Weniger als die Hälfte aller Deutschen sagt heute, der Islam habe „eine bewundernswerte Kultur hervorgebracht“. Wem es gelingt, aus diesem Umfragebefund einen klaren Schluß zu ziehen, bei dem muß es sich um einen Vorurteilsforscher handeln. Für alle anderen Leser von Wilhelm Heitmeyers gerade vorgestellter Studie über abwertende Meinungen in der Bevölkerung bleibt die eigene Urteilsfähigkeit übrig. (mehr …)
Das in den USA umjubelte Phantasy-Epos «Die Königsmörder-Chronik» des bislang unbekannten Patrick Rothfuss spiegelt Glanz und Elend des ältesten Genres der Welt. (mehr …)
Mit der Longlist hat die Jury in diesem Jahr nichts falsch gemacht. Die üblichen Einsprüche und Hinweise auf vermeintliche Meisterwerke, die übergangen worden seien, blieben fast ganz aus. Die Shortlist dürfte für mehr Irritation sorgen. Denn die bekannten Namen sind auf der Strecke geblieben, von Ingo Schulze abgesehen. (mehr …)
Vom 20. 09. – 09. 11. 2008, eröffnet wird am Freitag, 19. 09. 2008, von 19 bis 21 Uhr: (mehr …)
Darwin hatte doch Recht: Der Mensch ist eine „Überlebensmaschine“. Und, der Glaube an Gott sei nur das „Bedürfnis nach einer gütigen Diktatur“. Drei neue Bücher fordern eine Rückkehr der Vernunft und rechnen ab mit den christlichen Fundamentalisten. (mehr …)
Der späte Martin Walser – siehe oben – ist eigentlich nur noch als komisches Phänomen gerechtfertigt & erträglich – um den von ihm so verehrten Nietzsche zu paraphrasieren. (mehr …)
Die Nachkommen der Familie Mendelssohn kämpfen um zwei Hauptwerke der New Yorker Museen.
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Das „Kursbuch“ wird eingestellt. Das ist eine gute Nachricht. Es ist Jahrzehnte her, dass die Zeitschrift eine wichtige Rolle gespielt hatte. Gleich zweimal: beim Aufbau, bei der Etablierung einer kritischen Intelligenz in der Bundesrepublik und bei deren Selbstdemolierung. Man wird dem Kursbuch für beide Aktionen dankbar sein. Aber Dankbarkeit und ein gutes Gedächtnis sind keine Kaufgründe. (mehr …)
Der Stolz einer Nation auf ihre Sportler war in der Vergangenheit immer assoziiert mit der Bewunderung der Waffenträger. Keulenschwinger, Hammer- und Speerwerfer, Fechter und Schützen, aber auch Reiter, Ringer und Faustkämpfer repräsentierten als Athleten die Wehrfähigkeit und den Behauptungswillen eines staatsbildenden Volkes, und wenn wir uns ein historisches Schlachtfeld vorstellen, wird klar, daß nicht nur die Verlierer um ihr Leben rennen mussten, sondern die Obsiegenden hinter ihnen her keuchten, weil ein entkommender Feind weiterhin der Gegner war. (mehr …)