Anton Goubau wurde 1616 in Antwerpen als Sohn begüterter Eltern geboren und 1636/37 Meister der dortigen Lukasgilde. In den 40er Jahren ging er nach Rom, das seit dem frühen 16. Jahrhundert niederländische Künstler anzog. Nach seiner Rückkehr 1650 lebte er bis zu seinem Tode 1698 in Antwerpen. (mehr …)
Rainer Marten philosophiert über die Möglichkeit des Unmöglichen. Jürgen Habermas hat süffisant bemerkt, Ernst Bloch läsen nur noch Theologen und Germanisten. War denn gar nichts dran? Rainer Marten, der in Freiburg Philosophie lehrt, aus dem engsten Kreis um Martin Heidegger hervorgegangen ist und heute als sein wohl kompetentester Kritiker amtiert, handelt von der Möglichkeit des Unmöglichen. (mehr …)
youngchina im Heidelberger Zeughaus (im Marstallhof Heidelberg zwischen Universitätsplatz und Neckar) zeigt vier Monate lang Werke aus der Meisterklasse von Professor Hong Yi aus Chengdu. Die Gemälde eröffnen eine Innenansicht des heutigen China aus dem Blickwinkel der fünf jungen Maler. (mehr …)
Einst zogen Derwische über dieses Land, lebten Toleranz, Demut und Genügsamkeit vor. Manche von ihren waren begnadete Poeten. So sind von ihnen Verse und Lehrsätze überliefert, die noch heute durch lakonische Schönheit und ungeschönte Diktion wirken. (mehr …)
Terrakottahund, Becher mit der Darstellung zweier Jagdhunde, Pfotenabdrücke auf Dachziegel
Römisches Gräberfeld Heidelberg-Neuenheim, 1. Hälfte 2. Jahrhundert n. Chr (mehr …)
Beinahe alle empören sich über die Steuerflucht nach Liechtenstein. Wir werfen einen erfrischenden Beitrag in die Debatte: das hellsichtige Gedicht „Liechtenstein“, geschrieben am 5. März 1933. (mehr …)
Die niederländische Journalistin Margalith Kleijwegt hat ein packendes Buch über jugendliche Migranten, überforderte Eltern und die Diskriminierung in den Niederlanden geschrieben. Ende 2003 begab sie sich zu Recherchen an eine Schule in Amsterdam-West. Ein Jahr später ermordete ein Jugendlicher aus genau diesem Bezirk den Filmemacher Theo van Gogh. „Das Viertel des Mohammed B.“ lautete der Untertitel, mit dem der Verlag ihr Buch in den Niederlanden auf den Markt brachte. Es wurde ein Bestseller. (mehr …)
Seit dem Reichsgründungsjahr 1871 soll im uralten Zusammenspiel von „Thron und Altar“ das deutsche Strafgesetzbuch Gott, den Herrn, schützen. 1969 wurde das berüchtigte Rechtsrelikt, der „Gotteslästerungsparagraph“ 166 StGB, nach manchen ent-, nach anderen verschärft. Und 1986 wollte ihn eine Gesetzesinitiative aus dem stets besonders gottergebenen Bayern gar (noch einmal) verschärfen. Und gerade macht, dies zu tun, die CDU/CSU – Bundestagsfraktion einen neuerlichen Vorstoß: (mehr …)
Die einen wissen nicht genau, was damit gemeint sein soll, die anderen verbitten sich die Anmaßung, die dritten leugnen, dass es so etwas überhaupt gibt. Es ist leicht, sich über den Begriff „Leitkultur“ zu empören, noch leichter, sich darüber zu mokieren und den Anspruch zu trivialisieren, den er anmeldet. Das Triviale indes bedeutet wörtlich das, was einem an jeder Straßenkreuzung begegnet – oder eben in jeder Tageszeitung, wo deutsche Kulturträger auf unnachahmlich deutsche Weise einander darin überbieten, deutsche Kultur weder tragen noch von ihr getragen sein zu wollen. (mehr …)
„Das Alter, eine einzige Heuchelei vor den Jüngeren“ – Martin Walser muß es ja wissen:
Geld und Liebe. Um diese beiden zentralen Themen kreist der Roman, der Roman eines fast Achtzigjährigen, der gleichwohl vor Ausdruckslust und -energie und -wut zu bersten scheint. Beides Lebensstoffe, die sich verflüssigen und verhärten, die zirkulieren und gestaut werden können, und da Martin Walser in all seinen vielen Büchern ein Meister ist, der unmittelbar „am Leben entlang“ schreibt, entbehrt auch diese späte Angstblüte in keinem Augenblick der Anschaulichkeit, die uns begreifen läßt, was auf dem Spiel steht. (mehr …)