Thilo Sarrazin war zum 4. Mai von den Veranstaltern des Heidelberger Symposiums eingeladen worden, einen Vortrag in den Räumen der Universität zu halten. Aber: „Es müssten sich also die Universität und der Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur“, so „dielinke.SDS“, die „Muslimische Studentengruppe MSG Heidelberg“ und die „Jusos Heidelberg“ die Frage stellen lassen, „welcher wissenschaftliche Inhalt vom Vortrag eines Mannes zu erwarten“ sei, „der in der Vergangenheit vor allem durch seine Unwissenschaftlichkeit von sich reden gemacht“ habe. Wir plädieren ausdrücklich dafür, dass Sarrazin eingeladen und seine Thesen zur Diskussion hat stellen können. Und sind – sapere aude – dieser, nämlich des Ralph Giordanos Meinung: (mehr …)
Kritischer Journalismus ist Ungehorsam, ist Emanzipation, er bedeutet Mündigkeit. Erst einmal gelernt, den Mund aufzutun, wird Diktat durch Diskurs blamiert. Kritischer Journalismus ist der Tod von Dogmen und ihren Verwaltungen, die Devisen der Aufklärung “sapere aude” – “wage zu wissen” – und “de omnibus dubium est” – “es ist alles in Zweifel zu ziehen” – haben die Welt auf den Kopf gestellt. (mehr …)
Immer mehr Menschen resignieren, lassen alle Utopien und jede Hoffnung fahren, meinen, sie würden „doch sowieso“ an der Realität zerschellen.
Aber, ist es nicht doch eigentlich so, dass nur wer Unmögliches will, das Potential des Möglichen auszuschöpfen in der Lage ist?
Wahrlich: Wehe einer Welt ohne realitätsüberschreitende Utopien! Wehe aber einer Welt ohne realitätsanerkennende Analyse! (mehr …)
Amt, das war ursprünglich einmal die nachträgliche Bestätigung einer vorhandenen Begabung (Charisma). Das hat sich, in der Kirche zumal, längst geändert. Hier ist ein System von Über- und Unter-Ordnung im Amtsgefüge entstanden, das jedem seinen eigenen Spielraum garantiert. (mehr …)
Der Cheftheoretiker des kommunikativen Handelns, Jürgen Habermas, und der Vorsitzende der katholischen Glaubenskongregation, Joseph Kardinal Ratzinger, saßen am 19. Januar 2004 auf einem Podium der Katholischen Akademie Bayern in München und sprachen über „Vorpolitische Grundlagen eines freiheitlichen Staates“. In der Presse war anschließend von einem „Gespräch“, von einem „Dialog“ die Rede. Auch im Vorwort des dieses Ereignis dokumentierenden Bandes spricht der Herausgeber Florian Schuller, Chef der Katholischen Akademie Bayern, von „Gespräch“ und „Dialog“. Es mag damals in München dazu gekommen sein. Zu lesen gibt es jetzt kein Gespräch, keinen Dialog, sondern – was Wunder – zwei Vorträge. (mehr …)
„Was sollte man einem Menschen antworten, der einem sagt, er gehorche lieber Gott als den Menschen, und der sich infolgedessen sicher ist, den Himmel zu verdienen, wenn er einen erdrosselt?“ (Voltaire)
„Kolonialismus und Sklaverei haben im Westen ein Gefühl der Schuld hinterlassen, das dazu verführt, andere Kulturen einfach immer ganz wunderbar zu finden. Diese Haltung ist denkfaul, wenn nicht rassistisch.“ (Ayaan Hirsi Ali)
“Du sollst nicht ironisieren!” – sobald es um den ‘uneigentlichen Sprachgebrauch’ geht, sind sich alle Journalisten einig, zusammen mit Wolf Schneider: Die Ironie gehört allenfalls in die Glosse, besser aber in die Gosse.
Obgleich doch der Pöbel dort unten, nach der festen Überzeugung der Pressevertreter, diese Ironie gar nicht würden goutieren können. (mehr …)
Der mit 10.000 Euro dotierte Clemens Brentano Förderpreis für Literatur der Stadt Heidelberg geht an Wolfgang Herrndorf. Er erhält den Preis für seinen Roman „Tschick“ (Rowohlt Verlag, Berlin 2010). (mehr …)
Großen Rummel gab es um eine Veranstaltung in der Stadtbibliothek von Bremerhaven. Dort stellte Colin Goldner gerade seine Thesen zum Dalai Lama und zum tibetischen Buddhismus zur Diskussion. Die Veranstaltung war gut besucht, obwohl (oder vielleicht auch weil) es im Vorfeld Boykottaufrufe gegeben hatte. (mehr …)
Ist der Geist der Aufklärung auf dem Rückzug und übernehmen religiöse Fanatiker die Meinungshoheit? Wie können die freiheitlichen und demokratischen Werte der Aufklärung verteidigt werden? „Der organisierte Nichtglauben bringt nur einen schwachen Aufschrei des Protests gegen die Macht der Vertreter von Muslimen, Christen und anderen unerbittlichen Glaubensrichtungen zustande.“ – Gastkommentar zum „Fronleichnamsfest“. Was es damit auf sich hat, finden Sie – erbaulich – hier: http://www.ewige-anbetung.de/Lehre/Urban_IV_/urban_iv_.html (mehr …)
