Intuitionen und Gefühle sind keine Argumente. Aber sie sind nicht per se vernunftwidrig; im Gegenteil können Gefühle der Vernunft den Weg bahnen, wenn das, was sie «sagen», auch tatsächlich gesagt, wenn es artikuliert wird. Das ist ein alltäglicher Vorgang, auch in der Philosophie. In einem eindringlichen Essay hat Michael Sandel einem allgegenwärtigen Unbehagen Ausdruck verliehen und die Argumente skizziert, die sich aus diesem Unbehagen gewinnen lassen. Das Gefühl, das er in Worte kleidet, ist das einer Beunruhigung über die bio- und gentechnologische «Optimierung» der menschlichen Natur, die möglich geworden zu sein scheint.

.Wieso – will der in Harvard lehrende Philosoph wissen – stellt sich das Gefühl eines «moralischen Schwindels» ein, wenn der Phantasie eines human engineering freier Lauf gelassen wird?

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Aug. 2008 | Allgemein, Feuilleton, Wissenschaft | Kommentieren

Olivier Roy, Forschungsdirektor am Centre National de la Recherche Scientifique in Paris und Professor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales, ist einer der führenden Experten zum Thema des politischen Islam. Er stellt etliche gängige Vorstellungen in Frage, die den Diskurs über den radikalen Islamismus dominieren: (mehr …)

Juli 2008 | Allgemein, Feuilleton, Zeitgeschehen | Kommentieren

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Der wohl bedeutendste lebende Autor Israels, Amos Oz, entführt uns in seinem neuen Roman „Verse auf Leben und Tod“ in die fabelhafte Welt der Imagination, in der zwischen Sein und Schein kein Unterschied mehr besteht.

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Juli 2008 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

jurgen-gottschling.jpgDie Räder laufen schnell, in der durchrationalisierten Arbeitswelt unserer Gegenwart. Die Welt ist komplex geworden. Jeder von uns nimmt in ihr vielerlei Funktionen wahr und ist vielen Zwängen ausgesetzt. Zugleich wollen unsere Gefühle beachtet sein. Wie gestalten wir unter diesen Bedingungen unser Leben? Welche Werte sollen uns leiten?

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Juli 2008 | Allgemein, Feuilleton, In vino veritas, Zeitgeschehen | Kommentieren

Heute, am Sonntag dem 13. Juli, wurde eine Ausstellung der 1964 in Petersburg geborenen Künstlerin Marina Volkova in der Destille“ (Heidelberg, Untere Straße 16) eröffnet, mit der sich diese Altstadtkneipe einreiht in die Galerie von Galerien, die Wegbereiter für Große Namen geworden sind. Es lohnt aber auch, einen Besuch im  Atelier dieser nicht einzuschubladierenden Künstlerin zu vereinbaren, um – was natürlich mit den insgesamt nur 17 in der Destille gehängten Arbeiten schwer zu erreichen ist – sich einen umfassenden Eindruck über ihr künstlerisches Schaffen machen zu können. (mehr …)

Juli 2008 | Heidelberg, Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Zurzeit kommt ja ständig was über China im Fernsehen. Oder der Spiegel hat eine tausendseitige China-Geschichte, die total gut recherchiert ist und voll kritisch mit der chinesischen Führung umgeht. Oder die ZEIT schreibt quälend langweilige Kommentare, in denen immer und immer wieder die üblichen China-Synonyme ‚Reich der Mitte’, oder irgendwas mit Drache stehen. (mehr …)

Juli 2008 | Allgemein, Feuilleton | Kommentieren

Eine gewisse Pariser Intelligentia, die vermeintlich auch über Geschmack und geistige Eleganz entscheidet, ist auf den ersten Blick durch eine ganz bestimmte Marotte erkennbar. (mehr …)

Juni 2008 | Allgemein, Feuilleton, Zeitgeschehen | Kommentieren

Jean Améry (1912-1978) war unter den Intellektuellen, die in den Sechziger -& Siebzigerjahren der Bundesrepublik das Wort ergriffen, der unabhängigste. Ein Humanist, der aufs Ganze ging. Jetzt ist die verdienstvolle Sammlung seiner “Werke” mit einem Briefband und “Materialien” zu seinem Oeuvre geschlossen worden. (mehr …)

Juni 2008 | Allgemein, Feuilleton, Zeitgeschehen | Kommentieren

Am kommenden Dienstag (24. Juni 2008) veranstaltet das Katholische Hochschulforum Heidelberg eine (hochkarätig besetzte) Podiumsdskussion zu diesem Thema. Grund für uns, mit dem Theater um die Schreiter`schen Fensterentwürfe für die Heidelberger Heiliggeistkirche in diese neuerlich sich abzeichnende Debatte einzugreifen. Am Ende finden Sie dann Ort und Programm der Podiumsdiskussion.

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Juni 2008 | Allgemein, Feuilleton, InfoTicker aktuell | 1 Kommentar

artenlogo.jpg„Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe. Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und alle gefiederten Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Die Erde bringe hervor: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes“ –
„… ein jedes nach seiner Art“ (mehr …)

Juni 2008 | Allgemein, Feuilleton, Sapere aude | Kommentieren

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