

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Dez. 2020 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton, Senioren | Kommentieren

Der Film führt uns in die Welt der Welt der Theaterkönigskinder der Berliner Schaubühne. Lars Eidinger in der Rolle eines todkranken Schauspielers hat ein Authentizitätsproblem beim Sterben, beim Spielen sieht man ihm hingegen gern zu. In der Tat gibt keine größere Wahrheit als die banalste: Dass nämlich der Tod keine Ausnahmen macht, dass sterben muss, was lebt. Das weiß auch Sven, dessen krebskranker Körper sich nicht schert um Svens großen Namen am Theater, wo er Abend für Abend einen umjubelten Hamlet gibt. Nun geht es nicht mehr. Die Rolle ist schon neu besetzt, auch wenn Sven noch immer die ganze Partie, nein, das ganze Stück im Schlaf zitieren kann.

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Nov. 2020 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Film | Kommentieren

Wo man auch hinsieht: Verschwörungstheorien haben Konjunktur. Die streng rationale Philosophie scheint da ein probates Gegenmittel. Wäre da nur nicht diese Tradition, die selbst den Verdacht nährt, dass nichts ist, wie es scheint.
Antike Geographen bezeichneten die auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel lebenden Menschen als „Antipoden“, als „Gegenfüßler“.
Von uns aus gesehen, steht die Welt der Antipoden auf dem Kopf. Alles ist im wörtlichen Sinne „ver-kehrt“.
Aus der Sicht der Antipoden allerdings verhält es sich genau umgekehrt: Wir sind es, die auf dem Kopf stehen. So ist das Verhältnis der Antipoden ein gegensätzliches, zugleich jedoch auch symmetrisch. (mehr …)

Nov. 2020 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Junge Rundschau, Sapere aude, Senioren, Zeitgeschehen, Wo aber Gefahr ist, wächst / Das Rettende auch | Kommentieren

„Es ist vollbracht“: Nach acht Jahren Bauzeit und ewigen Grabenkämpfen vor Gericht …

… ist die Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld („größer als der Dom“) in Betrieb

Es soll zwar künftig als Ergebnis der Islam-Konferenz ansatzweise eine deutsche Ausbildung für Imame geben (Bericht in der taz). Aber der von der Türkei gesteuerte Moscheeverband Ditib macht nicht mit. Der Religionskritiker Hamed Abdel-Samad erklärt in einem offenen Brief, den er auf Facebook veröffentlicht (nachzulesen auch hier), seinen Austritt aus der Islamkonferenz: (mehr …)

Nov. 2020 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Kirche & Bodenpersonal, Politik | Kommentieren

Die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg bleibt, wie alle anderen Museen, im Dezember geschlossen. Doch es gibt eine neue Möglichkeit, die Gedenkstätte jederzeit auch von zu Hause aus zu entdecken. Die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte hat ihren Audioguide so weiterentwickelt, dass er nun als Web-App über den Internetbrowser auf dem Smartphone, Mac oder PC  abgerufen werden kann. (mehr …)

Nov. 2020 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Der aus einer deutschsprachigen jüdischen Familie im rumänischen Czernowitz stammende Paul Celan (eigentlich Paul Antschel) hatte seine Eltern im Ghetto und KZ verloren. Er selbst kam als 14-Jähriger in ein Arbeitslager, aus dem er 1947 über Österreich nach Paris floh, wo er studierte und später die französische Staatsbürgerschaft erhielt. Aber wie viele, die das Exil oder die Todeslager überlebt hatten, blieb auch Celan lebenslang gezeichnet.
Am literarischen Leben in Deutschland und Frankreich hat er zwar teilgenommen. Aber erst nach 1952 war es möglich, dass ein Gedicht wie Celans „Todesfuge“ öffentliche Resonanz fand. Im Mai ebendieses Jahres hatte Celan auf Einladung von Hans Werner Richter an der Frühjahrstagung der Gruppe 47 in Niendorf an der Ostsee teilgenommen. (mehr …)

Nov. 2020 | Allgemein, Feuilleton, Junge Rundschau, Senioren | Kommentieren

Von Deutschen „zur Erfassung“ zusammengetriebene Juden auf dem Tarnówer Marktplatz im Juni 1942.
Bild: Belarussisches Nationalarchiv

Eine Ausstellung in der Stiftung Topographie des Terrors zeigt „rassenkundliche“ Fotografien jüdischer Familien aus einer polnischen Kleinstadt. Im Mittelpunkt stehen die Opfer und ihr Schicksal: Im März 1942 reisen die jungen Anthropologinnen Elfriede Fliethmann und Dora Maria Kahlich in die südpolnische Kleinstadt Tarnów. Fliethmann kommt aus Krakau, wo sie am Institut für Deutsche Ostarbeit mit der Erfassung von Rassemerkmalen bei Juden und Polen beschäftigt ist. Kahlich hat sich in Wien als Zuarbeiterin der Reichsstelle für Sippenforschung und Gutachterin in Abstammungsfragen einen Namen gemacht. In Tarnów, wo seit der deutschen Besetzung Polens dreißigtausend Juden, darunter viele Flüchtlinge aus Krakau, auf engem Raum leben müssen, wollen die beiden Frauen eine „rassenkundliche“ Studie an jüdischen Familien durchführen.

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Nov. 2020 | Allgemein, Buchempfehlungen, Feuilleton | Kommentieren

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