Auch diesen „Dämonen“ ist – wieder einmal mehr – anzumerken, dass Ute Richter bereits in der Vorbereitung nicht nur ihre eigene Version der aus dem Text sich für sie ergebende Vision im Kopf hatte, sondern diese gut vorbereitet – im auch von ihr minimalistisch gestalteten Bühnenbild – visualisierte. (mehr …)
Wo sie das tun? Hier tun Sie das. Hingucken lohnt sich. Sehr! Versprochen! Unser Tip: Hören sie es laut. Und, auch wenn Sie „nicht wirklich“ an Schafen interessiert sein sollten, bleiben Sie dran …
Da kommt nicht nur bei Erzengeln Freude auf: Bischof als Bauernopfer der rechtsextremen Piusbrüder …
Ja, den „Spiegel“ bekommen wir – die wir da gerade sind – auch auf Mallorca. Da lesen wir auf Seite 19 ein Gespräch zwischen einem für „Kirche“ zuständigen Spiegelredakteur und Bischof Bernard Fellay, Generaloberer der Piusbruderswchaft über die Entschuldigung des Holocaust-Leugners Richard Williamson.
Derweil Fellay meint, diese (mehr als magere, im Grunde unverschämte) Entschuldigung, die alles andere, als eine solche ist, sei doch aber immerhin „ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und auf jeden Fall eine Bitte um Vergebung, meinen wir, die Piusbrüder wollen mit dieser Bitte an den „Heiligen Vater“ verschleiern, dass die Pius-Brüder allzumal nicht nur ein religiöser Bund, sondern hochpolitisch einherkommen: (mehr …)
„Zeit“ und „Spiegel“ unterschätzen des Josef Ratzinger, unterschätzen des Benedikt XVI. Kriegserklärung an die liberale Welt. Vor gar nicht so langer Zeit gab es noch eine richtige Sympathiewelle für den „bescheidenen Arbeiter im Weinberg des Herrn“. (mehr …)
„Hitler ist nicht Deutschland“ Der Nationalsozialismus, das Exil in Schweden und die Rückkehr von Hans-Joachim Schoeps in die einstige Heimat (*30. Januar 1909 in Berlin; † 8. Juli 1980 in Erlangen) war ein konservativer deutsch-jüdischer Religionshistoriker und Religionsphilosoph. Er war ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Religions- und Geistesgeschichte der Universität Erlangen. Von Julius H. Schoeps (mehr …)
Die als Generalklausel gehandhabte vermeintliche „katholische Mentalität“ – ist das jenes Dummstellen im Namen Gottes, welche das feist-dreiste Denken hervorgebracht hat, das auch an den Piusbrüdern muss kritisiert werden dürfen?
„Weltfremdheit und Eiferertum, eine krankhafte Verengung der Geister“? Ein Denken übrigens, das den Papst in den Augen der Piusianer als Galionsfigur einer verrotteten nachkonziliaren Kirche verzeichnet. (mehr …)
Zur Politische Theologie des globalen Kapitalismus und die geistige Verwandtschaft von Links- und Rechtsextremen. (mehr …)
Er blieb sich treu, aber er ließ sich auch täuschen: Heute vor hundert Jahren wurde der Religionsphilosoph Hans-Joachim Schoeps geboren. (mehr …)
Die Karikaturenkampagne richtet sich zunächst gegen eine Zeitung, dann gegen Dänemark, das sich auf die Meinungsfreiheit beruft und visiert am Ende ganz Europa an, dem man vorwirft, ungleiches Maß anzulegen. Denn erlaubt die Europäische Union nicht die Verspottung des Propheten, während sie andere „Meinungen“ wie den Nazismus und die Leugnung des Holocausts verurteilt? Warum darf man über Mohammed spaßen, aber nicht über den Völkermord an den Juden?, fragen lauthals die Islamisten und loben einen Karikaturen-Wettbewerb über Auschwitz aus.
Am 20. Januar wird der Machtwechsel in Washington vollzogen. Barack Obama weckt Gefühle und Erwartungen, die sich im Wahlkampf auch an dem Satz «Yes, we can» entzünden mochten. Ein anderer Satz, den Obama verwendet hat, bringt das amerikanische Lebensgefühl vielleicht noch besser zum Ausdruck: «Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.»
Aus den Reden, die Barack Obama auf seinem langen Weg ins Weisse Haus gehalten hat, sticht ein Satz heraus wie ein Gesicht aus einer Menge, das man nicht mehr vergisst. Dieser Satz fiel am 5. Februar 2008 in Chicago und lautete: «We are the ones we’ve been waiting for.» – «Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.»
